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December 28, 2010

Die Weltbevölkerung überschreitet im Jahr 2011 die Sieben-Milliarden-Marke

Die Weltbevölkerung überschreitet im Jahr 2011 die Sieben-Milliarden-Marke

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Veröffentlicht: 18:37, 28. Dez. 2010 (CET)
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Graph der globalen Bevölkerungsentwicklung

Hannover (Deutschland), 28.12.2010 – Die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen wird sich zum 1. Januar 2011 auf 6.934.196.000 belaufen. Im Laufe des Jahres wird die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Grenze überschreiten. Das gab die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf ihrer Internetseite bekannt. Der DSW wertete dazu Daten des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) aus.

Die Weltbevölkerungsuhr des DSW veranschaulicht das rasante Bevölkerungswachstum auf der Erde. Pro Sekunde werden demnach statistisch 2,6 Menschen geboren, pro Minute sind es entsprechend 158 und pro Tag schon 228.155 Menschen, um die die Menschheit wächst.

Die Acht-Milliarden-Marke wird die Menschheit bei entsprechender Fortsetzung der gegenwärtigen Dynamik im Jahr 2025 erreichen. Am schnellsten wächst die Bevölkerung Afrikas. Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird sich die Zahl der auf dem Kontinent lebenden Menschen verdoppeln.

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February 12, 2010

Internationale Aktion gegen weltweite Überbevölkerung startet zum Valentinstag

Internationale Aktion gegen weltweite Überbevölkerung startet zum Valentinstag

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Veröffentlicht: 18:11, 12. Feb. 2010 (CET)
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Tucson (USA), 12.02.2010 – Zum diesjährigen Valentinstag am Sonntag, den 14. Februar startet das Zentrum für Biologische Vielfalt eine ungewöhnliche Aktion: In 50 Ländern sollen insgesamt 100.000 Kondome verteilt werden, auf deren Packungen bedrohte Tierarten abgebildet sind. Mit dieser Aktion soll die Aufmerksamkeit auf das vermeintliche Problem der „Überbevölkerung“ gelenkt werden.

Die Menschheit ist mit rund 6,8 Milliarden Individuen nicht nur gegenwärtig die zahlenmäßig stärkste Spezies, die zu den Säugetieren gehört, sondern stellt unter dieser Gruppe der Lebewesen auch in der gesamten Geschichte der Evolution die bisher stärkste Art dar. Das Wachstum der menschlichen Bevölkerung bedroht nach Ansicht des Zentrums für Biologische Vielfalt nicht nur zahlreiche Lebewesen, die eine geringere Vermehrungsrate haben. Weltweit beanspruche die Menschheit – vor allem durch die industrialisierten Länder – inzwischen 50 Prozent des Frischwassers und 50 Prozent der Landfläche für die eigene Versorgung.

Diesen Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt könne nur durch eine weltweite Begrenzung des Bevölkerungswachstums begegnet werden. Mit dem Verteilen kostenloser Kondome soll ein Zeichen gesetzt werden. Die Aktion ist Teil von GPSO, einem Internet-Projekt des Schriftstellers und Ökologen John Feeney in Boulder Colorado, USA, seit September 2008. Zu den Gründern der Aktion gehören der Biologe Prof. Paul R. Ehrlich von der Stanford Universität und Dennis L. Meadows, der durch sein neo-malthusianistisches Buch „Die Grenzen des Wachstums“ bekannt geworden war.

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  • Über eine Milliarde Menschen hungert und ist unterernährt (13.07.2009)
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March 10, 2008

China will an Ein-Kind-Politik festhalten

China will an Ein-Kind-Politik festhalten

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Veröffentlicht: 23:53, 10. Mär. 2008 (CET)
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Peking (Volksrepublik China), 10.03.2008 – Nachdem vor einigen Tagen darüber berichtet wurde, China könnte seine umstrittene Ein-Kind-Politik möglicherweise weniger restriktiv handhaben, trat der Familienplanungsminister Zhang Weiqing diesen Berichten in einem Interview mit „China Daily“ entgegen. Danach wird das Land noch mindestens zehn Jahre an der Ein-Kind-Politik festhalten.

Diese Ausrichtung der chinesischen Familienpolitik ist wegen negativer Folgen für die demografische Entwicklung Chinas umstritten. Eine dieser Folgen ist die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Außerdem hat die restriktive Familienpolitik dazu geführt, dass vermehrt weibliche Föten abgetrieben wurden, wodurch sich der Anteil des männlichen Nachwuchses überproportional erhöhte.

Allerdings gelten auch bisher für bestimmte Regionen und Bevölkerungsschichten Ausnahmeregeln. So ist es den Elternpaaren der industriell entwickelten Regionen Kanton, Peking und Shanghai erlaubt, zwei Kinder zu bekommen. Auch ethnische Minderheiten sind von den Restriktionen befreit. Auf dem Land können Elternpaare zwei Kinder bekommen, wenn das erste Kind weiblichen Geschlechts ist. Weiterhin können sich reiche Chinesen von den Einschränkungen sozusagen freikaufen, weil es ihnen leichter fällt, die horrenden Strafen zu bezahlen, die auf eine Zuwiderhandlung stehen. Dieses Schlupfloch wollen die Behörden jetzt ebenfalls stopfen, wie der Spiegel berichtete. Demnach sollen die Strafen für ein unrechtmäßig gezeugtes Kind von jetzt zwei Jahreseinkommen auf bis zu sechs Jahreseinkommen steigen.

China ist – an seiner Einwohnerzahl gemessen – das größte Land der Erde mit 1,3 Milliarden Menschen. Offiziellen Angaben zufolge konnten durch die Ein-Kind-Politik seit den 1980-er Jahren rund 400 Millionen Geburten verhindert werden. Würde diese Politik jetzt aufgegeben, so Planungsminister Weiqing, würde die Bevölkerungswachstumskurve einen Sprung nach oben machen, weil in den nächsten zehn Jahren fast 200 Millionen Chinesen das gebär- und zeugungsfähige Alter erreichen.

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  • Portal:China

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December 12, 2007

Geburtenrate in Deutschland leicht angestiegen

Geburtenrate in Deutschland leicht angestiegen

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Veröffentlicht: 09:53, 12. Dez. 2007 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 12.12.2007 – Nach vorläufigen Zahlen des deutschen Statistischen Bundesamtes kann erstmals seit 1997 wieder von einem leichten Anstieg der Geburtenrate in Deutschland ausgegangen werden. Danach soll die Zahl der Neugeborenen in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 um etwa ein Prozent gestiegen sein. In absoluten Zahlen: In den ersten neun Monaten des Jahres 2007 wurden bereits 514.152 Kinder geboren, während im gesamten Jahr davor 672.724 Babys in Deutschland das Licht der Welt erblickten.

Zuletzt war 1997 die Geburtenrate angestiegen (plus zwei Prozent). 1996 war die Zahl der Geburten um vier Prozent und davor zuletzt 1990 um 2,9 Prozent gestiegen. In allen anderen Jahren seit 1990 ging die Geburtenzahl jedes Jahr zwischen 8,4 und 0,2 Prozent zurück. Noch 1990 hatte die Zahl der Geburten 905.675 betragen.

Die Gesamttendenz der Bevölkerungsentwicklung wird jedoch erst deutlich, wenn diese Zahlen zu der Zahl der Todesfälle in Beziehung gesetzt werden. Während 1950 noch ein Geburtenüberschuss von 368.372 Menschen zu verzeichnen war, der noch bis etwa 1960 anhielt (plus 384.893), ging der Geburtenüberschuss in den Jahrzehnten danach immer stärker zurück. Bereits 1970 überwog die Zahl der Todesfälle (86.582), die bis 2005 weiter anstiegen (minus 144.432).

In Deutschland wird die Tendenz der Bevölkerungsentwicklung seit einigen Jahren mit Aufmerksamkeit verfolgt. Zuletzt wurde zum 1. Januar 2007 das Elterngeld als familienpolitisches Instrument eingeführt. In der letzten Woche war bekannt geworden, dass die steigenden Geburtenzahlen bereits zu einer erhöhten Beantragung von Elterngeld geführt haben. Der Bund rechnet hier mit einem finanziellen Mehrbedarf von 130 Millionen Euro gegenüber den ursprünglich veranschlagten Ausgaben.

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November 27, 2006

Niedersachsens Bevölkerungszahl erstmals seit 1987 rückläufig

Niedersachsens Bevölkerungszahl erstmals seit 1987 rückläufig

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Artikelstatus: Fertig 21:10, 27. Nov. 2006 (CET)
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Hannover (Deutschland), 27.11.2006 – Erstmals seit 1987 weist das deutsche Bundesland Niedersachsen zum Jahresende 2005 eine sinkende Bevölkerungszahl auf. Im Fünfjahreszeitraum von 2000 bis 2005 konnten die Statistiker noch einen Zuwachs um 0,9 Prozent melden. Ende 2005 sank die Bevölkerungszahl auf knapp unter acht Millionen Menschen. Nach Ansicht des Präsidenten des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik (NLS), Karl-Ludwig Strelen, der in Hannover am vergangenen Freitag den neuen „Niedersachsen-Monitor 2006“ vorstellte, markiert das Jahr 2005 möglicherweise eine Trendwende in der Bevölkerungsentwicklung. In den vorangegangenen Jahren war der Zuwanderungsgewinn für Niedersachsen groß genug, um die rückläufige Geburtenrate auszugleichen. Jetzt ist das anscheinend nicht mehr der Fall.

Ein weiterer Trend der Bevölkerungsentwicklung ist deutlicher zu beobachten. In den letzten 100 Jahren stieg der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung um das Dreifache. Mitte des Jahrhunderts wird bereits jeder Dritte Niedersachse 60 Jahre oder älter sein. Zurzeit liegt der Bevölkerungsanteil der Senioren bei 25 Prozent.

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse nahm 2005 ab, und zwar um 1,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten von 419.000 auf 424.000. Die niedersächsische Teilzeitquote liegt mit 18,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (16,7 Prozent).

Die abnehmende Zahl von Beschäftigungsverhältnissen verweist insgesamt auf die schlechte Wirtschaftsentwicklung in Niedersachsen hin. Das Wirtschaftswachstum stieg um nur 0,9 Prozent. Entsprechend negativ entwickelten sich die Verdienstmöglichkeiten niedersächsischer Arbeitnehmer. Sie lagen im Januar 2006 um 4,1 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt – mit weiter abnehmender Tendenz.

Einen Lichtblick für die wirtschaftliche Entwicklung boten die Arbeitslosenzahlen für das Jahr 2006. Im Juni dieses Jahres waren in Niedersachsen 405.839 Menschen arbeitslos. Das sind 5,3 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Zahl hochqualifizierter Beschäftigter ist in Niedersachsen überdurchschnittlich hoch. In den letzten fünf Jahren stieg dieser Wert um 14,1 Prozent. Das ist die höchste Wachstumsrate solcher Beschäftigungsverhältnisse im bundesweiten Vergleich.

Ein positives Glanzlicht meldet das NLS aus dem Bildungsbereich. Die Abiturientenquote stieg in Niedersachsen auf 27 Prozent. Der Abstand zum Bundesdurchschnitt konnte damit verringert werden. Auch die Zahl der Abgänger ohne Hauptschulabschluss geht zurück. Der Anteil dieser Schülergruppe sank um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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  • Portal:Niedersachsen
  • Portal:Arbeit und Soziales
  • Portal:Bildung

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November 7, 2006

Bevölkerung Deutschlands schrumpft und Anteil älterer Menschen steigt

Bevölkerung Deutschlands schrumpft und Anteil älterer Menschen steigt

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Wiesbaden (Deutschland), 07.11.2006 – Einen erheblichen Rückgang der Bevölkerungszahl bis 2050 in Deutschland berechnete das Statistische Bundesamt in seiner 11. Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage der Annahme, dass sich die gegenwärtigen demografischen Entwicklungen unverändert fortsetzen. Danach werden im Jahr 2050 in Deutschland noch knapp 69 bis 74 Millionen Menschen leben gegenüber jetzt 82,4 Millionen Einwohnern. Das Geburtendefizit ist inzwischen so stark angewachsen, dass auch die positive Zuwanderungsbilanz den Rückgang der Bevölkerungszahl nicht mehr ausgleichen kann. „Der Rückgang der Bevölkerung ist nicht mehr aufzuhalten“, kommentierte der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Walter Radermacher, heute diese Berechnungen bei der Vorstellung des Berichts auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Der Bevölkerungsrückgang hängt statistisch dabei vor allem vom Verhältnis von Geburten- und Sterberate ab. Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich 685.000 Kinder geboren, im Jahr 2050 werden nur noch etwa 500.000 Kinder zur Welt kommen. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung und die Altersstruktur der Bevölkerung verändert sich. Die Anzahl der 65-Jährigen und älteren Menschen je hundert Personen wird sich von gegenwärtig 32 auf 60 bis 64 Personen im Jahre 2050 verdoppeln.

Die Berechnungen beruhen auf der Annahme einer um sieben Jahre höheren durchschnittlichen Lebenserwartung. Für Jungen wird von einer Lebensdauer von 83,5 Jahren ausgegangen, Mädchen werden – so die Annahme – statistisch 88,0 Jahre alt. Außerdem wird von einer Geburtenrate von durchschnittlich 1,4 Kindern je Frau ausgegangen.

Gegenwärtig gehören 50 Prozent der Menschen der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen an. Unter Zugrundelegung der genannten Berechnungsfaktoren wird diese Altersgruppe im Jahre 2020 nur noch 42 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die Anzahl der Menschen, die 80 Jahre und älter sind, wird im Jahre 2050 von jetzt vier Millionen auf dann zehn Millionen Menschen gestiegen sein.

Die Studie wurde vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Ämtern der Länder gemeinsam erstellt.

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  • Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen (02.09.2005)

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July 16, 2006

Länder sparen durch Geburtenrückgang Milliarden an Bildungsausgaben

Länder sparen durch Geburtenrückgang Milliarden an Bildungsausgaben

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Artikelstatus: Fertig 19:24, 16. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.07.2006 – Bis zum Jahr 2020 sparen die deutschen Bundesländer 80 Milliarden an Bildungsausgaben durch den Rückgang der Geburtenrate. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts „Prognos“, die unter dem Titel „Demographie als Chance“ Anfang der kommenden Woche veröffentlicht werden soll.

Die im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung erstellte Studie führt aus, dass Nordrhein-Westfalen aus dem Rückgang der Schülerzahlen den größten finanziellen Nutzen ziehen könne. Das Einsparungspotenzial beträgt hier 3,09 Milliarden Euro.

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September 2, 2005

Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen

Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen

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Artikelstatus: Fertig 23:05, 2. Sep 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Wiesbaden (Deutschland), 02.09.2005 – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland weiter erhöht. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahrzehnte fort.

Die Lebenserwartung von Jungen, die im Jahre 2004 geboren wurden, stieg auf 75,9 Jahre, die für Mädchen auf 81,5 Jahre. Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen bezüglich ihrer Lebenserwartung verringerte sich gegenüber der alten Sterbetafel von 1991/1993 etwas. Er beträgt jetzt (neue Sterbetafel von 2002/2004) nur noch 5,7 Jahre, während der Unterschied vorher 6,5 Jahre betrug.

Die Erhöhung der Lebenserwartung betrifft jedoch nicht nur Neugeborene, sondern auch ältere Menschen. Männer, die heute 60 Jahre alt sind, besitzen eine statistische Lebenserwartung von jetzt weiteren zwanzig Jahren (vorher 19,8 Jahre), bei 60-jährigen Frauen liegt der entsprechende Wert bei 24,1 Jahren (gegenüber 23,9 Jahren in der letzten Sterbetafel).

Die Sterbetafel gibt aber auch noch andere Informationen her. Statistisch kann sich jeder zweite Mann in Deutschland ausrechnen 78 Jahre alt zu werden. Jede zweite Frau wird sogar 84 Jahre alt.

Auch die historische Entwicklung ist aufschlussreich. Im Deutschen Reich von 1871/1881 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen 35,6 Jahre, ein neugeborenes Mädchen konnte mit einer Lebensdauer von 38,5 Jahren rechnen.

Langfristig ist mit Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung auf die Rentenversicherungsbeiträge zu rechnen. Je länger die Menschen lebten, desto höher müssten die Rentenbeiträge steigen. Kurzfristig sei jedoch mit Auswirkungen dieser statistischen Effekte nicht zu rechnen, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger.

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January 19, 2005

Aus Ministranten werden Schulrektoren

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Saarbrücken (Deutschland), 19.01.2005 – Bei der zum Schuljahr 2005/2006 vorgesehenen Zusammenlegung zahlreicher Grundschulen im Saarland werden auch die Rektorenposten „aufnehmender“ Schulen neu besetzt. Weil so kurzfristig die Verfahren zur Stellenneubesetzung aber nicht abgeschlossen werden können, werden zahlreiche Schulen nach den Sommerferien 2005 neue kommissarische Leiter haben, die CDU-Kultusminister Jürgen Schreier bestimmt. Erfahrungsgemäß werden diese später auch als Sieger aus den Besetzungsverfahren hervorgehen.

Weil zwei Drittel der Grundschulen von der Umstrukturierung betroffen sind – sie werden entweder geschlossen oder nehmen Klassen auf – wird ein zügiger Ersatz der Schulleiter durch CDU-Parteigänger befürchtet, zügiger als er im Rhythmus normaler Stellenneubesetzungen stattgefunden hätte. Nach zwei Wahlsiegen der CDU im Saarland, deren führende Leute in Wahlkämpfen mit ihrem ministrantenhaften Image auffallen, eine Gelegenheit, die eigene Politik auch personell und langfristig an den Schulen zu positionieren. Unter anderem deshalb stoßen kurzfristige Planung und erheblicher Umfang der Umstrukturierung auf Widerstand. So wird es nach den Plänen zum Beispiel im Stadtverband Saarbrücken in den nicht zur Stadt Saarbrücken gehörenden Städten und Gemeinden statt 40 in Zukunft noch 23 Grundschulen geben, nur elf von ihnen werden unverändert fortbestehen, an der Hälfte aller künftigen Grundschulen sind demnach Rektorenposten zum August 2005 neu zu besetzen, mehr als zwei Drittel der bisherigen Rektorinnen und Rektoren verlieren ihre Posten.

Die Landesregierung stellt ihre Reform unter den Arbeitstitel „Grundschule der Zukunft“ und beruft sich auf notwendige Einsparungen und zukünftige demografische Entwicklungen sowie darauf, dass das saarländische Schulordnungsgesetz eine Schließung bei weniger als einer Klasse pro Klassenstufe vorsieht (§ 9 „Geordneter Schulbetrieb“). Die dort vom Gesetzgeber genannten Ausnahmen, „wichtige pädagogische, organisatorische oder siedlungsstrukturelle Gründe“, werden durchweg bei den Planungen nicht berücksichtigt. Darüberhinaus soll das Gesetz geändert werden, um die jetzige Reform zusätzlich zu legitimieren, indem Zweizügigkeit zur Regelvoraussetzung des geordneten Schulbetriebs bestimmt wird.

Eltern haben eine Initiative „Rettet die Grundschulen im Saarland“ gegründet und wenden sich vor allem gegen die Zerschlagung gewachsener und funktionierender Strukturen in Dörfern, Gemeinden und Stadtteilen. Eine Demonstration ist am 26. Januar 2005 in Saarbrücken geplant.

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