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April 22, 2011

Milliarden-Deal: Deutsche Bahn kauft bis zu 300 Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens

Milliarden-Deal: Deutsche Bahn kauft bis zu 300 Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens

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Veröffentlicht: 18:10, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 22.04.2011 – Mindestens sechs, möglicherweise auch über sieben Milliarden Euro will die Deutsche Bahn AG für einen Großauftrag für Siemens hinlegen. Die Bestellung lautet auf bis zu 300 Hochgeschwindigkeitszüge. Den Deal segnete der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn am Donnerstag ab. Die Vertragsunterzeichnung ist für den Mai des Jahres geplant.

Das Staatsunternehmen will mit den neuen Zügen vor allem seine Intercity-Flotte modernisieren. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll die gesamte IC-Flotte erneuert werden. Zuletzt hatte die Bahn Probleme mit Qualitätsmängeln und Materialfehlern. Immer wieder mussten die Züge in die Werkstatt. „Die mangelnde Verfügbarkeit von Zügen ist unsere Achillesferse“, klagt Bahnchef Grube. Profitabel wird der Großauftrag auch für den kanadischen Bombardier-Konzern, der ein wichtiger Zulieferer ist.

Der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, kommentierte den Vorgang mit den Worten: „Es wird Zeit, dass es passiert.“

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January 29, 2010

Siemens plant „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“: 2.000 Stellen sollen in Deutschland entfallen

Siemens plant „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“: 2.000 Stellen sollen in Deutschland entfallen

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Veröffentlicht: 13:22, 29. Jan. 2010 (CET)
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München / Bad Neustadt an der Saale / Erlangen (Deutschland), 29.01.2010 – Trotz einer positiven Geschäftsentwicklung plant der Siemenskonzern laut einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“ im industriellen Sektor. Insgesamt bedeutet das für Deutschland den Verlust von rund 2000 Arbeitsplätzen. Zur Begründung verweist die Unternehmensführung auf zwei Faktoren: Die Anpassung der Fertigungsstruktur wegen eines „Technologiewechsels bei Niederspannungsmotoren“ sowie die Absatzeinbrüche im Maschinen- und Anlagenbau.

Betroffen sind schwerpunktmäßig die Standorte Bad Neustadt (Saale) (840 Stellen) und Erlangen (300 Stellen). Weitere 850 Stellen sollen ohne konkrete Standortangabe im Bereich der „Division Industry Solutions“ entfallen. Siemens will dabei „möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen“ auskommen.

Am Standort Bad Neustadt an der Saale (Unterfranken) demonstrierten nach Bekanntwerden der Pläne spontan 1000 Menschen vor den Werkstoren der Firma. Die Produktion soll in ein Elektromotoren-Werk nach Mohelnice in Tschechien verlagert werden. Siemens will die Produktion energieeffizienter Motoren der nächsten Generation an dem tschechischen Standort bündeln.

Der Siemenskonzern beschäftigt in Deutschland insgesamt 402.000 Mitarbeiter. Vor zwei Tagen hatte der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher, einen Gewinn des Konzerns in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für das zurückliegende Quartal (Oktober/November/Dezember 2009) bekannt gegeben.

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October 23, 2009

Joschka Fischer wird Siemens-Berater

Joschka Fischer wird Siemens-Berater – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Joschka Fischer wird Siemens-Berater

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Veröffentlicht: 23:37, 23. Okt. 2009 (CEST)
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München (Deutschland), 23.10.2009 – Der ehemalige deutsche Bundesaußenminister und Vordenker der Partei Die Grünen, Joschka Fischer, hat einen neuen Job. Der global agierende Siemens-Konzern engagierte den bekannten Grünen-Politiker als Berater „in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen“, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Fischer wurde zusammen mit der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright unter Vertrag genommen, mit der zusammen Fischer auch bei den Bayerischen Motorenwerken (BMW) als Berater tätig ist. Weiter heißt es in der Presseerklärung von Siemens: „Das einzigartige Erfahrungsprofil und Netzwerk beider Persönlichkeiten flankiert die strategische Positionierung des Unternehmens als global führender Antwortgeber und Lösungsanbieter für die Herausforderungen der Megatrends Globalisierung, Urbanisierung, Klimawandel und Demographischer Wandel.“ Auch für den Essener Energiekonzern RWE ist Fischer als Berater tätig.

Die Süddeutsche Zeitung vermutet, der Siemens-Konzern möchte mit dem Aushängeschild Fischer sein neues grünes Image pflegen. Siemens verabschiedet sich nach und nach aus der Produktion von Atomtechnologie und verlagert seinen Schwerpunkt im Energiesektor auf erneuerbare Energien.

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January 17, 2009

Siemens verlangt sechs Millionen Euro vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer

Siemens verlangt sechs Millionen Euro vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer

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Veröffentlicht: 16:17, 17. Jan. 2009 (CET)
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München (Deutschland), 17.01.2009 – Der Aufsichtsrat der Siemens AG fordert von seinem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer und zehn weiteren ehemaligen Vorstandsmitgliedern, darunter auch Pierer-Nachfolger Klaus Kleinfeld, Schadenersatz in Millionenhöhe. Von Pierer soll sechs Millionen Euro zahlen, bei den anderen Vorstandsmitgliedern liegt die geforderte Summe jeweils zwischen einer und fünf Millionen Euro.

Den ehemaligen Vorständen wird eine Verletzung ihrer Dienstpflichten vorgeworfen. So sollen sie das Schmiergeldsystem ermöglicht haben, deretwegen Siemens von Gerichten in Deutschland und den Vereinigten Staaten wegen Korruption zu Strafen in einer Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro verurteilt worden war. Die Münchner Staatsanwaltschaft und US-Behörden waren bei den Ermittlungen gegen den Konzern zu dem Ergebnis gekommen, dass Siemens jahrzehntelang in globalem Maßstab Unternehmen, Behörden und sogar Regierungen bestochen hatte, um Aufträge zugesprochen zu bekommen. Zwischen 2001 und 2007 sollen Mitarbeiter des Konzerns insgesamt 4.283 Schmiergeldzahlungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro getätigt haben. Der finanzielle Gesamtschaden für den Konzern, der durch die Aufdeckung des Korruptionsskandals in Form von Geldstrafen und weiteren Kosten entstanden ist, wird auf bis zu zwei Milliarden Euro geschätzt. Der Konzern hofft, sich außergerichtlich mit den ehemaligen Vorständen einigen zu können. Eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung wolle man vermeiden, um einen weiteren Image-Schaden für den Konzern abzuwenden. Gegen mehrere ehemalige Siemens-Vorstandsmitglieder laufen noch Ordnungswidrigkeitenverfahren der Staatsanwaltschaft wegen Verletzung der Aufsichtspflichten.

Heinrich von Pierer galt vor dem Bekanntwerden des Schmiergeldskandals als einer der renommiertesten Manager in Deutschland. Von 1992 bis 2005 war von Pierer Vorstandsvorsitzender von Siemens. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Geschäft nahm er die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden in dem Konzern ein. Für mehrere Bundeskanzler (Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel) war von Pierer außerdem als Berater tätig. Pierer selbst hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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December 8, 2007

Korruptionsskandals bei Siemens: Insider Schäfer packt aus

Korruptionsskandals bei Siemens: Insider Schäfer packt aus

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Veröffentlicht: 18:53, 8. Dez. 2007 (CET)
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München (Deutschland), 08.12.2007 – Albrecht Schäfer, dem früheren Antikorruptionsbeauftragten von Siemens, wurde vorgeworfen, „in den vergangenen Jahren Teile des Aufsichtsrats unvollständig über Hinweise auf schwarze Kassen und Schmiergelddelikte informiert zu haben“.[1] In einem Brief an den Vorstand wird Schäfer von diesem Vorwurf durch Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher rehabilitiert und seine Kündigung zurückgezogen.

Dieser Schritt von Seiten des Vorstands stimmt Schäfer kooperativ, und so versicherte er, sich „auf freiwilliger Basis an der umfassenden Aufklärung“[1] der Korruptionsaffäre zu beteiligen. Die Siemens AG wird seit März 2001 an der New Yorker Börse gehandelt und ist damit auch verpflichtet, vor der US-Börsenaufsicht Rechenschaft über den Aufklärungsprozess abzulegen – denn es droht eine Strafe in Milliardenhöhe. Durch die Gewinnung Schäfers als Insider könne man, so ein Vertreter des Kapitaleignerflügels des Aufsichtsrates, „gegenüber der SEC dokumentieren, dass der Konzern sich mit aller Kraft und ohne Rücksicht auf frühere Top-Manager darum bemühe, die Verstöße selbst vollständig aufzuklären.“[1]

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  • Siemens-Schmiergeldskandal weitet sich aus (21.11.2006)
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  1. 1,0 1,1 1,2 www.sueddeutsche.de: „Ein Insider packt aus“ (07.12.2007)

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July 25, 2007

Siemens VDO geht für 11,4 Milliarden Euro an Continental

Siemens VDO geht für 11,4 Milliarden Euro an Continental

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Veröffentlicht: 21:37, 25. Jul. 2007 (CEST)
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München (Deutschland), 25.07.2007 – Der nach eigenen Worten „weltweit führende […] Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik“ VDO mit Sitz in Regensburg, der zum Siemenskonzern gehört, wird für 11,4 Milliarden Euro an den Hannoveraner Reifenhersteller Continental verkauft. Dabei handelt es sich um den größten Einkauf von Conti in der Unternehmensgeschichte. Zusammen kommen die beiden Firmen auf einen Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro und etwa 140.000 Beschäftigte. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Durch den Kauf von VDO konnte sich der deutsche Reifenhersteller gegen einen mächtigen Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten durchsetzen – den US-Finanzinvestor Blackstone. Der Bieterkampf der beiden Kaufinteressenten hatte den Kaufpreis immer höher getrieben. Conti erhofft sich von dem Kauf Synergieeffekte in Höhe von 170 Millionen Euro, die ab dem Jahr 2010 zu Buche schlagen. Der Hannoveraner Reifenhersteller hat sein Sortiment in den letzten Jahren immer mehr erweitert und den Charakter des Unternehmens immer mehr in Richtung auf eine Ausweitung des Angebots als Lieferant für verschiedenste Autozubehörteile mit Schwerpunkt im Bereich Elektronik gewandelt. In diese Unternehmensstruktur passt VDO gut hinein. Durch den Zusammenschluss rückt Continental in die TOP 5 der weltweiten Autozulieferer auf.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte die Übernahme: „Die Entscheidung ist gut für die Siemens AG, gut für die Arbeitsplätze und gut für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen.“

Ebenfalls heute kündigte Siemens an, das US-Unternehmen Dade Behring, das im Bereich der Medizintechnik aktiv ist, für rund sieben Milliarden Dollar zu kaufen.

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March 27, 2007

Siemens-Vorstandsmitglied Johannes Feldmayer verhaftet

Siemens-Vorstandsmitglied Johannes Feldmayer verhaftet

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Artikelstatus: Fertig 22:11, 27. Mär. 2007 (CEST)
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Das Siemens-Forum in Erlangen

Nürnberg / Erlangen (Deutschland), 27.03.2007 – Am heutigen Morgen wurde Johannes Feldmayer, ein Mitglied des Zentralvorstands von Siemens AG, verhaftet. Dem Manager wird Untreue vorgeworfen, da er einen Auftrag für eine Beraterfirma unter Leitung von Wilhelm Schelsky unterschrieben hat. Schelsky ist Vorsitzender der Arbeitnehmerorganisation AUB und hatte keine entsprechende Gegenleistung erbracht. Er wurde bereits Mitte Februar 2007 verhaftet. Darüber hinaus haben Durchsuchungen der Standorte in Nürnberg und Erlangen stattgefunden.

Weiter besteht seitens der Staatsanwaltschaft der Verdacht, das die AUB als unabhängige Gewerkschaft verdeckt mitfinanziert wurde. Damit habe die Siemensführung eine Konkurrenzorganisation zur IG Metall fördern wollen.

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January 3, 2007

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Schmiergeldzahlungen an das Saddam-Regime

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Schmiergeldzahlungen an das Saddam-Regime

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Artikelstatus: Fertig 23:00, 3. Jan. 2007 (CET)
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Nürnberg (Deutschland), 03.01.2007 – Die Vereinten Nationen hatten im Herbst 2005 eine Liste veröffentlicht, auf der unter anderem 63 deutsche Firmen stehen, die irakische Politiker im Zusammenhang mit der Aktion „Öl für Lebensmittel“ bestochen haben sollen. Diese Liste war Auslöser von Ermittlungen gegen viele deutsche Unternehmen. Das irakische Regime soll die Firmen aufgefordert haben, die Rechnungen um zehn Prozent, die in die irakische Staatskasse geflossen sein sollen, zu erhöhen.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg ermittelt laut einem Zeitungsbericht bereits seit November 2006 gegen den Elektronikkonzern Siemens. Es bestehe der Verdacht auf Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz durch illegale Schmiergeldzahlungen an hohe irakische Politiker in Saddam Husseins Regime. Auch der vor kurzem gehängte Ex-Diktator soll Bestechungsgelder erhalten haben. Insgesamt sollen mehr als 1,6 Millionen US-Dollar über Siemens-Auslandstöchter gezahlt worden sein. Auch im Ausland sollen gegebenenfalls bald Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg untersucht und übersetzt derzeit noch arabischsprachige Dokumente. Der Konzern hatte nach Angaben eines Sprechers keine Kenntnis von den Ermittlungen. Er erklärte weiterhin, dass Siemens sich nichts vorzuwerfen habe.

Siemens ermittelt nun auch intern wegen 420 Millionen Euro, die von Mitarbeitern veruntreut und auf schwarze Kassen ins Ausland verlagert worden sein sollen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Siemens wegen Schmiergeldzahlungen in die Nachrichten gerät. In einem anderen Fall haben zwei Manager vor einigen Jahren vermutlich sechs Millionen Dollar an einen italienischen Konzern namens Enel gezahlt haben, um Zuschläge für Gasturbinenlieferungen zu erhalten. Die beiden sollen bald einen Prozess in Darmstadt erhalten.

Wegen des gleichen Verdachts ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen Linde, den weltweit größten Industriegasekonzern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden Ende November mehrere Durchsuchungen von Büros in München vorgenommen. Es gehe um einen Gesamtbetrag zwischen zehntausend und fünfzigtausend Dollar, umgerechnet 38.000 Euro, der im Zusammenhang mit Ersatzteilen für Turbinen und Luftzerleger geflossen sein soll. Linde gab an, in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten.

Auch gegen weitere Unternehmen wurde ermittelt. Viele Ermittlungen wurden jedoch eingestellt oder stehen kurz vor der Einstellung. Bei Schering etwa geht es um einen Betrag von weniger als 10.000 Euro. Bei Fällen, die vor Gericht landen, drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Auch DaimlerChrysler steht auf der Liste. Dort wurden ranghohe Mitarbeiter wegen Verstrickungen in den Skandal suspendiert.

Deutsche Konzerne wurden kritisiert, dass interne Antikorruptionsarbeit nur mangelhaft funktioniere.

Auch der australische Weizenexporteur AWB Limited steht auf der Liste. Dieser soll für milliardenschwere Aufträge über 190 Millionen Dollar Schmiergelder bezahlt haben.

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December 13, 2006

Siemens-Affäre: Ex-Vorstand Thomas Ganswindt in Haft

Siemens-Affäre: Ex-Vorstand Thomas Ganswindt in Haft

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Artikelstatus: Fertig 21:29, 13. Dez. 2006 (CET)
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München (Deutschland), 13.12.2006 – Die Siemensaffäre um Schmiergelder, Bestechung und schwarze Kassen geht weiter. Gestern wurde der ehemalige Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt verhaftet. Die Polizei geht bei dem ehemaligen Manager von Fluchtgefahr aus. Laut „Welt“ soll er sich in der Justizvollzugsanstalt Landsberg befinden. Damit bewegen sich die Ermittlungen weiter in die Nähe des TOP-Managements von Siemens.

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Klaus Kleinfeld, stellt sich ebenso wie andere Manager der Führungsetage bereits auf einen Prozess ein. Kleinfeld engagierte den Strafrechtler Klaus Volk, der auch den Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, im Mannesmann-Prozess vertreten hatte, als seinen juristischen Beistand. Der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende, Heinrich von Pierer, hat ebenfalls einen Rechtsanwalt aus dem Mannesmann-Prozess mit der Vertretung seiner Interessen beauftragt: den Anwalt Sven Thomas, der den ehemaligen Mannesmann-Chef Klaus Esser verteidigt hatte.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München gehen von dem Verdacht aus, eine Gruppe von Siemensangestellten habe 200 Millionen Euro veruntreut und damit schwarze Kassen gefüllt, die dazu dienen sollten, durch Schmiergeldzahlungen Aufträge zu beschaffen. Insgesamt geht es um Zahlungen von 420 Millionen Euro in einem Zeitraum von sieben Jahren, die genauer untersucht werden.

Durch den Stand der Ermittlungen gerät Aufsichtsratschef von Pierer ebenfalls unter Druck. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) forderte am Mittwoch den Rücktritt von Pierers, weil er zur Zeit der untersuchten Vorfälle die Geschicke des Konzerns in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden führte. Aufgrund dieser Funktion stehe er einer umfassenden Aufklärung der Schmiergeldaffäre im Wege.

Trotz dieser Nachrichten blieb der Aktienkurs des Konzerns heute stabil. Kapitalanleger und Analysten nähmen die Vorwürfe relativ unaufgeregt zur Kenntnis, erläuterte das Handelsblatt die Situation auf dem Börsenparkett. Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck sagte dazu: „Solche Zahlungen hat es auch in vielen anderen Unternehmen gegeben. Man muss das nicht verniedlichen – aber das ist kein Bilanzskandal oder ähnliches, der das Geschäft von Siemens nachhaltig beeinflussen würde.“

Hansjörg Elshorst, Vorstandsvorsitzender von Transparency International, äußerte sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk zu dem Vorfall. Elshorst wies darauf hin, dass Siemens bei der Organisation Mitglied sei. Jedoch ruhe die Mitgliedschaft der Siemens AG gegenwärtig bei Transparency wegen eines anderen Korruptionsskandals.

Zu dem gegenwärtigen Korruptionsskandal führte Elshorst aus, dass ein System von Schmiergeldzahlungen „Ende der 90er Jahre in der gesamten Wirtschaft üblich“ gewesen sei. Er hält es jedoch für möglich, dass der damalige Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer über diese Praxis nicht informiert worden war. Auch diese mögliche Uninformiertheit habe möglicherweise Methode, so Elshorst weiter: „Das ist im Übrigen auch in anderen Firmen üblich, dass die nach außen agierende Spitze keine Ahnung hat, was läuft, und auf diese Weise umso überzeugender nach außen wirkt.“

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November 24, 2006

Siemens erhält Großauftrag aus Argentinien

Siemens erhält Großauftrag aus Argentinien

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Artikelstatus: Fertig 16:20, 24. Nov. 2006 (CET)
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Buenos Aires (Argentinien) / Erlangen (Deutschland), 24.11.2006 – Ein Konsortium, geführt von der Siemens Power Generation (PG), einem Tochterunternehmen der Siemens AG, hat zwei Großaufträge im Wert von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar zum Bau zweier Kraftwerke in Argentinien erhalten. Das Unternehmen aus Erlangen hat sich letztendlich gegen die beiden Konkurrenten Alstom SA aus Frankreich und der japanischen Mitsubishi Corp. durchgesetzt.

Bis zum Jahr 2008 sollen die beiden Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils ungefähr 830 Megawatt in Timbúes, in der Nähe der Millionenstadt Rosario, und in Campana, in der Provinz Buenos Aires entstehen. Der Auftrag enthält den Bau der beiden Gas- und Dampfturbinen Kraftwerke. Dafür liefert Siemens zwei Gasturbinen des Typs SGT5-4000F, eine SST-5000 Dampfturbine, das Leittechniksystem SPPA-T3000, die komplette Elektrotechnik und einen Abhitzedampferzeuger. Darüber hinaus wird das Unternehmen die Wartung der beiden Kraftwerke für eine Laufzeit von zehn Jahren übernehmen.

Die beide Anlagen sind Teil des nationalen Energieplans aus dem Jahr 2004. Argentinien verfügt momentan über eine installierte Kraftwerksleistung von 24.000 Megawatt, und die Wirtschaft, welche in den letzten drei Jahren durchschnittlich bei etwa neun Prozent wuchs, verlangt Strom, um den Bedarf, der bis 2015 auf 38.000 Megawatt ansteigen soll, zu decken. Die beiden geplanten Kraftwerke der unabhängigen Stromerzeuger Termoeléctrica Manuel Belgrano S.A. und Termoeléctrica José de San Martín S.A. sollen im Frühjahr 2009 mit voller Leistung den Betrieb aufnehmen.

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