Tote bei neuen Gefechten im Jemen

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Sanaa (Jemen), 08.04.2005– Bei neuen Gefechten kamen im Nordwesten des Jemen mindestens 70 Menschen ums Leben.

Offenbar haben Regierungstruppen am Mittwoch eine Offensive gegen Stellungen der Anhänger des schiitischen Predigers Hussein Badruddin al-Huthi gestartet, nachdem Verhandlungen zuvor gescheitert waren. Ein Stammesführer aus der Region spricht davon, dass Soldaten einer Anti-Terror-Einheit mit Fallschirmen über der Bergregion in der Provinz Saada, etwa 240 km von der Hauptstadt Sanaa entfernt, abgesprungen seien. Dutzende Regierungssoldaten seien bei der Offensive verletzt oder getötet worden. Die jemenitische Regierung wollte die Vorgänge bislang nicht kommentieren.

Seit dem 19. März 2005, dem Beginn der neuen Gewaltausbrüche, starben auf beiden Seiten insgesamt rund 170 Menschen.

Al-Huthi war zwischen 1993 und 1997 Parlamentsabgeordneter. Er wurde im September 2004, zusammen mit 200 Anhängern seiner Gruppe, bei Gefechten mit Regierungstruppen getötet. Angeblich soll nun sein Vater Badr al-Din al-Huthi die Gruppierung anführen. Die jemenitsche Regierung wirft ihr vor, Gewalt gegen Israel und die USA zu predigen. Die Rebellen gehören der schiitischen Glaubensrichtung der Zaiditen an.

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Quellen