Traian Basescu gewinnt Präsidentenwahlen in Rumänien

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Flagge Rumäniens

Bukarest (Rumänien), 13.12.2004 – Traian Băsescu hat die Präsidentenwahl in Rumänien gewonnen. Diese musste in einer Stichwahl mit seinem Gegenkandidaten Adrian Năstase entschieden werden. Nachdem 99 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, liegt er mit 51,23 Prozent vorne.

Am 28. November 2004 fand parallel zur Parlamentswahl auch die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Dort lag Nastase mit 41 Prozent noch deutlich vor Basescu mit 33 Prozent.

In Rumänien stehen sich zwei große politische Lager gegenüber: Die Sozialdemokratische Partei (PSD), die Nachfolgepartei der Kommunisten, und die vereinte konservative Opposition. Die anderen Parteien, wie etwa die der Minderheiten, spielten keine große Rolle. Beide Lager sind sich in dem Pro-EU-Kurs einig, auch die Ausrichtung zum westlichen Bündnis NATO ist mittlerweile klar. Der größte Vorwurf der konservativen Opposition an die Sozialisten ist zur Zeit die vorhandene Vetternwirtschaft.

Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2004 wurde der am 4. November 1951 in Basrabi geborene rumänische Politiker Traian Basescu Bürgermeister von Bukarest. In den Agenturmeldungen wird der ehemalige Hochseekapitän als neoliberal, ein anderes mal als fortschrittlich beschrieben. Auf jeden Fall steht er in Opposition zur stärksten politischen Partei, den alten Kommunisten (neo-Sozialisten (PSD)). Im Wahlkampf kündigte er an, die Korruption zu bekämpfen und die Steuern zu senken.

Adrian Nastase wurde am 22. Juni 1950 in Bukarest geboren und ist der derzeitige Premierminister des Landes. Der ehemalige Außenminister wurde am 28. Dezember 2000 zum Regierungschef gewählt und gehört der Sozialdemokratischen Partei Rumäniens (PDSR) an. Kunstsammler.

Im Jahr 2007 soll Rumänien der EU beitreten, noch im Dezember 2004 wird ein Beschluss auf einem EU-Gipfel erwartet. Adrian Nastase hatte als Regierungschef den Kurs des Landes in Richtung EU beschleunigt. Sein Gegenkandidat machte ihm aber die im Land vorhandene Korruption zum Vorwurf.

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Quellen