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August 26, 2016

Erdbeben zerstört über 200 antike Tempel in Myanmar

Erdbeben zerstört über 200 antike Tempel in Myanmar

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Veröffentlicht: 21:23, 26. Aug. 2016 (CEST)
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Tempel von Bagan

Bagan (Myanmar), 26.08.2016 – Behörden aus Myanmar berichten, dass in der gesamten Region Mandalay drei Menschen ums Leben kamen und mindestens 228 Tempel und Pagoden beschädigt wurden, nachdem ein Erdbeben der Stärke 6,8 das Land am 24. August 2016 erschütterte.

Unter den zerstörten Gebäuden waren auch 187 Tempel aus Ziegelstein in der antiken Königsstadt Bagan. Dies bedeutet einen Rückschlag für die Bemühungen des Landes, Bagan als UNESCO-Welterbestätte anzuerkennen. Bagan gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten Südostasiens und wird häufig mit Angkor Wat in Kambodscha oder Borobudur in Indonesien verglichen.

Bagan gilt als beliebtes Urlaubsziel und hat fast 3.000 Pagodentempel. Das letzte größere Beben, bei dem Tempel in Bagan zerstört wurden, reicht ins Jahr 1975 zurück.

Das starke Erdbeben war nicht nur in Myanmar, sondern auch in den Nachbarländern Bangladesch und Thailand spürbar.

Mittlerweile ist man in Myanmar dabei, die vom Erdbeben hinterlassenen Trümmer wegzuräumen. Die zerstörten Tempel sollen schnellstmöglich wieder aufgebaut werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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December 27, 2012

27 Tote bei Flugzeugabsturz in Kasachstan

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Veröffentlicht: 15:10, 27. Dez. 2012 (CET)
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Antonow An-72

Astana (Kasachstan), 27.12.2012 – Bei dem Absturz eines Militärflugzeuges sind in Kasachstan alle 27 Personen an Bord gestorben. Die Antonow An-72 war mit sieben Besatzungsmitgliedern und zwanzig weiteren Militärangehörigen in der Hauptstadt Astana gestartet und etwa 20 Kilometer entfernt von Schymkent abgestürzt. Das Wrack des Flugzeuges brannte nach dem Aufprall aus. Wie der staatliche Geheimdienst nach Angaben von RIA Nowosti bestätigte, war der Befehlshaber der Grenzschutztruppen Turganbek Stambekow unter den Toten.

Angaben aus kasachischen Sicherheitskreisen zufolge wurde die 1990 gebaute Maschine im Jahr 2012 zuletzt gewartet. Wie der in Moskau beheimatete kasachische Exilradiosender K+ berichtete, wurden nach dem Absturz Journalisten in der Berichterstattung behindert. Der kasachische Journalist Sergej Duwanow wies darauf hin, dass möglicherweise ein Zusammenhang bestehe zu den Morden an 13 Grenzschutzsoldaten im Mai dieses Jahres. Stambekow war im Anschluss an das Verbrechen, das dem 19-jährigen Grenzschutzsoldaten Wladislaw Schelach angelastet worden war, zum Oberbefehlshaber der Grenzschutztruppen ernannt worden. Schelach, der die Tat im Affekt begangen haben soll und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, hat sein Geständnis inzwischen widerrufen.

Der Flugzeugabsturz in Kasachstan war nicht der einzige Flugunfall während der Weihnachtstage. Einige Stunden zuvor war eine Fokker-100 einer privaten Fluggesellschaft in Myanmar bruchgelandet. Bei dem Zwischenfall im Osten des Landes starben etwa 450 Kilometer entfernt von Rangun eine elfjährige Passagierin und eine Person am Boden. Die 53 weiteren Personen an Bord kamen mit dem Schrecken oder leichten Blessuren davon. Hier dürfte schlechtes Wetter die Ursache für das Unglück gewesen sei. Nach Behördenangaben sei der Pilot in dichtem Nebel irrtümlich auf einer Straße statt am Flughafen gelandet.

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  • Portal:Luftfahrt


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May 25, 2012

Amnesty International äußert Kritik an deutschen Rüstungsexporten

Amnesty International äußert Kritik an deutschen Rüstungsexporten

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Veröffentlicht: 12:33, 25. Mai 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 25.05.2012 – Amnesty International hat den 50. Jahresbericht veröffentlicht. Die Jahresberichte von Amnesty geben ein weltweites Bild von der Lage der Menschenrechte. Im neuen „Amnesty Report“ werden in 101 von 155 Staaten Folter und Misshandlung durch die Sicherheitskräfte sowie in 91 Staaten Einschränkungen der Meinungsfreiheit dokumentiert.

Der Bericht kritisiert auch Deutschland, weil Roma in den Kosovo abgeschoben wurden. Roma werden im Kosovo diskriminiert. Außerdem hätten deutsche Rüstungsexporte nach Ägypten, Libyen, Bahrain und Jemen die Niederschlagung von dortigen Protestbewegungen möglich gemacht.

Der Generalsekretär von Amnesty International Deutschland, Wolfgang Grenz, sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Es ist ein Unding, dass es für den Handel mit Bananen und Dinosaurierknochen klare Regeln gibt, aber der Waffenhandel bisher international keiner Kontrolle unterliegt”. Grenz wies aber auch darauf hin, dass das Jahr 2011 ein „außergewöhnliches Jahr“ gewesen sei, in dem „weltweit unzählige Menschen auf die Straße gingen, um ihre Rechte einzufordern“. Wirtschaftliche und außenpolitische Interessen würden immer noch stärker gewichtet als die Menschenrechte.

Weitere Schwerpunkte des Berichts sind die Unterdrückung der Menschenrechte in China, mit denen die Regierung einer Bewegung nach dem Vorbild des Arabischen Frühlings zuvorkommen wollte, und andererseits die Besserung der Lage im Nachbarland Myanmar, dem früheren Birma. Erfreulich war die Abschaffung der Todesstrafe in Benin, Ghana, Nigeria und Sierra Leone sowie im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois im Jahr 2011. In Oregon wurden alle Hinrichtungen durch den Gouverneur gestoppt.

Wenige Tage vor der Durchführung des diesjährigen Eurovision Song Contest in Aserbaidschan, wies Amnesty auf die Missachtung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit in dem Land hin. Dort seien „17 gewaltlose politische Gefangene in Haft“, auf deren Freilassung hingewirkt werden müsse.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Amnesty International

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April 30, 2012

Myanmar: Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi leistet doch den Eid auf die Verfassung

Myanmar: Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi leistet doch den Eid auf die Verfassung

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Veröffentlicht: 22:20, 30. Apr. 2012 (CEST)
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Aung San Suu Kyi gives speech.jpg

Naypyidaw (Myanmar), 30.04.2012 – Wie die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi heute bekanntgab, haben sich die gewählten Abgeordneten der Partei Nationale Liga für Demokratie nunmehr entschlossen, den umstrittenen Eid auf die Verfassung von Myanmar zu leisten. Zunächst war die Eidesleistung mit der Begründung abgelehnt worden, dass die Verfassung die umstrittene Vormachtstellung des Militärs absichere.

Bei der Bekanntgabe betonte Suu Kyi: „Es ist der Wunsch des Volkes.“ Der Eid werde so schnell wie möglich geleistet werden. Suu Kyi zog erstmals selbst ins Parlament ein. Vergangene Woche hatten sich die Abgeordneten geweigert, den Eid auf die Verfassung zu leisten; sie verlangten eine Abwandlung der Formulierung. Die NLD hatte 43 der 45 möglichen Parlamentssitze gewonnen. Die Spitzenkandidaten der NLD gewannen laut Medienberichten in 112 von 129 Wahllokalen die meisten Stimmen. Ein Großteil der Sitze ist für Angehörige des Militärs reserviert.

1948 wurde Myanmar von Japan in die Unabhängigkeit entlassen. Bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen kennzeichneten die Entwicklung. Ethnische Minderheiten kämpften gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde das Land von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.

Am 14. Oktober 1991 wurde Aung San Suu Kyi für ihre Verdienste für die Demokratie und die Menschenrechte der Friedensnobelpreis zuerkannt. Sechs Jahre hatten die Militärs sie unter Hausarrest gestellt. Dieser wurde am 10. Juli 1995 aufgehoben.

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  • Portal:Myanmar

Gebäudekomplex des Parlaments

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April 9, 2011

Schwerer Busunfall nahe Bangkok

Schwerer Busunfall nahe Bangkok – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schwerer Busunfall nahe Bangkok

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Veröffentlicht: 13:05, 9. Apr. 2011 (CEST)
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Samut Sakhon (Thailand), 09.04.2011 – Am Montagmorgen, dem 4. April 2011, versuchte der Fahrer eines Lastwagens auf einer Schnellstraße in der Hafenstadt Samut Sakhon nahe Bangkok ein anderes Fahrzeug zu überholen. Dabei überfuhr er auf der Gegenfahrbahn wartende Arbeiter und einen bereitgestellten Bus. Unmittelbar nach dem Unfall flüchtete der Fahrer des Lastwagens.

Durch den Unfall starben sieben burmesische Gastarbeiter, 65 weitere Personen wurden verletzt. Als Schaulustige mit ihrem Kleintransporter anhielten, fuhr ein Personenwagen auf diesen auf. Bei diesem Folgeunfall verloren zwei weitere Menschen ihr Leben.

Einige der getöteten Gastarbeiter waren am Shrimpsmarkt in Bangkok beschäftigt. Der Bürgermeister von Samut Sakhon besuchte die Opfer im Krankenhaus und bot Hilfe an. Mehr als drei Millionen burmesische Gastarbeiter arbeiten in Thailand, die meisten als Hilfsarbeiter mit ungesichertem Aufenthaltsstatus. Unfälle sind häufig, Schadenersatzforderungen können die illegalen Immigranten in der Regel nicht stellen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Thailand
  • Portal:Verkehrsunfälle

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March 25, 2011

Myanmar: Erdbeben der Stärke 5 – über 70 Tote

Myanmar: Erdbeben der Stärke 5 – über 70 Tote

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Veröffentlicht: 23:12, 25. Mär. 2011 (CET)
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Epizentrum des Bebens im Nordosten Myanmars, im „Golden Dreieck“

Rangun (Myanmar), 25.03.2011 – Um 6:52 Uhr Ortszeit (00:22:39 UTC) ereignete sich im Nordosten des südasiatischen Staates Myanmar ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Epizentrum lag 90 Kilometer nördlich der thailändischen Stadt Chiang Rai und 170 Kilometer südwestlich der chinesischen Stadt Jinghong (Provinz Yunnan). Das meldete die US-Erdbebenwarte (USGS).

Unter Berufung auf offizielle Angaben aus Myanmar berichten Medien über mindestens 74 Tote und über 100 Verletzte. Mehr als 200 Gebäude sollen zerstört worden sein. In Thailand (Bezirk Mae Sai) gab es ebenfalls ein Todesopfer: Eine 52-jährige Frau starb, weil sie von einer einstürzenden Hauswand begraben wurde. Es kam im Laufe des Tages zu einer Serie von Nachbeben, die im „Goldenen Dreieck“ zwischen Myanmar, Thailand und Laos bei vielen Menschen Panik auslöste.

Das Beben war auch in der 774 Kilometer vom Epizentrum entfernten thailändischen Hauptstadt Bangkok spürbar. Aus der chinesischen Provinz Yunnan wird über erhebliche Schäden an der Bausubstanz berichtet. Hier sollen nach Angaben von Radio China International 4.771 Häuser beschädigt worden sein.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben

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January 31, 2011

Myanmar: Parlament tagte hinter verschlossenen Türen

Myanmar: Parlament tagte hinter verschlossenen Türen

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Veröffentlicht: 21:32, 31. Jan. 2011 (CET)
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Pyinmana (Myanmar), 31.01.2011 – Nach 22-jähriger Pause trat in Myanmar (vormals Birma) wieder ein Parlament zusammen. Die Öffentlichkeit war nicht zugelassen. Die Abgeordneten selbst wurden vor dem Betreten des Sitzungssaals in der Hauptstadt Pyinmana Naypyidaw nach elektronischen Aufzeichnungsgeräten durchsucht. Es herrscht Rede- und Meinungsfreiheit – solange dadurch die nationale Sicherheit und Einheit des Landes nicht gefährdet wird. Protestaktionen innerhalb des Parlamentsgebäudes werden mit Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet.

Parlamentarische Debatten nach westlichem Vorbild sind nicht zu erwarten. Nach der Verfassung von 2008 muss sich das Parlament einmal jährlich treffen. Seine Hauptaufgabe besteht in der Wahl des Präsidenten.

In dem Land, das seit 1962 von einer Militärdiktatur regiert wird, gibt es 2.200 politische Gefangene. Die größte Oppositionspartei, die National League for Democracy (NLD), war aufgelöst worden und daher nicht zur Wahl zugelassen. Ihre Vorsitzende, die Friedensnobelpreisträgerin, Aung San Suu Kyi, war erst kurz vor der Wahl aus ihrem jahrelangen Hausarrest freigelassen worden. Sie durfte nicht kandidieren. Den Wahlsieg der NLD im Jahr 1990 hatte die Junta nie anerkannt.

Die Wahl des heute konstituierten Parlaments fand am 7. November vergangenen Jahres statt. Internationale Wahlbeobachter hatten die Wahl als „Farce“ bezeichnet. Die Militärmachthaber hatten bereits im Voraus ein Viertel der Sitze für Militärvertreter reserviert. Ergebnis der Wahl, die herrschende Partei der Militärjunta „Union der Solidarität und Entwicklung“ (USDP) erhielt 80 Prozent der Sitze. Oppositionelle Kräfte in Myanmar machten „massiven Wahlbetrug“ für das Wahlergebnis verantwortlich.

Die NLD verstärkte unterdessen ihre internationale Internetpräsenz. Ihre Webseite ist unter der Adresse http://www.nldburma.org/ in englischer Sprache erreichbar. In einem Grußwort an die Leser der Webseite schrieb Suu Kyi, ein gutes Kommunikationssystem sei „grundlegend für unser Streben nach einem weltumspannenden demokratischen Netzwerk“.

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  • Parlamentswahlen in Myanmar: Manipulationsvorwürfe (08.11.2010)

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November 14, 2010

Myanmar: Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ist frei

Myanmar: Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ist frei

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Veröffentlicht: 16:48, 14. Nov. 2010 (CET)
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Rangun (Myanmar), 14.11.2010 – Die burmesische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi, die von der in Myanmar herrschenden Militärjunta seit 15 Jahren gefangen gehalten wird, wurde am gestrigen Samstag auf freien Fuß gesetzt. Tausende Anhänger begrüßten sie jubelnd, als sie sich am Tor ihres Hauses zeigte. 1991 hatte Suu Kyi für ihren Kampf um Demokratie und Menschenrechte in ihrem Land den Friedensnobelpreis erhalten. Das norwegische Nobelkomitee hat die Politikerin nun nach Norwegen eingeladen, um den Preis entgegenzunehmen. Wegen ihres Hausarrestes hatte die Preisträgerin ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen können.

Weltweit wurde die Freilassung der beliebten Politikerin mit Genugtuung aufgenommen. In einer ersten Ansprache an ihre Anhänger sagte Suu Kyi: „Wenn wir unsere Kraft richtig einsetzen, kann sie niemand brechen.“ Ihren Anhängern machte sie Mut ihren Kampf um Demokratie fortzuführen: „Mut bedeutet, dass wir uns beharrlich für das einsetzen, woran wir glauben… Mut bedeutet nicht, seine physische Kraft einzusetzen und laut zu werden.“ Gegen die Junta hege sie keine Rachegefühle. Während ihrer Gefangenschaft sei sie immer gut behandelt worden.

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November 12, 2010

Myanmar: Freilassung Aung San Suu Kyis angekündigt

Myanmar: Freilassung Aung San Suu Kyis angekündigt

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Veröffentlicht: 21:40, 12. Nov. 2010 (CET)
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Rangun (Myanmar), 12.11.2010 – Nachrichtenagenturen berichten, die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin und Idol der demokratischen Opposition in Myanmar, Aung San Suu Kyi, stehe unmittelbar bevor. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP versicherte ein Regierungsvertreter: „Die Behörden werden sie freilassen, das steht fest.“ Wann das geschehen wird, ist bislang unklar.

Suu Kyi, Generalsekretärin der verbotenen Partei „National League for Democracy“ (NLD), wird von der herrschenden Militärjunta Myanmars seit 15 Jahren im Gefängnis oder in Hausarrest gefangen gehalten. Suu Kyis Anwalt erklärte: „Wir denken, dass die Behörden sie freilassen werden, aber wir haben keine Bestätigung.“

Ihr Hausarrest wäre eigentlich schon im vergangenen Jahr abgelaufen. Im Mai 2009 hatte sich Suu Kyi jedoch vor Gericht verantworten müssen, weil ein US-Bürger angeblich in ihr bewachtes Haus in Rangun, in dem sie unter Arrest steht, eingedrungen war, um sie zu besuchen. Ihr Hausarrest war daraufhin um 18 Monate verlängert worden.

Reuters berichtet, dass sich am Freitag einige Dutzend Menschen vor der Absperrung an der zu ihrem Haus führenden Zufahrtsstraße versammelt hatten. Sie trugen Plakate mit sich, auf denen ein Bild Suu Kyis zu sehen war.

Anfang November hatte die seit 20 Jahren herrschende Militärjunta Scheinwahlen in Myanmar abgehalten. Internationale Beobachter zweifeln nicht daran, dass die Parteien, die die Militärjunta unterstützen, einen überwältigenden Sieg bei den Parlamentswahlen davon tragen werden und dass diese Wahlen durch die Militärjunta manipuliert wurden.

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November 8, 2010

Parlamentswahlen in Myanmar: Manipulationsvorwürfe

Parlamentswahlen in Myanmar: Manipulationsvorwürfe

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Veröffentlicht: 21:57, 8. Nov. 2010 (CET)
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Rangun (Myanmar), 08.11.2010 – Am Sonntag fanden in dem südostasiatischen Staat Myanmar Parlamentswahlen statt. Die herrschende Militärjunta, die sich selbst „Staatsrat für Frieden und Entwicklung“ nennt, führte zum ersten Mal seit ihrer Machtergreifung vor 20 Jahren Wahlen durch. Ziel des Wahlvorgangs sei die Bildung einer „neue[n] Zivilregierung“, ließ die Junta erklären. Westliche Medien berichten von massiven Wahlmanipulationen. Wahlergebnisse liegen bisher nur vereinzelt vor. Ein amtliches Endergebnis wird frühestens in einigen Wochen erwartet. US-Präsident Barack Obama nannte die Wahlen in Myanmar „weder frei noch fair“.

Gewählt wurden die Abgeordneten für zwei Parlamentskammern und 14 Regionalparlamente. Ein Viertel der Parlamentssitze wird von der Militärführung ohne Wahlvorgang per Dekret besetzt. Die wichtigste Oppositionspartei, die National League for Democracy (NLD), war vor der Wahl von der Militärjunta aufgelöst worden, weil sie zum Boykott der Wahl aufgerufen hatte. Die einflussreichste Oppositionspolitikerin, die der NLD angehörende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, steht nach wie vor unter Hausarrest.

Bekannt wurde, dass mehrere dem politischen Führer des Landes, General Than Shwe, ergebene Kandidaten aus der militärischen Führung des Landes Mandate erringen konnten. Beobachter gehen davon aus, dass das Wahlergebnis manipuliert ist. Wie Medien berichten, waren viele Wahlurnen bereits vor der Öffnung der Wahllokale mit zahlreichen Stimmzetteln gefüllt. Unabhängige Wahlbeobachter waren von der Militärjunta nicht zugelassen worden. Die Berichte über Unregelmäßigkeiten stammen von Augenzeugen vor Ort. Berichtet wird auch, dass teilweise unvollständige Wahllisten vorlagen, so dass Wähler daran gehindert waren, ihre Stimme abzugeben. Auch über unversiegelte Wahlurnen wird berichtet. Es gibt auch Aussagen darüber, dass Wahlbeamte die Wähler bei der Stimmabgabe unter Druck gesetzt haben sollen, damit diese ihre Stimme der USDP geben. Die USDP ist die Partei der Militärjunta.

Medien berichteten am Montag von massiven Kämpfen im Osten des Landes, in der Stadt Myawaddy (in der Nähe der Grenze zu Thailand). Die Kämpfe wurden sowohl von Regierungssprechern als auch von der „Karen National Union“ (KNU) bestätigt. Die Karen sind eine ethnische Minderheit in Myanmar, die seit Jahren gegen die Militärdiktatur kämpft und die selbst ebenso wie andere ethnische Minderheiten in Myanmar von der herrschenden Militärjunta systematisch verfolgt wird. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, sollen bei den Kämpfen mindestens drei Zivilisten getötet worden sein. Vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen sollen 10.000 Menschen – viele von ihnen überquerten in Booten einen Grenzfluss – nach Thailand geflohen sein. Nach thailändischen Angaben hat eine Rakete, die von Myanmar aus abgeschossen wurde, die thailändische Stadt Mae Sot getroffen. Dabei sollen fünf Menschen Verletzungen davon getragen haben.

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