Unwort des Jahres 2006 gewählt

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Artikelstatus: Fertig 22:17, 19. Jan. 2007 (CET)
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Köthen (Anhalt) (Deutschland), 19.01.2007 – Die Experten-Jury von der Universität Frankfurt am Main wählte das Wort „Freiwillige Ausreise“ zum Unwort des Jahres 2006. Dies gab Jury-Vorsitzender Horst Dieter Schlosser heute in Köthen in Sachsen-Anhalt bekannt.

Wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal ein Begriff zum Unwort des Jahres gekürt, der mit dem Leben von Ausländern in Deutschland zu tun hat. Das Wort stehe in einem schiefen Verhältnis zur Realität, begründete Schlosser die Entscheidung der Jury. Die Freiwilligkeit der Ausreise von Asylbewerbern müsse in vielen Fällen nämlich bezweifelt werden.

Auf Platz zwei landete der Begriff „Konsumopfer“, der von dem Modeschöpfer Wolfgang Joop kreiert wurde. Er meinte damit extrem magere Models, die zu Lasten ihrer Gesundheit hungern müssten, um dem Schönheitsideal der Konsumgesellschaft zu entsprechen.

Auf Platz drei landete der Begriff „Neiddebatte“. Sein Schöpfer, der ehemalige Bundesbankchef Ernst Welteke, wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es sich bei der Diskussion um die Angemessenheit von Spitzengehältern für Manager nur um einen Ausdruck von „kleinkariertem Neid“ handele.

Quellen