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August 23, 2016

Erstes Nacktrestaurant der Welt ist eröffnet

Erstes Nacktrestaurant der Welt ist eröffnet

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Veröffentlicht: 15:04, 23. Aug. 2016 (CEST)
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Das Gemälde von Carl Larsson (1853-1919) zeigt eine nackte Frau beim Schreiben

Paris (Frankreich), 23.08.2016 – In der DDR war das Nacktbaden an offenen Badeseen und auch beispielsweise an der Ostsee seit den 1970er Jahren weit verbreitet. In vielen Ländern der Erde gibt es gekennzeichnete Badestrände für das Nacktbaden. Oft wird in diesem Zusammenhang eine eigene Kultur propagiert, die kurz als FKK – als Freikörperkultur bezeichnet wird.

Im Juni diesen Jahres hatte in London das erste öffentliche Restaurant eröffnet, in dem alle Gäste nackt speisen können. Der Andrang war schon vor der Eröffnung riesengroß: Presseberichten zufolge gab es eine Warteliste von mehr als 40.000 Menschen, die bis Mitte September als Gäste erwartet werden.

Infolge des heißen Wetters gab es allerdings einige Probleme, da keine Klima-Anlage in dem Londoner Lokal eingebaut war. Der Betreiber hatte jedoch unabhängig davon schon ein zweites Restaurant in Paris geplant und konnte dieses bereits Ende Juli eröffnen, nachdem er die Filiale in London vorübergehend geschlossen hatte. Demzufolge wurden die Gäste, die sich bisher für London angemeldet hatten und dort keinen Einlass mehr fanden, nunmehr auf den Standort in Paris verwiesen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Frankreich

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March 24, 2016

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

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Veröffentlicht: 09:17, 24. März 2016 (CET)
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Das Bataclan-Theater in Paris: Hier wurden rund 90 Menschen von den Terroristen ermordet

Brüssel (Belgien), 24.03.2016 – Die belgische Polizei hat bei einer Razzia in der bei Brüssel gelegenen Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek den flüchtigen Attentäter Salah Abdeslam festgenommen. Abdeslam gilt als Hauptverantwortlicher für die Anschläge auf den Pariser Konzertsaal Bataclan und am Stade de France. Es war nach der Tat zwar von der Polizei bei Cambrai kontrolliert, jedoch nicht erkannt worden und hatte sich seitdem vor der Polizei verborgen. Entsprechende Meldungen bestätigte Belgiens Premierminister Charles Michel am Freitagabend (18. März) vor der Presse. Michel bestätigt damit Medienberichte und eine Twittermeldung von Theo Francken, dem Staatssekretär für Asyl und Immigration. Frankreichs Präsident François Hollande verlangte, die Auslieferung Abdeslams solle „so schnell wie möglich“ erfolgen. Der 26-jährige in Brüssel geborene Abdeslam wurde bei der Festnahme verletzt. Verhaftet wurden auch drei weitere Personen, die den mutmaßlichen Terroristen versteckt hatten, und ein weiterer Mittäter. Über die Identität der anderen Verhafteten machte die Polizei bislang keine Angaben. Im Zuge der Polizeirazzia waren Teile Molenbeeks abgeriegelt worden. Am Abend zogen die Einsatzkräfte ab, doch am Samstag wurden erneut Polizeikräfte nach Molenbeek geschickt.

Abdeslam hat den Ermittlungen zufolge die beim Attentat verwendeten Fahrzeuge und Unterkünfte angemietet und soll drei der Täter zum Bataclan-Theater gefahren haben. Insgesamt kamen 130 Menschen durch die Attentäter ums Leben. Nach Recherchen des SWR hat Abdeslam außerdem in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2015 in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm geparkt. In dieser Nacht waren drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft aus dieser verschwunden, sodass sie möglicherweise von Abdeslam abgeholt wurden.

Abdeslam hat die französische Staatsbürgerschaft, wehrt sich allerdings gegen seine Auslieferung nach Frankreich. „Wir werden die Auslieferung ablehnen“, erklärte Abdeslams Strafverteidiger Sven Mary. Die belgische Staatsanwaltschaft klagte unterdessen Abdeslam wegen Mordes an. Gefahndet wird noch nach mindestens zwei weiteren Personen, Mohamed Abrini und Soufinane Kaya, deren Identität noch nicht vollständig bestätigt ist.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris“.

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January 13, 2015

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

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Veröffentlicht: 22:34, 13. Jan. 2015 (CET)
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Einsatzkräfte vor dem Charlie-Hebdo-Büro am 7. Januar 2015, nach der Schießerei

Paris (Frankreich), 13.01.2015 – Die Attentäter, die am Mittwoch, dem 7. Januar 2015, den Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübt haben, sind tot. Im Zusammenhang mit dem Amoklauf in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo starben insgesamt 20 Menschen. Innenminister Bernard Cazeneuve zeigte sich bestürzt über die hohe Anzahl der Toten. Fast 90.000 Soldaten, Mitglieder von Eliteeinheiten und Polizisten waren an der Suche nach den mutmaßlichen Tätern beteiligt.

Die beiden Attentäter, die Brüder Chérif (32) und Saïd (34) Kouachi, die für den Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verantwortlich sein sollen, verschantzten sich, nachdem sie am Donnerstagmorgen 9:30 Uhr 80 Kilometer nordöstlich von Paris eine Tankstelle überfallen hatten, um sich Geld und Essen zu beschaffen, am Freitag dem 9. Januar am Vormittag in einer Druckerei im Ort Dammartin-en-Goële, nordöstlich von Paris. Einem Mitarbeiter der Druckerei gelang es, sich beim Eindringen der beiden Brüder in das Gebäude, in einem Schrank zu verstecken und die Polizei zu benachrichtigen. Gegen 12:30 Uhr belagerte die französische Polizei das Gelände um die Druckerei. Französische Behörden evakuierten drei Schulen in der Nähe und brachten die Schüler in eine entfernte Turnhalle. Dort konnten die Schüler von ihren Eltern abgeholt werden. Beim Zugriff der Einsatzkräfte wurden die beiden Attentäter getötet.

Ein weiterer, mutmaßlich beteiligter Täter, Amedy Coulibaly (32), wurde nach einer erneuten Schießerei, die ebenfalls am Freitag 9. Januar in einem Supermarkt an der Porte de Vincennes im Osten von Paris stattfand, von der Polizei erschossen. Bevor die Polizei den Supermarkt stürmte, tötete Coulibaly vier Personen in dem Supermarkt, der vor allem koschere Ware für Juden anbietet. Dies teilte der zuständige Oberstaatsanwalt François Molins mit. Die französische Polizei hatte zuvor die Ladenbesitzer in der Rue des Rosiers gebeten, ihre Geschäfte zu schließen. In der Rue des Rosiers befinden sich überwiegend jüdische Geschäfte und Restaurants.

Amedy Coulibaly soll bereits am Mittwoch 7. Januar eine Polizistin bei einer Schießerei auf offener Straße im Süden von Paris getötet haben; dabei war ein weiterer Polizist verletzt worden. Der genaue Verbleib von Coulibalys Freundin, der 26-jährigen Hayat Boumeddiene, die Informationen liefern könnte, ist ungeklärt. Zunächst war berichtet worden, Boumeddiene sei an der Schießerei in dem Supermarkt beteiligt gewesen, doch erwiesen sich diese Angaben als falsch. Allerdings war das Fahrzeug, mit dem Coulibaly zur Porte de Vincennes fuhr, auf den Namen Boumeddienes angemeldet. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu teilte inzwischen mit, dass Boumeddiene bereits am 2. Januar von Madrid nach Instanbul geflogen sei. Sie habe nach einigen Tagen Aufenthalt am 7. Januar die Türkei in Richtung Syrien verlassen. Hayat Boumeddiene soll im vergangenen Jahr mehr als 500 Telefongespräche mit Izzana Hamyd, der Gattin Chérif Kouachis, geführt haben. Izzana Hamyd soll seit dem Tag des Attentats auf „Charlie Hebdo“ von der französischen Polizei verhört werden.

Informationen sind inzwischen auch über Coulibaly selbst bekannt geworden. In den 2000er Jahren verbüßte der in Grigny als einziger Sohn einer Familie mit zehn Kindern aufgewachsene französische Staatsbürger mehrere Haftstrafen. Amedy Coulibaly soll Chérif Kouachi im Gefängnis kennengelernt haben. Spätestens seit ihrer Haftentlassung waren beide Anhänger des Terroristen Jamel (Djamel) Beghal, einem gebürtigen Algerier. In einem Telefonat, mit Journalisten des Fernsehsenders BFM TV, gab Coulibaly einige Stunden vor seinem Tod an, er sei von der Organisation: AQAP (Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) missioniert worden und gehöre dem Islamischen Staat an. Er habe sich mit den Kouachi-Brüdern abgesprochen. Ihm sei demnach der Angriff auf die Polizisten zugefallen, während die beiden Kouachis den Angriff auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ausführten.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Portal:Terrorismus
Wikinews-logo.svg   Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris (09.01.2015)

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January 9, 2015

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

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Veröffentlicht: 17:36, 09.01.2015 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.01.2015 – Der Anschlag am 7. Januar 2015 gegen 11 Uhr auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat weltweit Entsetzen, aber auch internationale Solidaritätsbekundungen zur Pressefreiheit ausgelöst. Die französischen Behörden gehen von einem islamistischen Tathintergrund aus.

Brandanschlag 2011 am Boulevard Davout auf die Redaktion von Charlie Hebdo

Die von Charlie Hebdo veröffentlichten Mohammed-Karikaturen hatten international Aufsehen erregt. Die Redaktion traf sich jeden Mittwoch um 10:00 Uhr. Ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume der Satirezeitung in der Rue Serpollet in Paris wurde bereits am 2. November 2011 verübt. Der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier stand seitdem unter Polizeischutz. Er und weitere Mitarbeiter der Redaktion wurden seit längerer Zeit mit dem Tode bedroht.

Bei dem jetzigen Anschlag hatten zwei maskierte Männer die Redaktionssitzung von Charlie Hebdo in der Rue Serpollet gestürmt und mit automatischen Gewehren gezielt auf die Anwesenden sowie weitere Personen geschossen. Es starben allein vier Zeichner von Charlie Hebdo – darunter Jean Cabut „Cabu”, Bernard Verlhac „Tignous”, Philippe Honoré und Georges Wolinski, der Herausgeber Stéphane Charbonnier, der Schriftsteller und Journalist Bernard Maris „Oncle Bernard” und zwei Polizeibeamte. Insgesamt kamen zwölf Menschen zu Tode. US-Präsident Obama sprach von einem „feigen, bösartigen Angriff“. Am Tag nach dem Attentat wurde Polizeipräsenz vor vielen Verlagshäusern in europäischen Städten angeordnet. In Berlin liegt bei der französischen Botschaft ein Kondolenzbuch aus. Die beiden großen muslimischen Organisationen in Frankreich verurteilten den blutigen Anschlag. Das iranische Außenministerium kritisierte die Tat und erklärte, ein solches Attentat habe nichts mit dem Islam zu tun. Vertreter der drei großen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in Deutschland erklärten in einem gemeinsamen auf Bild.de veröffentlichten Manifest: „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!”

Heute Mittag hat der islamische Prediger Abu Saad al-Ansari den Terroranschlag als erfolgreichen Beginn einer Serie von geplanten Anschlägen gegen Großbritannien und weitere mit den USA verbündete Staaten bezeichnet. Als Quelle für diese Behauptung werden laut der israelischen Zeitung Haaretz Beobachter einer Predigt in einer Moschee der irakischen Stadt Mosul angegeben.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Wikinews-logo.svg   Brandanschlag auf französische Satirezeitung (03.11.2011)
Wikinews-logo.svg   Alle Artikel zu Charlie Hebdo

Quellen

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October 12, 2014

Fotostrecke: Demonstration für eigenständige Region Elsass

Fotostrecke: Demonstration für eigenständige Region Elsass

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Veröffentlicht: 20:37, 12. Okt. 2014 (CEST)
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Straßburg (Frankreich), 12.10.2014 – In Straßburg fand gestern eine Kundgebung gegen die Pläne der Pariser Regierung statt, die französische Region Elsass mit den Regionen Lothringen und Champagne-Ardenne zu einer „Super-Region“ zu fusionieren. Nach Polizeiangaben nahmen 7000 Personen an der Demonstration teil, laut Veranstaltern waren es bis zu 20.000.

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September 21, 2014

Fotostrecke: Frauenfußball-WM: Sieger der Gruppe 7 steht fest

Fotostrecke: Frauenfußball-WM: Sieger der Gruppe 7 steht fest

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Veröffentlicht: 01:10, 21. Sep. 2014 (CEST)
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Pasching (Österreich), 21.09.2014 – Mit der französischen Nationalmannschaft steht der Sieger der Gruppe 7 der Fußball-Weltmeisterschaft 2015-Qualifikation fest. Trotz des Sieges Österreichs in Pasching gegen Kasachstan mit 5:1 (2:0) und des Sieges in St. Pölten gegen Ungarn mit 4:3 (3:2) und damit Platz zwei in der Gruppe reichte es am Schluss für die Österreicherinnen nicht, um die Playoffspiele der vier besten Gruppenzweiten zu erreichen, das Team scheidet aus dem Turnier aus.

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January 2, 2014

Michael Schumacher erleidet Schädel-Hirn-Trauma durch Skiunfall in Méribel

Michael Schumacher erleidet Schädel-Hirn-Trauma durch Skiunfall in Méribel

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Veröffentlicht: 20:13, 2. Jan. 2014 (CET)
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Méribel / Grenoble (Frankreich), 02.01.2014 – Am 29. Dezember 2013 stürzte Michael Schumacher beim Skifahren in einem Tiefschneegebiet mit vielen Felsen zwischen den beiden Pisten Chamois (rot) und Biche (blau) in Méribel im Département Savoie in Frankreich, als er über einen Felsen fuhr, und schlug mit der rechten Seite des Kopfes auf einem anderen Felsen auf. Er trug einen Skihelm, der beim Aufprall auf dem Felsen zerbrach. Durch den Sturz zog sich Schumacher ein Schädel-Hirn-Trauma zu.

Schumacher war nach dem Unfall zunächst bei Bewusstsein und ansprechbar, wirkte aber verwirrt und antwortete nicht auf Fragen. Er wurde zunächst mit einem Helikopter in das „Centre hospitalier intercommunal Albertville-Moûtiers“ in Moûtiers geflogen und von dort zur 80 Kilometer entfernten Universitätsklinik von Grenoble transportiert.

Nachdem er dort in mittlerweile komatösem Zustand eingeliefert worden war, wurde wegen einer Blutung zwischen Gehirn und Schädeldecke eine Notoperation durchgeführt. Schumacher wurde sediert und er wurde einer Hypothermie mit Körpertemperatur von etwa 34 bis 35 Grad Celsius unterworfen, um den Druck im Gehirn und dessen Sauerstoffbedarf zu senken. In der Nacht zum 31. Dezember 2013 wurde bei Schumacher eine weitere Operation durchgeführt, um ein Hämatom in der linken Schädelhälfte zu entfernen.

Der Zustand Schumachers ist noch immer sehr ernst, die zweite Operation konnte den Druck auf das Gehirn senken, aber eine Aussage über den weiteren Verlauf lässt sich noch immer nicht machen. Die behandelnden Ärzte wollen erst wieder etwas über die weitere Entwicklung sagen, wenn sich „etwas Entscheidendes“ ändert.

Quellen

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January 17, 2013

Frankreich interveniert gegen Islamisten in Mali

Frankreich interveniert gegen Islamisten in Mali

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Veröffentlicht: 15:06, 17. Jan. 2013 (CET)
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Reliefkarte Karte
Bamako
Bamako
Timbuktu
Timbuktu
Gao
Gao
Konna
Konna
Kidal
Kidal
Diabali
Diabali
Lage der im Artikel genannten Orte

Bamako (Mali) / Paris (Frankreich), 17.01.2013 – Französische Truppen gehen seit dem vergangenen Freitag (11.01.2013) in Mali gegen Islamisten vor. Die Intervention erfolgte auf Ersuchen der malischen Staatsführung. Französische Kampfflugzeuge flogen Luftangriffe auf die Städte Gao und Kidal des westafrikanischen Staates, die von den Rebellen gehalten werden. Über das Wochenende hatten französische Einheiten die Islamisten aus Konna verdrängt, doch starteten diese inzwischen eine Gegenoffensive und nahmen die von der regulären malischen Armee verteidigte Stadt Diabali ein. Die Stadt, die 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako liegt, hat strategische Bedeutung.

Abu Dardar, der Sprecher der Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), hat Frankreich Konsequenzen angedroht. „Wir werden Frankreich ins Herz treffen – überall, in Bamako, in Afrika und in Europa“, sagte Dardar. Die MUJAO ist eine von mehreren Organisationen, die im Nordosten des Landes gegen die Zentralregierung kämpfen.

EU und NATO wollen sich nicht militärisch an der Intervention beteiligen, begrüßten allerdings die französische Initiative. Frankreich will eine rasche Stationierung von 3.300 Soldaten aus den ECOWAS-Staaten. Diese Stationierung hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bereits im Dezember genehmigt; die Entsendung der Truppen war bislang jedoch erst für September 2013 geplant.

Unterdessen sind zahlreiche Bewohner aus der umkämpften Region geflüchtet. Das Büro des UN-Flüchtlingshochkommissars (UNHCR) sagte, dass Tausende von Maliern Binnenflüchtlinge oder in Nachbarländer geflüchtet seien. Besonders die humanitäre Situation in der zentral gelegenen Region Mopti verschlechtere sich aufgrund der Kämpfe rasch. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) schätzt, dass seit dem Beginn der französischen Intervention mehr als 30.000 Menschen geflüchtet sind, insgesamt seien in Mali rund 230.000 Menschen auf der Flucht.

„Diese erneuten Kämpfe, speziell im Zentrum und im Norden Malis, kommen zu einem Zeitpunkt, an dem geschätzte 4,2 Millionen Malier auf humanitäre Hilfe angewiesen sind“, sagte OCHA-Sprecher Jens Lærke. „Dies schließt… hunderttausende schlechternährter Kinder ein.“ Im vergangenen Jahr versorgte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen rund 1,2 Millionen Menschen in dem Land, mehr als eine Viertel Million davon in dem von Islamisten kontrollierten Norden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Opération Serval“.

Quellen[Bearbeiten]

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
Voice of America Logo.svg
Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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January 15, 2013

Somalia: Französischer Geiselbefreiungsversuch geht schief

Somalia: Französischer Geiselbefreiungsversuch geht schief

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Veröffentlicht: 11:24, 15. Jan. 2013 (CET)
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Somalia liegt am sogenannten Horn von Afrika

Mogadischu (Somalia) / Paris (Frankreich), 15.01.2013 – Der Versuch der Befreiung des französischen Geheimagenten Denis Allex, der sich seit Juli 2009 in der Gewalt der islamistischen Miliz al-Shabaab befunden haben soll, ist am vergangenen Freitag, dem 11. Januar, fehlgeschlagen. Dies bestätigte das französische Verteidigungsministerium am Samstag in Paris. Verteidungsminister Jean-Yves Le Drian sagte am Montag, aller Wahrscheinlichkeit nach sei die Geisel bei der Aktion getötet worden. „Alle Hinweise bestätigen uns in dieser Annahme“, so Le Drian. Allerdings gibt es widersprüchliche Angaben zu der Kommandoaktion.

Das 45-minütige Feuergefecht trug sich etwa einhundert Kilometer nordwestlich von Mogadischu zu. Bei der Militäraktion seien Paris zufolge zwei französische Soldaten und 17 „Terroristen“ getötet worden. Al-Schabaab behauptete über Twitter zudem, dass zahlreiche weitere französische Soldaten bei der Aktion verletzt worden seien. Zu dieser Angabe der Islamisten gibt es keine Bestätigung aus Paris. Den Islamisten zufolge sei, im Gegensatz zu den Verlautbarungen des französischen Verteidigungsministeriums, die Geisel allerdings noch am Leben. Lokale Augenzeuge sagen, dass acht unbeteiligte Zivilisten unter den Getöteten seien.

Al-Schabaab veröffentlichte nun über Twitter drei Bilder, die einen getöteten französischen Soldaten zeigen sollen. Die Bilder zeigen außer dem Leichnam auch Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände. Ein silbernes Kreuz an einer Halskette ist deutlich zu sehen. „Die Wiederkehr der Kreuzritter. Doch auch sein Kreuz konnte ihn nicht vor dem Schwert bewahren“, twitterten die Islamisten. „François Hollande, war es das wert?“ hieß es in einem separaten Tweet. Allerdings wurde bislang noch nicht bestätigt, dass die Bilder tatsächlich einen der getöteten Franzosen zeigen.

Allex – vermutlich ein Deckname – und ein Kollege waren am 14. Juli 2009 in Mogadischu gefangengenommen und verschleppt worden. Der Kollege konnte später fliehen. Al-Schabaab will einen islamistischen Staat in Somalia errichten und beherrscht vor allem Teile des Südens des Landes. Das letzte Lebenszeichen des mutmaßlichen Agenten des Auslandsgeheimdiensts DGSE stammt vom letzten Herbst; in einem Video übermittelte der Franzose die Forderung der Islamisten unter anderem danach, dass Frankreich seine Unterstützung der Mission der Afrikanischen Union in Somalia einstellen solle und diese Friedenstruppen abgezogen werden sollten.

Die französische Militäraktion sei von den US-Streitkräften technisch unterstützt worden, bestätigte US-Präsident Barack Obama in einem Schreiben an den Kongress der Vereinigten Staaten, jedoch seien US-Soldaten nicht direkt in die Aktion involviert gewesen. „US-Kampfflugzeuge traten kurzzeitig in somalischen Luftraum ein, um die Rettungsaktion falls nötig zu unterstützen“, so Obama. Aktiv hätten US-Soldaten nicht eingegriffen, schrieb der amerikanische Präsident. US-Medien schrieben, der US-Einsatz sei erst erfolgt, als die Franzosen auf hartnäckige Gegenwehr gestoßen waren. Es ist nicht bekannt geworden, ob die Amerikaner ihren Einsatz nicht fortführten, weil die Lage dies nicht ermöglichte, oder ob von französischer Seite ein Eingreifen von US-Kräften nicht angefordert wurde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Frankreich
  • Portal:Somalia
  • Portal:Arabische Welt

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August 1, 2012

Marseille: Mann auf offener Straße mit einer Kalaschnikow erschossen

Marseille: Mann auf offener Straße mit einer Kalaschnikow erschossen

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Veröffentlicht: 19:01, 1. Aug. 2012 (CEST)
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Marseille

Marseille (Frankreich), 01.08.2012 – Am Sonntag wurde ein 25-jähriger Mann in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille von mehreren Männern, die aus einem Auto gesprungen waren, beschossen und getötet. Dabei kam auch ein Sturmgewehr der Marke Kalaschnikow zum Einsatz.

Das Opfer selbst wurde bereits 17-mal von der Polizei festgenommen, unter Anderem wegen Handels mit Rauschgift. Der Mordtatort liegt an einem bekannten Drogenumschlagplatz der Stadt. In Marseille gibt es Ermittlungsverfahren zu ähnlich gelagerten Tötungsdelikten, bei denen ebenfalls schwere Waffen wie Maschinenpistolen verwendet worden sind. Die Polizei vermutet einen Bandenkrieg zwischen Drogendealern, in dem schon mehrere Personen getötet wurden.


Korrekturnotiz: Die Kalaschnikow ist keine Maschinenpistole, wie ursprünglich geschrieben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Frankreich
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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