Wahl des Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten vertagt

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Washington D.C. (USA), 12.04.2005 – Die Neuwahl des Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ist gestern gescheitert. Fünf Wahlgänge endeten mit einem Patt. Die Wahl des neuen Generalsekretärs der OAS wurde auf den 2. Mai vertagt.

Der chilenische Innenminister, José Miguel Insulza, und der mexikanische Außenminister, Luis Ernesto Derbez, kamen in allen Wahlgängen im Hauptsitz der OAS in Washington auf jeweils 17 Stimmen. Eine Neuwahl des Generalsekretärs der Organisation war nötig geworden, nachdem Miguel Rodriguez wegen Korruptionsvorwürfen im Oktober 2004 zurücktreten musste. Der ehemalige Präsident Costa Ricas amtierte weniger als einen Monat im Amt des OAS-Generalsekretärs.

Die Organisation Amerikanischer Staaten ist eine zwischenstaatliche Organisation Nord-, Süd- und Mittelamerikanischer Staaten. 35 unabhängige Staaten sind Mitglied der OAS, wobei Kuba seit 1962 ausgeschlossen ist. Die Ziele der Organisation sind laut ihrer Charta die Förderung der Demokratie, der Schutz der Menschenrechte, der Kampf gegen Kriminalität und Drogenhandel, die Sicherung des Friedens sowie die Schaffung einer panamerikanischen Freihandelszone.

José Miguel Insulza gehört der sozialdemokratischen Regierung Chiles an. Seine Kandidatur wird vor allem von den linken Regierungen in Venezuela, Argentinien und Chile unterstützt.

Luis Ernesto Derbez ist Außenminister in der konservativen mexikanischen Regierung von Präsident Vicente Fox. Lange Jahre war er als Funktionär bei der Weltbank tätig. Zu seinen Unterstützern in der Generalversammlung der OAS zählen Bolivien, Honduras und Belize.

Francisco Flores Pérez, ehemaliger Präsident von El-Salvador und Favorit der US-Regierung, hatte seine Kandidatur vor der Wahl zurückgezogen.

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Quellen