Zwei SPÖ-Politiker wurden aus Ryanair-Maschine geholt

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Artikelstatus: Fertig 14:20, 17. Apr. 2006 (CEST)
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Salzburg (Österreich), 17.04.2006 – Eine hochrangige Besuchsdelegation aus Österreich geriet bei einem Flug von Dublin nach Salzburg am Donnerstag beinahe in die Fänge der Polizei. In einer Ryanair-Maschine kam es kurz vor der Landung auf dem Salzburger Airport W. A. Mozart zum Eklat. Betroffen waren in der fast ausgebuchten Maschine unter anderem die beiden SPÖ-Politiker Heinz Schaden und Othmar Raus sowie die Skiläuferin Alexandra Meissnitzer und der Chef des Salzburger Flughafens Günther Auer.

Der Pilot der Maschine holte nach der Landung die Polizei, nachdem eine Stewardess der Ryanair in Streit mit den österreichischen Gästen geraten war. Sie flippte völlig aus, als Heinz Schaden nochmals aufstand, nachdem sie die Fluggäste aufgefordert hatte, ihre Plätze einzunehmen. Der Streit artete aus, und sie informierte den Piloten. Die Polizei sollte auf Wunsch des Piloten den stellvertretenden Landeshauptmann Raus sowie den Bürgermeister von Salzburg, Heinz Schaden, abführen.

Heinz Schaden hat angekündigt, nie mehr mit einem Flugzeug der Ryanair zu fliegen. Seiner Meinung nach war die Stewardess „völlig überfordert“. Der Fluggesellschaft wird er über seine Anwaltskanzlei einen Protestbrief wegen des inakzeptablen Verhaltens der Stewardess zukommen lassen. Der Bürgermeister sagte: „Es war wirklich eine ziemlich ungute Geschichte. Das war eine – vorsichtig formuliert – offenbar etwas überforderte Flugbegleiterin, die uns von Anfang an wie Schulbuben behandelt hat. Auf Grund einer Bitte von Flughafendirektor Günther Auer, ihm eine Rechnung der Ryanair zu geben, bin ich kurz noch einmal von meinem Sitz aufgestanden. Daraufhin hat mich die Stewardess quasi ultimativ aufgefordert, mich sofort wieder hinzusetzen.“ Laut Heinz Schaden hat sich die Dame auch gegenüber anderen Fluggästen „daneben“ benommen.

Die gewünschte Verhaftung fand nicht statt. Die herbeigerufene Polizei sah keinen Grund, die beiden Politiker festzunehmen. In einem Gespräch mit den Betroffenen wurde die Situation geklärt. Auch die Flughafenleitung Salzburg wird sich an Ryanair wenden und das „vollkommene Versagen der Crew“ zur Rede stellen. Eine Erklärung der Ryanair wird erwartet.

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