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January 11, 2006

Moderator Oliver Pocher zu Schmerzensgeld verurteilt

Moderator Oliver Pocher zu Schmerzensgeld verurteilt

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Artikelstatus: Fertig 21:32, 11. Jan. 2006 (CET)
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Hannover (Deutschland), 11.01.2006 – In der „Wetten, dass…?“-Sendung des ZDF vom Januar 2005 in Hannover hatte Oliver Pocher ein Interview mit einer 29-jährigen Frau geführt. Anlass war die Außenwette in der Hannoveraner Altstadt. Der Komiker fragte die Frau nach ihrem Alter. Nach ihrer Antwort sagte Pocher vor laufender Kamera: „Du siehst ganz schön alt aus für Dein Alter.“ Dann fügte er noch hinzu, sie solle sich doch am Besten einer Schönheitsoperation unterziehen.

Die Frau zeigte Pocher wegen Beleidigung bezüglich ihres Aussehens an. Das Verfahren lief vor dem Landgericht Hannover. Heute wurde Pocher zu einer Zahlung von 6.000 Euro verurteilt, nachdem sein Rechtsanwalt eine von der Richterin vorgeschlagene gütliche Einigung auf ein Schmerzensgeld zwischen 5.000 und 10.000 Euro abgelehnt hatte. Pocher habe das Persönlichkeitsrecht der 29-Jährigen verletzt und die Frau in aller Öffentlichkeit bloß gestellt. In der ZDF-Sendung habe sie nicht mit einer solchen Attacke rechnen müssen. Nach Meinung des Gerichts sei es Pocher nur darum gegangen, sich vor einem Millionenpublikum auf Kosten der Frau zu profilieren. Begründet hatten die Richter das Urteil mit herabsetzenden Äußerungen vor mehreren Millionen Fernsehzuschauern. Gefordert hatte die Frau 35.000 Euro. Die Richterin bezeichnete diesen Betrag jedoch als „weit überhöhte Forderung“. Sie kritisierte außerdem das Verhalten der Frau nach der Sendung. Durch ihre Auftritte in TV-Talkshows habe sie dazu beigetragen, dass der Vorfall präsent geblieben und möglicherweise auch weiter verbreitet wurde.

Klägerin und Beklagter nahmen an der Verhandlung nicht persönlich teil. Eine Stellungnahme Pochers zum Urteil steht noch aus.

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October 26, 2005

DFB-Pokal: Bayern gegen Aue

DFB-Pokal: Bayern gegen Aue – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

DFB-Pokal: Bayern gegen Aue

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Artikelstatus: Fertig 20:47, 3. Nov. 2005 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 26.10.2005 – Heute Abend finden die letzten Spiele der zweite Runde im DFB-Pokal statt. Insgesamt acht Spiele werden ausgetragen.

Erzgebirge Aue – Bayern München

Der FC Bayern München trifft um 20:30 Uhr auf den Zweitligisten Erzgebirge Aue. Obwohl die Begegnung in den Medien vielfach mit dem Aufeinandertreffen von „David und Goliath“ betitelt wird, steht Bayern-Trainer Felix Magath dem Spiel gewohnt pessimistischer entgegen: Die Mannschaft von Aue habe bei ihrem Heimspiel die Chance, „alles, was bisher in der Saison war, zu verändern.“

Hertha BSC Berlin – Borussia Mönchengladbach

Hertha BSC Berlin hat indes im Sinn, nach 21 Jahren erstmals wieder ein Heimspiel im DFB-Pokal zu gewinnen. Mit Borussia Mönchengladbach steht den Berlinern aber ein Team gegenüber, das nach fünf Spielen in der Bundesliga ohne Niederlage „mit Selbstbewusstsein anreist und die nächste Runde erreichen will“, so Gladbach-Trainer Horst Köppel. Dennoch sieht er sein Team in der Außenseiterrolle: „Für mich ist Hertha Favorit, das heißt aber nicht, dass wir uns verstecken werden.“.

Die übrigen Begegnungen

  • VfL Osnabrück – FSV Mainz 05
  • Arminia Bielfeld – Energie Cottbus
  • TSV 1860 München – MSV Duisburg
  • Hansa Rostock – VfB Suttgart
  • Offenbacher Kickers – Karlsruher SC
  • Hamburger SV – Bayer Leverkusen

Das ZDF überträgt heute Abend live ab 20:15 Uhr die Begegnung Erzgebirge Aue – FC Bayern München. Die anderen Spiele, die alle um 19:30 Uhr angepfiffen werden, fasst der Sender anschließend zusammen.

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September 24, 2005

Notlandung des Airbus womöglich wegen eines Konstruktionsfehlers

Notlandung des Airbus womöglich wegen eines Konstruktionsfehlers

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Artikelstatus: Fertig 09:41, 24. Sep. 2005 (CEST)
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Landung des Jet-Blue-Airbuss

Los Angeles (USA), 24.09.2005 – Einen Tag nach der Notlandung des A 320 der Billigfluglinie „jetBlue“ wurden weitere Zwischenfälle mit diesem Flugzeugtyp bekannt. Der Chef der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde, Howard Plagens, sagte gestern, es habe bereits in den vergangenen Jahren zwischen drei und sechs technische Defekte ähnlicher Art an diesen Flugzeugen gegeben.

Plagens ist auch der Chef der Kommission, die die gestrige Notlandung des Airbus untersucht. Seinen Angaben zufolge sind bereits mehrmals Probleme speziell mit dem Bugfahrwerk dieses Airbustyps aufgetreten.

Den Defekt am Bugfahrwerk hatten die Piloten festgestellt, als sie nach dem Start die vorderen Räder nicht einwandfrei einfahren konnten. Die Reifen standen im 90-Grad-Winkel quer und fingen bei der Notlandung Feuer. Der ganze Vorgang wurde dabei live im US-Fernsehen übertragen.

US-Zeitungen hatten dann auch in ihren heutigen Ausgaben nähere Details zu den aufgetreten Problemen beschrieben. So seien die Defekte an den Fahrwerken auf Wartungsarbeiten zurückzuführen, die mit dem hydraulischen Steuerungssystem zusammenhingen. Bereits im Jahr 2002 ereigneten sich zwei Vorfälle, bei denen ein Airbus der United Airlines notlandete.

Fragen an Airbus bezüglich der Häufung dieser Vorfälle wich der Flugzeughersteller zunächst aus. Ein Airbus-Sprecher äußerte sich dann doch gegenüber dem Online-Magazin „Der Spiegel“: „Wir können noch nicht sagen, ob der aktuelle Vorfall etwas mit vorherigen Ereignissen zu tun hat.“ Gestern hatte Airbus ein Team von Technikern nach Los Angeles zur Klärung der Schadensursache entsandt. Airbus betonte, dies sei nichts Außergewöhnliches, sondern bei jedem Vorfall mit einem ihrer Flugzeuge so üblich.

Ein weiterer Bericht in den US-Medien kam von der Tageszeitung „LA Times“. Sie verwies auf eine Studie aus Kanada, aus der hervorgeht, dass in den letzten fünfzehn Jahren 67 Zwischenfälle mit einem Airbus aus der A320er-Gruppe aufgetreten seien.

Als grundsätzliches Problem bezüglich der Flugsicherheit der Maschinen bezeichnete Plagens die Vorfälle nicht. Als Begründung gab er an, solche Vorkommnisse gäbe es auch mit Flugzeugen anderer Hersteller. Es wäre wegen solch eines Vorfalles auch noch nie ein Flugverbot für einen Airbus erlassen worden. Sehr wohl werde die Kommission während der kommenden Ermittlungen die bisherigen Schadensfälle mit Bugfahrwerken näher in Betracht ziehen. Sollten sich dann durchgehende Ursachen herauskristallisieren, versprach Plagens zu handeln.

Themenverwandte Artikel

  • US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses (23.09.2005)
  • Portal:Luftfahrt
  • Themenportal Airbus

Quellen

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September 23, 2005

US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses

US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses

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Artikelstatus: Fertig 11:03, 23. Sep. 2005 (CEST)
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Hinweis: „Achtung: Teile des Artikels wurden aufgrund Quellenvorgaben verfasst, die inhaltlich falsch sein könnten.
Siehe dazu die Richtigstellung


Landung des Jet-Blue-Airbus

Los Angeles (USA), 23.09.2005 – In den USA wurde gestern die Notlandung eines Passagierflugzeuges mit 139 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord erstmals live im Fernsehen übertragen.

Die Maschine, ein Airbus A 320 der US-amerikanischen Billigfluglinie „jetBlue“ mit dem Namen „Canyon Blue“ und der Flugnummer 292, befand sich auf dem Weg von Burbank in Kalifornien und sollte in New York landen.

Kurz nach dem Start bemerkte der Pilot einen Defekt am Bugfahrwerk, das vordere Fahrwerk inklusive der Reifen hatte sich seitlich verdreht. Der Pilot entschloss sich zur Notlandung. Die Luftsicherheitseinsatzkräfte wählten dazu den Flughafen in Los Angeles (LAX) aus. Dort existiert eine wesentlich längere Landebahn als in Burbank.

Nach der Genehmigung zur Notlandung durch die Luftsicherung bereitete der Pilot den Landevorgang sorgfältig vor. Mit einem Zusammenbrechen des defekten Bugrades musste er rechnen, andererseits war das Hauptfahrwerk intakt. Zunächst nahm der Pilot Kurs auf den Pazifik. Dort ließ er über dem Meer Kerosin ab, damit die Maschine beim Aufsetzen möglichst wenig Treibstoff an Bord hatte, das sich entzünden könnte. Am vorgesehenen Flughafen in Los Angeles bereiteten sich inzwischen Sanitäter und rund 100 Feuerwehrleute auf die Notlandung vor.

Während der Landevorbereitungen sahen die Passagiere über den Bord-TV-Sender einen Live-Bericht im amerikanischen Fernsehen, in dem über die bevorstehende Notlandung berichtet wurde. Auch der Landevorgang selbst wurde im Fernsehen übertragen, den Passagieren an Bord wurde jedoch wenige Minuten vor der Landung der Sender abgestellt.

Die Maschine setzte dann trotz des defekten Bugrades um 03:20 Uhr MESZ sicher auf der Landebahn auf. Das defekte Bugrad fing noch während des Landevorganges Feuer und ein Funkenregen sprühte unter der Maschine auf, es brach jedoch entgegen den Befürchtungen nicht zusammen. Glücklicherweise sprangen die Funken nicht von den Reifen auf die Maschine über. Die Passagiere konnten das Flugzeug über die regulären Treppen verlassen. Verletzt wurde niemand. Alle Passagiere wurden mit anderen Maschinen weitertransportiert.

Flugexperten bezeichneten die Landung des Piloten als Meisterleistung. Er hatte die Maschine während des Landevorganges mit dem vorderen Teil solange wie nur möglich in der Luft gehalten, um so wenig Druck wie möglich auf den defekten Reifen zu haben. Nach der geglückten Notlandung wurde eine Ermittlungskommission gegründet, die die Ursachen für das Verdrehen der Bugreifen eruieren soll. Die Kommission setzt sich aus der Federal Aviation Administration (FAA), dem National Transportation Safety Board und Vertretern von Airbus zusammen. Airbus gab noch am gleichen Tag bekannt, die Baureihe A 320 sei so gebaut worden, dass sie auch landen könne, wenn das Bugfahrwerk defekt sei. Die Fluglinie „jetBlue“ besitzt insgesamt 81 Flugzeuge des Typs A 320.

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September 5, 2005

TV-Duell: Schröder siegt – Merkel besser als erwartet

TV-Duell: Schröder siegt – Merkel besser als erwartet

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Umfrageergebnisse der vier Fernsehsender

Berlin (Deutschland), 05.09.2005 – Das einzige TV-Duell der Spitzenkandidaten der großen Parteien vor den vorgezogenen Wahlen zum Deutschen Bundestag am 18. September fand am gestrigen Abend in Berlin statt.

Der amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und seine Herausforderin Angela Merkel (CDU) stellten sich Fragen der vier Journalisten Sabine Christiansen (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Thomas Kausch (Sat.1) und Peter Klöppel (RTL).

Umfragen zufolge sahen die Bürger Gerhard Schröder in den meisten Punkten klar vorn. In der von RTL beauftragten Forsa-Umfrage sahen 54 Prozent der Befragten Schröder als Sieger, 31 Prozent stimmten für Merkel. Die ARD- und ZDF-Umfragen ergaben im Grunde ähnliches, Schröder kam hier auch auf knapp 50 und Angela Merkel auf rund 30 Prozent der Stimmen.

Wie auch schon die letzten Tage zuvor, wurde erneut heftig über Paul Kirchhofs Steuerkonzepte debattiert. Unter anderem hielt Merkel an einer Erhöhung der Mehrwertsteuer fest. Schröder kommentierte, ihr Finanzkonzept sei „wahrscheinlich auf Sand gebaut“. Schröder beteuerte, er schließe eine Mehrwertsteuererhöhung aus. Überhaupt dominierte das Thema Steuern den 90-minütigen Schlagabtausch. Schröder ließ darin verlauten, die Vereinheitlichung der Einkommensteuer auf 25 Prozent, wobei jegliche Ausnahmen gestrichen würden, sei ungerecht. „Man kann ja nicht ein ganzes Volk zum Versuchskaninchen machen.“

Für die hohen Benzinpreise machte Schröder die Mineralölkonzerne verantwortlich. Sie sollten „ein Stück weit ethische Verantwortung übernehmen und nicht nur ans Geldverdienen denken.“ In diesem Punkt zeigten sich beide einig.

Anders hingegen, als es um die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland ging. Während Schröder meinte, die Reformen würden langsam wirken, Deutschland sei „auf dem richtigen Dampfer“, rief Merkel zu mehr Engagement bei dem Reformprozess auf: „Wir können uns jetzt nicht einfach hinsetzen und warten, bis die Reformen greifen.“

Ebenso gegensätzlich waren die Meinungen bei der nur kurz angesprochenen Frage über einen EU-Beitritt der Türkei. Merkel sprach sich weiter gegen eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei aus, was Schröder als einen „außenpolitischen Fehler sondergleichen“ bezeichnete. Er hob erneut die wichtige geopolitische und geostrategische Bedeutung der Türkei hervor.

Insgesamt brachte das Rededuell inhaltlich keine neuen Erkenntnisse. Von vielen Seiten wurde bedauert, dass es kein zweites TV-Duell geben wird. Viele Punkte seien noch nicht oder noch nicht ausreichend angesprochen worden.

Das auf vier Sendern parallel übertragene TV-Duell hatte insgesamt einen Marktanteil von 59,7 Prozent und knapp 21 Millionen Zuschauer.

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  • Portal:Deutsche Bundestagswahl 2005

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April 15, 2005

Aussage Fischers in der Visa-Affäre voraussichtlich im TV

Aussage Fischers in der Visa-Affäre voraussichtlich im TV

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Joschka Fischer

Berlin (Deutschland), 15.04.2005 – Erstmalig wird im deutschen Fernsehen eine Aussage vor einem Untersuchungsausschuss voraussichtlich live übertragen. Zu dieser Einigung kam der Untersuchungsausschuss bestehend aus der Union, FDP und Koalition einstimmig am gestrigen Abend.

Bundesaußenminister Joschka Fischer wird seine Aussage am 25. April in Berlin vor dem Untersuchungsausschuss machen.

Schon am nächsten Donnerstag, dem 21. April müssen Ex-Staatsminister Ludger Volmer und der amtierende UN-Botschafter Gunter Pleuger aussagen. Auch Innenminister Otto Schily (SPD) wird noch eine Vorladung in den Untersuchungsausschuss erhalten. Der Termin wird wahrscheinlich am 8. Juli stattfinden. Zusätzlich werden im Laufe der Verhandlung der frühere Innenminister Manfred Kanther (CDU) und Ex-Außenminister Klaus Kinkel eine Vorladung zur Zeugenaussage erhalten.

Außenminister Fischer hat sich bereits öffentlich positiv zu der Live-Übertragung geäußert. Der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Uhl (CSU) wertete diese Aussage als Zustimmung zu den Fernsehaufnahmen. Grünen-Sprecher Jerzy Montag wertete dieses Ereignis als „historischen Einschnitt“.

Jetzt liegt es an den organisatorisch Verantwortlichen des Untersuchungsausschusses, aus der Aussage Fischers keine Show-Veranstaltung werden zu lassen, so CDU-Obmann Eckart von Klaeden.

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April 3, 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

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Steckenverlauf in Bahrain

Sakhir (Bahrain), 03.04.2005 – An diesem Wochenende war es soweit: Die Formel 1 gibt ihr zweites Gastspiel in der Wüste von Bahrain, der dritte von 19 WM-Läufen der Saison 2005 findet in Sakhir in Bahrain statt. Im Vorjahr konnten die beiden Ferraripiloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello einen Doppelsieg für das italienische Traditionsteam erringen, Jenson Button auf BAR-Honda komplettierte das Siegertreppchen.

Ausgangslage für 2005: Nachdem Dauerweltmeister Michael Schumacher, der zuletzt fünfmal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden konnte, und sein Ferrariteam, das sechsmal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen konnte, mit Problemen in die Saison gestartet sind, konnten die ersten beiden Rennen von den Renault-Piloten Giancarlo Fisichella (Melbourne) und Fernando Alonso (Sepang) gewonnen werden. Ferrari ist lediglich auf Platz vier der Konstrukteurswertung, Michael Schumacher steht auf Platz elf der Fahrerwertung.

Ferrari mit neuem Auto: Aufgrund des schlechten Saisonstartes will Ferrari das Debüt des neuen F2005 um zwei Rennen vorziehen. Bereits in Sakhir werden Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit ihrem neuen Auto unterwegs sein, als Ersatzauto steht erneut ein überarbeiteter F2004 bereit. Ein Nachteil ist allerdings, dass das neue Auto von den Einsatzfahrern nur sehr wenig getestet worden ist. Zudem steht ein mittelgroßes Fragezeichen hinter der Zuverlässigkeit der Boliden. Allerdings blieb dem Rennstall nach dem schlechten Saisonstart keine andere Wahl: Ferrari musste handeln, um den Anschluß an die WM-Spitze nicht völlig zu verlieren.

McLaren-Mercedes ohne Montoya: Weil er sich beim Tennisspielen einen Haarriss im Schulterblatt zugezogen hat, muss der Kolumbianer Juan Pablo Montoya pausieren. Er wird durch durch Pedro de la Rosa ersetzt. Der eigentliche Ersatzfahrer, Alexander Wurz, wird nur am Freitag ins Geschehen eingreifen, weil für den 1,86 Meter großen ehemalige Benetton-Pilot eine extralange Version des MP 4-20 gebaut werden muss. Da dieses Auto erst in der Woche vor dem Grand Prix fertiggestellt wurde, erhält Pedro de la Rosa den Vorzug, der bereits über 2.000 Kilometer mit dem Auto gefahren ist.

Renault in der Favoritenrolle: Nach einem hervorragenden Saisonstart gilt es für die Mannschaft um den schillernden Teamchef Flavio Briatore nun, diese Leistung zu bestätigen. Diese 56. Formel 1 Weltmeisterschaft ist mit 19 Rennen länger als jede andere der Vergangenheit, weswegen es besonders wichtig ist, seine Leistung zu konservieren. Vor dem Hintergrund des neuen Ferraris könnte es besonders schwer werden. Doch wer den Anspruch hat, Weltmeister zu werden, der muss alle anderen Teams regelmäßig besiegen.

Reifenkrieg: Aufgrund der neuen Reifenregelungen, wonach ein Satz Reifen das ganze Rennen halten muss und nicht mehr gewechselt werden darf, es sei denn, es liegt nachweislich ein Reifenschaden vor, hat Ferrari-Ausrüster Bridgestone zur Zeit wesentlich mehr Probleme als Konkurrent Michelin, die mit der geforderten längeren Haltbarkeitsdauer wesentlich besser zurechtzukommen scheinen. Hintergrund ist vermutlich, dass Michelin wesentlich mehr Teams unter Vertrag und damit mehr Testmöglichkeiten hat. Das ist allerdings aufgrund der Tatsache, dass Ferrari bei Bridgestone die unumstrittene Nummer Eins ist und alle anderen Teams sehen müssen, wie sie mit den Reifen klarkommen, nur allzu verständlich. Wenn Bridgestone seine Leistung nicht massiv steigern wird, ist es für Ferrari so gut wie unmöglich, Weltmeister zu werden. Wenn Bridgestone allerdings einen starken Reifen herstellt und der F2005 gut funktioniert, haben sie 17 Rennen vor Schluß noch alle Chancen.

Zeitplan: Am Freitag finden die ersten beiden freien Trainingssitzungen statt, die um 10:00 Uhr beziehungsweise 13:00 Uhr live auf Premiere und N-TV übertragen werden. Das zweite freie Training wird zusätzlich im ORF live übertragen.

Am Samstag wird es nach den beiden freien Trainings, die um 08:00 Uhr beziehungsweise 09:15 Uhr MESZ beginnen und live auf Premiere übertragen, um 12:00 Uhr erstmals richtig ernst: Die erste Qualifikationssitzung beginnt, die Fahrer gehen jeweils auf eine schnelle Runde. Neu in dieser Saison ist, dass die Zeiten aus der ersten Sitzung am Samstagmittag und aus der zweiten Sitzung am Sonntagmorgen addiert werden. Die Qualifikation wird live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen.

Am Sonntag steigt schließlich das große Finale: Um 09:30 Uhr MESZ beginnt die zweite Qualifikation, die wie das Rennen, das um 13:30 Uhr beginnt, live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen wird.

Freies Training am Freitag: Seit dieser Saison muss ein Rennmotor zwei komplette Rennwochenenden halten, weswegen der Freitag an Aussagekräftigkeit noch einmal verloren hat. Die Wichtigkeit des dritten Autos, das von den Teams, die im Vorjahr nicht auf den ersten vier Plätzen der Konstrukteurswertung landeten, eingesetzt werden darf, ist besonders wichtig. Die Bestzeit fuhr daher auch Toyota-Testfahrer Ricardo Zonta. Auf Platz zwei mit sechs Zehntelsekunden Rückstand kam allerdings schon Vorjahresweltmeister Michael Schumacher mit seinem neuen Ferrari F2005.

Das zweite freie Training stand ganz im Zeichen des McLaren-Mercedes-Testfahrers Alexander Wurz, der sich keine Sorgen um die Haltbarkeit seines Motors machen musste. Mit 1:30,695 Minuten fuhr er die schnellste Runde des Freitags. Damit hat er die Vormittagszeit um zirka 0,8 Sekunden unterboten. Ansonsten bestätigten die Renaults ihre Favoritenrolle mit den Plätzen zwei und sieben. Für Ferrari war nur Platz fünf für Michael Schumacher drin. Rubens Barrichello hatte Getriebeprobleme und konnte nicht teilnehmen. Erneut scheinen also die Renaults in der Favoritenrolle, während Ferrari mit Problemen zu kämpfen hat. Ein großes Fragezeichen steht hinter McLaren-Mercedes, die zwar die Geschwindigkeit haben, diese allerdings bislang nur schwer umsetzen konnten. Im ersten freien Training hatte Alexander Wurz einen Elektronikschaden, der ihn zu einem Abflug zwang. Am Samstag findet die erste Qualifikation statt.

Vielen Fans ist negativ aufgefallen, dass die Live-Übertragung bei N-TV fast vollständig ausfiel. Stattdessen wurden Berichte über den Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. in einer Endlosschleife wiederholt. Für die Sessions am Samstag und am Sonntag, die im deutschen Free-TV auf RTL gezeigt werden, ist das allerdings nicht zu erwarten.

Erste Qualifikation am Samstag: Am Samstagmittag fand die erste Qualifikationssession statt. Die vorläufige Pole-Position sicherte sich Fernando Alonso auf Renault mit einer Bestzeit von 1,29,848 Minuten. Zweiter wurde zunächst Jarno Trulli auf Toyota mit 0,145 Sekunden Rückstand. Michael Schumacher wurde im neuen Ferrari Dritter, er hat 0,389 Sekunden Rückstand.

Nick Heidfeld auf Williams-BMW wurde Vierter, Giancarlo Fisichella im zweiten Renault ist auf Platz fünf. Der zweite Williams-BMW Pilot, Mark Webber, wurde Sechster vor Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen, dessen Ersatzteamkollege Pedro de la Rosa auf Platz neun steht. Christian Klien auf Red-Bull steht damit auf Platz acht im Silberpfeil-Sandwich. Felipe Massa auf Sauber komplettiert die Top Ten. Ralf Schumacher auf Toyota ist elfter, Patrick Friesacher auf Minardi ist zwanzigster.

Ergebnis Qualifikation Samstag:

Pos. No. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1:29.848
2 16 Jarno Trulli Toyota 1:29.993
3 1 Michael Schumacher Ferrari 1:30.237
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 1:30.390
5 6 Giancarlo Fisichella Renault 1:30.445
6 7 Mark Webber Williams-BMW 1:30.592
7 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1:30.594
8 15 Christian Klien Red Bull Racing 1:30.646
9 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 1:30.725
10 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 1:30.933
11 17 Ralf Schumacher Toyota 1:30.952
12 3 Jenson Button BAR-Honda 1:30.957
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 1:31.113
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 1:31.211
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 1:31.826
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 1:32.318
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 1:33.190
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1:33.424
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 1:34.005
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 1:34.848

Trulli mit Sympathiebekundung für den Papst: Am Rande fiel auf, dass der italienische Toyota-Pilot Jarno Trulli an diesem Wochenende ein ganz besonderes Helmdesign hat: Er hat sich „G.P. II“ und ein Herz auf seinen Helm malen lassen. „G.P.II“ steht für Giovanni Paulus II., den italienischen Papstnamen Karol Wojtylas, der am Samstagabend gestorben ist.

Zweite Qualifikationseinheit am Sonntagmorgen: Erneut steht ein Renault auf der Pole-Position: Der Spanier Fernando Alonso konnte sich vor Michael Schumacher auf Ferrari den ersten Startplatz sichern. Jarno Trulli auf Toyota und Nick Heidfeld auf Williams-BMW stehen in der zweiten Reihe. Mark Webber im zweiten Williams-BMW steht gemeinsam mit Ralf Schumacher auf Toyota in der dritten Startreihe. Die beiden Silberpfeile von Pedro de la Rosa und Kimi Räikkönen stehen auf den Plätzen acht und neun. Vor ihnen steht Christian Klien auf Red Bull. Aufgrund eines Fahrfehlers in seiner schnellen Runde muss sich Giancarlo Fisichella im zweiten Renault mit dem zehnten Startplatz zufriedengeben.

Ergebnis Qualifikation Sonntag:

Pos. No. Fahrer Team Gesamtzeit
1 5 Fernando Alonso Renault 3:01.902
2 1 Michael Schumacher Ferrari 3:02.357
3 16 Jarno Trulli Toyota 3:02.660
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 3:03.217
5 7 Mark Webber Williams-BMW 3:03.262
6 17 Ralf Schumacher Toyota 3:03.271
7 15 Christian Klien Red Bull Racing 3:03.369
8 8 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 3:03.373
9 7 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 3:03.524
10 6 Giancarlo Fisichella Renault 3:03.765
11 3 Jenson Button BAR-Honda 3:04.348
12 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 3:05.202
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 3:05.563
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 3:05.844
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 3:07.693
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 3:07.983
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 3:09.428
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 3:10.143
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 3:10.422
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 3:11.261

Das Rennen: Auch beim dritten WM-Lauf 2005 konnte ein Renault gewinnen, zum zweiten Mal der Spanier Fernando Alonso, der mit 26 Punkten nun mehr und mehr zum WM-Favoriten wird. Zweiter wurde, wie schon in Malayisa vor 14 Tagen, der Italiener Jarno Trulli auf Toyota. Dessen Teamkollege Ralf Schumacher wurde Vierter, was für Toyota das beste Ergebnis seiner Teamgeschichte bedeutet. Kimi Räikkönen auf McLaren-Mercedes wurde Dritter, sein Teamkollege Pedro de la Rosa, der den verletzten Juan Pablo Montoya ersetzt, errang auf Platz fünf vier WM-Punkte. Dass er in Imola erneut im Silberpfeil sitzen wird, ist unwahrscheinlich: Selbst wenn Montoya nicht wieder fit sein sollte, würde vermutlich Alexander Wurz einspringen, der mit 1,86 Meter zu groß für den MP 4-20 ist. Eine Longversion wurde in der vergangenen Woche fertiggestellt, beim nächsten Rennen in drei Wochen ist davon auszugehen, dass der Österreicher Montoya ersetzen könnte.

Mark Webber auf Williams-BMW, Felipe Massa auf Sauber-Petronas und David Coulthard auf Red Bull komplettieren die Punkteränge. Der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hatte bis kurz vor Schluss Ambitionen auf den achten Platz, bis er von David Coulthard touchiert wurde und nach einem Aufhängungsschaden aufgeben musste.

Ferrari im Pech: Für Ferrari ist es erneut ein schwarzes Wochenende. Obwohl der F2005 ein Schritt nach vorne zu sein scheint, war das Rennen für Michael Schumacher bereits nach 13 Runden mit einem Hydraulikschaden beendet, Rubens Barrichello fiel im Laufe des Rennens mehr und mehr zurück. Am Ende blieb nur Platz neun, außerhalb der Punkte.

Endergebnis:

Pos. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1h29min18,531 sek
2 16 Jarno Trulli Toyota +13.4 sek
3 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes +32.0 sek
4 17 Ralf Schumacher Toyota +53.2 sek
5 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes +64.9 sek
6 7 Mark Webber Williams-BMW +74.7 sek
7 12 Felipe Massa Sauber-Petronas +1 Runde
8 14 David Coulthard Red Bull Racing +1 Runde
9 2 Rubens Barrichello Ferrari +1 Runde
10 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota +2 Runden
11 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas +3 Runden
12 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth +3 Runden
13 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth +4 Runden
ausgeschieden 3 Jenson Button BAR-Honda +11 Runden
ausgeschieden 4 Takuma Sato BAR-Honda +30 Runden
ausgeschieden 8 Nick Heidfeld Williams-BMW +32 Runden
ausgeschieden 1 Michael Schumacher Ferrari +45 Runden
ausgeschieden 6 Giancarlo Fisichella Renault +53 Runden
ausgeschieden 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota +55 Runden
ausgeschieden 15 Christian Klien Red Bull Racing +57 Runden

Ausblick: Die Formel 1 hat jetzt drei Wochen Pause. Erst am 24. April wird der Europaauftakt, der Große Preis von San Marino im italienischen Imola stattfinden.

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte AUS MAL BRN
1. Alonso Renault 26 6 10 10
2. Trulli Toyota 16 8 8
3. Fisichella Renault 10 10
4. R. Schumacher Toyota 9 4 5
4. Coulthard Red Bull Racing 9 5 3 1
6. Barrichelo Ferrari 8 8
6. Montoya McLaren 8 3 5
8. Webber Williams 7 4 3
8. Räikkönen McLaren 7 1 6
10. Heidfeld Williams 6 6
11. de la Rosa McLaren 4 4
12. Klien Red Bull Racing 3 2 1
13. M. Schumacher Ferrari 2 2
14. Massa Sauber 2 2

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 36
2. Toyota 25
3. McLaren 19
4. Williams 13
5. Red Bull Racing 12
6. Ferrari 10
7. Sauber 2

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April 2, 2005

Dänemark eröffnet Hans-Christian-Andersen-Jahr

Dänemark eröffnet Hans-Christian-Andersen-Jahr

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Hans Christian Andersen

Berlin (Deutschland) / Kopenhagen / Odense (Dänemark), 02.04.2005 – Am heutigen 200. Geburtstag des weltberühmten dänischen Dichters Hans Christian Andersen eröffnet Dänemark offiziell das „Hans-Christian-Andersen-Jahr“.

Bereits gegen Mittag fand in der dänischen Botschaft in Berlin der Festakt für Deutschland statt, während die eigentliche Eröffnung des Hans-Christian-Andersen-Jahres am Abend in Kopenhagen und seiner Heimatstadt Odense auf Fünen ist.

In Berlin traf sich Prinzessin Benedikte von Dänemark mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und eröffnete eine Ausstellung mit Grafiken und Collagen aus der Hand Andersens. Der dänische Botschafter Gunnar Ortmann betonte, dass der Andersen-Geburtstag in Dänemark zwar wie ein Nationalfeiertag begangen wird, aber wohl Deutschland dasjenige Land auf der Welt ist, wo mit nicht weniger als 1.400 Veranstaltungen wie nirgends sonst an den großen Dänen erinnert wird.

Parken ist das dänische Nationalstadion in Kopenhagen. Hier wird das H.C.-Andersen-Jahr im Beisein internationaler Prominenz eröffnet

Wie jedes Jahr am 2. April war auch heute der Eintritt im Hans-Christian-Andersen-Museum seiner Heimatstadt Odense frei. Anlässlich des 200. Jubiläums waren auf der Insel Fünen sämtliche Busse kostenlos, sodass alle Bürger die Möglichkeit erhielten, dabei zu sein. In der festlich geschmückten Stadt gab es diverse Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Ehrungen und von der Feuerwehr sogar Kakao und Kuchen für alle.

Seitens der Odenseer Stadtverwaltung gab es „grüne“ Veranstaltungen und Führungen für Einheimische und Besucher aus aller Welt im „Hans-Christian-Andersen-Wald“ und Märchengarten, dem „Hans-Christian-Andersen-Andersen-Garten“, wo daran erinnert wurde, dass der Naturfreund in seinem Werk alleine 144 Blumenarten beschreibt.

Schon am Vormittag war Königin Margrethe zusammen mit ihrem Mann, Prinz Henrik von Dänemark, und weiteren Angehörigen des Königshauses nach Odense gefahren. Die Monarchin erklärte am Freitag über ihre Kindheitserinnerungen an Andersens Prinzessinnen-Klischees: „Das war so weit weg wie die Meerjungfrauen in Bezug auf meine Auffassung über mich selbst und meinen Alltag.“

Freilich erzählte die Königin im TV-Interview, dass sie als heranwachsende Prinzessin erst die ganze Ironie Andersens begriff und sein Prinzessinnenbild in einer Welt verortet, wo es „vielleicht einen besseren Platz für ‘Originale’ gab.“

Eröffnungshow im Kopenhagener Nationalstadion: Im Parken findet um 20:00 Uhr nach Angaben von Danmarks Radio die größte TV-Show in der Geschichte Dänemarks statt. Unter Anwesenheit der dänischen Königsfamilie wird die Show „Once Upon a Time“ von Jean Michel Jarre eröffnet. 40.000 Gäste werden vor Ort erwartet.

Die Show wird unter anderem moderiert von Lars Ulrich (Metallica) und Cathy Freeman (australische Olympiasiegerin). Der Auftritt von Tina Turner steht an oberster Stelle einer ganzen Reihe von Prominenten wie Roger Moore, Isabel Allende und Harry Belafonte. Insgesamt werden 600 Akteure auftreten, einschließlich eines 350-köpfigen Kinderchores.

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Quellen

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January 29, 2005

Oscar-Verleihung 2005 – Ein deutscher Film wurde als bester ausländischer Film nominiert

Oscar-Verleihung 2005 – Ein deutscher Film wurde als bester ausländischer Film nominiert

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Los Angeles (Vereinigte Staaten), 29.01.2005 – Gestern wurden die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben.

Der deutsche Film Der Untergang (GB: Downfall) / (USA: The Downfall: Hitler and the End of the Third Reich) hat es zu den Academy-Awards geschafft. In der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film muss dieser gegen die vier Konkurrenten Wie im Himmel (SW: Så som i himmelen), Die Kinder des Monsieur Mathieu (FR: Les Choristes), Das Meer in mir (SP: Mar adentro) und „Yesterday“ antreten.

Zudem wurde der Film The Aviator elf Mal nominiert, darunter die Kategorien „Bester Film“, „Bester Regisseur“ und „Bester Hauptdarsteller“.

Zu sehen ist die Oscar-Verleihung am 27.02.2005 Live auf ProSieben ab 01:00 Uhr MEZ.

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December 14, 2004

Nürnberg im Wetten-dass-Fieber

Nürnberg im Wetten-dass-Fieber – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nürnberg im Wetten-dass-Fieber

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Nürnberg

Nürnberg (Deutschland), 14.12.2004 – Nach 23 Jahren Wetten dass..? und 152 Ausgaben kam am Samstag erstmals eine Sendung live aus Nürnberg. Für den Moderator Thomas Gottschalk war dies eine Rückkehr in seine Heimat Franken. Die Sendung verfolgten insgesamt 14,59 Millionen ZDF-Zuschauer, was einem Marktanteil von 46,9 Prozent entspricht.

Gäste dieser weihnachtlich gefärbten Show waren unter anderem: Iris Berben, Robbie Williams, Roger Federer, Marianne & Michael, Sarah Biasini, Jackie Chan, Anna Netrebko, Kylie Minogue, Brian May und Roger Taylor mit ihrem Musical „We will rock you“, Willy Astor sowie Andreas Köpke und Benjamin Auer. Robbie Williams und Kylie Minogue waren die Highlights der Sendung, Iris Berben sorgte für nachdenkliche Minuten. Sie berichtete unter anderem über ihre derzeitige Tournee mit dem Thema Hitler-Tagebücher.

Die Show fand im CCN CongressCenter Nürnberg statt, die Stadtwette auf dem Nürnberger Jakobsplatz. Für die Stadtwette sollten 300 Nürnberger Bürger als Weihnachtsbaum verkleiden und sich so aufstellen, dass mit der Weihnachtsbaumbeleuchtung die Form eines leuchtenden Weihnachtsbaums entsteht. Es kamen an die 600 „Weihnachtsbäume“ und die Wette war gewonnen. Die Moderation der Stadtwette hatte Karen Webb, die in Nürnberg aufgewachsen ist und jetzt beim ZDF arbeitet.

Es fanden fünf Wetten statt. Dabei versuchte ein Kandidat, das Gewicht von Zuschauern, die sich auf ein Brett auf seinen Bauch stellten, bis auf zwei Kilogramm genau zu schätzen, was ihm aber nicht gelang. Ebenso scheiterte eine Kandidatin mit dem Versuch, mit einem rohen Ei in der Hand mit Karateschlag fünf Ytong-Steine durchzuschlagen ohne das Ei zu zerstören. Erfolgreich erledigten ihre Aufgabe die Kandidaten, die über eine Strecke von Neonröhren gingen. Den Akteuren der zum Sieger gekürten Wette gelang es schließlich, ein Auto vom Boden eines Schwimmbeckens auftauchen zu lassen, indem sie auf- und abtauchend Atemluft in an das Fahrzeug gebundene Beutel bliesen. Bei der Jugendwette schließlich gelang es einem Brüderpaar aus der Gegend um Nürnberg verschiedene Rennautos auf einer Carrera-Bahn nur anhand der Fahrgeräusche zu identifizieren.

Seinen Wetteinsatz für die verlorene Stadtwette löste Thomas Gottschalk tags darauf in der Kirche St. Elisabeth am Jakobsplatz in Nürnberg ein. Er hielt eine nachdenkliche, dem Ort angemessen ernste Sonntags-Predigt über seine Beziehung zu Gott in der Welt des Showbusiness.

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Quellen

Originäre Berichterstattung
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