Erdbeben in Südperu zerstört tausende Häuser

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Veröffentlicht: 07:57, 25. Aug. 2016 (CEST)
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Chivay im Colca-Tal

Chivay (Peru), 25.08.2016 – Am Abend des 14. Augusts 2016 wurde der Süden Perus von einem Erdbeben der Stärke 5,2 erschüttert. Das Zentrum des Bebens befand sich nahe des Dorfes Chivay in der Region Arequipa. Vier Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, viele weitere wurden verletzt.

Chivay liegt inmitten des Colca-Tals, das als beliebte Urlaubsregion gilt und jedes Jahr tausende von Touristen anzieht. Mehr als 60 Nachbeben mit wechselnder Stärke folgten dem Erstbeben.

Das Epizentrum lag auch unweit der Siedlung Maca, die sich auf schlammigem Boden zwischen geologischen Störungslinien befindet und schon des Öfteren von Erdstößen heimgesucht wurde.

Während des Erdbebens wurde in der Provinz Caylloma gerade das wichtige Mariä-Himmelfahrt-Fest gefeiert. Die christliche Webseite Aleteia berichtet, wie erfreut viele Teilnehmer des Festes darüber waren, dass sie sich zum Zeitpunkt des Bebens nicht in ihren Häusern aufhielten.

„Die Einwohner von Chivay danken ihrer Schutzherrin, dass sie sie [während des Erdbebens] von ihren Häusern fernhielt. Stunden vor der Erdbewegung […] wurde unter freiem Himmel mit Musik und Tanz gefeiert… [Für einige] war es überraschend mit anzusehen, dass die Dorfbewohner für kurze Zeit nicht an den Zustand ihrer Häuser dachten, sondern weiterhin versuchten ihren Glauben durch Tanzen auszudrücken.“

Nach Berichten in den sozialen Medien erlitten andere Nachbarorte wie Yanque und Ichupampa ebenfalls große Schäden. So wurden in Ichupampa die Kirche und fast 160 Häuser zerstört, mehr als 600 Betroffene mussten die Nacht bei frierenden Temperaturen überstehen.

Für die Unterstützung der Opfer wurden von der Regierung mehrere humanitäre Hilfsprogramme eingerichtet.

Viele wichtige Hauptstraßen waren durch Erdrutsche, die von den Beben ausgelöst wurden, versperrt. Wasser und Nahrung wurden knapp, der Zugang zu den Ortschaften gestaltete sich schwierig. Viele Betroffene mussten bei frierenden Temperaturen draußen schlafen; Familien standen hilflos neben den Überresten ihrer Häuser und warteten ungeduldig auf Hilfe.

Der geplante Wiederaufbau der zerstörten Städte wird voraussichtlich bis Ende diesen Jahres dauern. Insgesamt kamen 693 Häuser zum Einsturz, 1.358 wurden für unbewohnbar erklärt. Unter diesen sind auch viele Kolonialzeitbauten, die unter Denkmalschutz stehen.

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