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Archive for March, 2008

Kanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier wollen nicht an Olympia-Eröffnung teilnehmen

Saturday, March 29th, 2008

Kanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier wollen nicht an Olympia-Eröffnung teilnehmen

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Veröffentlicht: 16:11, 29. Mär. 2008 (CET)
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Kranj (Slowenien), 29.03.2008 – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) werden voraussichtlich nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 8. August in Peking teilnehmen. Diese Entscheidung sei allerdings nicht auf Grund der aktuellen Lage in Tibet getroffen worden, denn eine Teilnahme an den Feierlichkeiten sei ohnehin nie geplant gewesen. „Insofern gibt es nichts abzusagen. Wie das andere Staatschefs für sich geplant haben, kann ich nicht beurteilen“, so Steinmeier. Einen Olympia-Boykott lehnte Steinmeier ab. Ein Nein zur Teilnahme an der Olympiade sei „weder eine Hilfe für die Menschen in China noch eine Hilfe für die Sportverbände“, sagte der deutsche Bundesaußenminister.

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  • Polens Premierminister will der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking fernbleiben (27. März 2008)

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Slowenien investiert ins Eisenbahnnetz – Bahnhof Maribor soll renoviert werden

Saturday, March 29th, 2008

Slowenien investiert ins Eisenbahnnetz – Bahnhof Maribor soll renoviert werden

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Veröffentlicht: 17:18, 29. Mär. 2008 (CET)
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Marktplatz in Maribor

Maribor (Slowenien), 29.03.2008 – Für die Erhaltung des Schienennetzes will Slowenien in diesem Jahr 9,4 Millionen Euro investieren. Diese Investitionen sind Teil eines Programms zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur des Landes, in die im Jahr 2008 etwa 300 Millionen Euro fließen sollen. Der Löwenanteil fließt dabei in die Modernisierung des Verkehrsträgers Straße.

Geplant ist auch die Renovierung des Bahnhofs in Maribor, die im Jahr 2008 voraussichtlich 2,3 Millionen Euro kosten wird. Der Bahnhof ist für das Land ein wichtiger Knotenpunkt. So gibt es etwa Direktverbindungen nach Zagreb, Rijeka, Graz und Wien. Als eine der wichtigsten Verbindungen des Landes gilt die Strecke zwischen Maribor und der Hauptstadt Ljubljana. Statt der theoretisch möglichen 160 Kilometer pro Stunde könne nach Angaben eines Bahnangestellten (im Jahr 2004) nur 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Im Jahr 2004 hieß es weiter, dass in den nächsten fünf Jahren (also bis 2009) 52 Millionen Euro in das Schienennetz investiert werden sollen.

Die slowenische Eisenbahn wurde 2003 in drei organisatorische Einheiten aufgeteilt: Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur. In Maribor wurde auch noch eine Agentur aus der Taufe gehoben, die auf dem Markt regulativ tätig sein soll.

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  • Portal:Eisenbahn
  • Portal:Verkehr

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Die hessische SPD sieht sich nach politischen Partnern um

Saturday, March 29th, 2008

Die hessische SPD sieht sich nach politischen Partnern um

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Veröffentlicht: 22:36, 29. Mär. 2008 (CET)
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Ypsilanti (Archiv)

Hanau (Deutschland), 29.03.2008 – Der heutige Samstag ist der Tag des Landesparteitags der hessischen SPD. Ein zentrales Thema der Veranstaltung in Hanau war das weitere Vorgehen der hessischen SPD nach den Landtagswahlen in diesem Jahr.

Aus diesen war die SPD zwar mit deutlichen Zuwächsen hervorgegangen und konnte so eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition unter Roland Koch verhindern, wie sie es vor der Wahl angestrebt hatte. Allerdings ermöglichte das Wahlergebnis auch keine rot-grüne Koalition. Das Vorhaben der Landesvorsitzenden und Spitzenkandidatin der SPD bei den Landtagswahlen, Andrea Ypsilanti, diese als Minderheitsregierung durchzusetzen, war am Protest der Abgeordneten Dagmar Metzger gescheitert. Die Landtagsabgeordnete hatte sich geweigert, dem Vorhaben bei einer Wahl im Landtag zuzustimmen, da sie dies als Wortbruch gegenüber den Wählern betrachtete. Ypsilanti hatte vor den Wahlen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei abgelehnt. Diese sollte aber nach Ypsilantis Vorstellung die Minderheitsregierung aus SPD und Grünen ermöglichen.

Als Reaktion auf das Scheitern dieses Vorhabens waren heute mehrere Varianten darüber in der Diskussion, wie die SPD nun die nächste Zeit in Hessen agieren sollte, da voraussichtlich Roland Koch zunächst als geschäftsführender Ministerpräsident im Amt bleiben wird.

Ein heute vorgelegter Leitantrag „Hessen braucht den Politikwechsel“ des Landesvorstandes sieht den Weg der hessischen Sozialdemokraten in den nächsten Monaten beim gezielten Suchen von Mehrheiten im Landtag durch andere Parteien, die in Abstimmungen einzelne Vorhaben der SPD unterstützen sollen. „Das gilt auch für die Linkspartei“ heißt es dort, allerdings auch für alle anderen Landtagsfraktionen und damit wohl auch die CDU, die im gleichen Antrag stark kritisiert wird. Dass die SPD dabei auf die Unterstützung der Linken treffen wird, deutete der Landesvorsitzende Willi van Ooyen in einem Interview Anfang diesen Monats in der Zeitung „Neues Deutschland“ an. Van Ooyen sagte, das Durchsetzen einzelner Vorhaben sei „ein Versuch, über den Koalitionszwang hinauszukommen.“

Der Vorschlag dieser Form der Zusammenarbeit auch mit der Linken wurde dabei von den Delegierten mit großer Mehrheit angenommen. Weiterhin behielt man sich eine Zusammenarbeit mit der FDP und den Grünen vor, eine sogenannte „Ampelkoalition“. Diese war jedoch von der FDP stets abgelehnt worden.

Während eine große Koalition beim Parteitag auf keine große Resonanz stoß, äußerte Ypsilantis Stellvertreter Jürgen Walter, dass eine Zusammenarbeit durchaus möglich sei. Dass dies unter Roland Koch stattfinden könnte, schloss allerdings auch er aus.

Während ihrer Rede auf dem Parteitag verteidigte Ypsilanti auch ihr stark kritisiertes Vorgehen der letzten Wochen. So hätte eine rot-grüne Minderheitskoalition trotz Schwierigkeiten das Land nach vorne gebracht.

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Komoren: Landung von Truppen der Afrikanischen Union auf Anjouan

Friday, March 28th, 2008

Komoren: Landung von Truppen der Afrikanischen Union auf Anjouan

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Veröffentlicht: 21:32, 28. Mär. 2008 (CET)
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Die Komoren liegen in der Straße von Mosambik.

Mutsamudu (Komoren), 28.03.2008 – Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und Angehörige der komorischen Streitkräfte haben die zu den Komoren gehörende Insel Anjouan besetzt. Der Staat der Komoren besteht aus drei Inseln; eine weitere Insel, Mayotte, ist ein Überseegebiet Frankreichs. An der Militäraktion waren Einheiten aus dem Sudan, Tansania, Libyen und dem Senegal beteiligt. Frankreich hatte logistische Unterstützung gewährt.

Auf Anjouan hatte Oberst Mohamed Bacar im Jahr 2001 die Macht ergriffen und eine Miliz aufgestellt. Er war bei Wahlen 2002 zum Regionalpräsident gewählt und 2007 wiedergewählt worden. Bacar hatte eine Unabhängigkeitserklärung der Insel angekündigt. Die Wahl im letzten Jahr wurde von der komorischen Regierung nicht anerkannt. Beobachter werten das Vorgehen der AU als ein Zeichen an andere abtrünnige Gebiete auf dem Kontinent.

Bacar ist nach Mayotte geflüchtet, wo er wegen illegaler Einreise und Waffenbesitz verhaftet wurde. Er ersuchte da um politisches Asyl. Die Nachricht hat zu Demonstrationen vor der französischen Botschaft in der Hauptstadt Moroni geführt. Die Komoren, die mit Frankreich kein Auslieferungsabkommen haben, verlangten die Herausgabe Bacars.

Die Invasionstruppen waren am 25. März auf der Insel gelandet und auf wenig Widerstand gestoßen. Nach Angaben des Krankenhauses sind in der Inselhauptstadt Mutsamudu mindestens elf Zivilpersonen bei Zusammenstößen verletzt worden. Zu den Angaben des komorischen Verteidigungsministers Mohammed Desara, es seien Kämpfer Bacars getötet worden, gibt es bislang keine unabhängigen Berichte.

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Sexueller Missbrauch von Kindern in 1.200 Fällen in Radevormwald

Friday, March 28th, 2008

Sexueller Missbrauch von Kindern in 1.200 Fällen in Radevormwald

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Veröffentlicht: 23:17, 28. Mär. 2008 (CET)
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Köln (Deutschland), 28.03.2008 – Vor dem Landgericht Köln hat am Donnerstag ein Aufsehen erregender Prozess begonnen, bei dem ein 50-jähriger Mann aus Radevormwald angeklagt ist, dem sexueller Missbrauch von Minderjährigen in 1.200 Fällen vorgeworfen wird. Opfer sind sechs Jungen zwischen neun und 15 Jahren. Bei einem damals elfjährigen Jungen kam es alleine zu 980 Vorfällen.

Tatort war ein Campingplatz an der Wupper-Talsperre, wo der Beschuldigte ein Haus besaß und als Platzwart tätig war. Dort im „Ferienpark Kräwinkel“ knüpfte er in einem Zeitraum von elf Jahren Kontakte zu Kindern, die sich mit ihren Eltern im Campingurlaub befanden. Bei regelmäßigen Besuchen der Jungen bei dem Platzwart sei es dann zu „beischlafähnlichen“ Handlungen gekommen. Sogar auf Freizeiten, zum Beispiel nach Spanien und in die Niederlande, war er mit ihnen unterwegs. Ans Tageslicht kamen die Taten, als ein heute 19-jähriges Opfer Anzeige erstattet hatte.

Der Angeklagte sagte heute unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Die Verteidigerin kündigte aber zu Beginn an, dass der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ablegen werde. Die Verteidigerin ließ verlauten, ihr Mandant habe das Bedürfnis „endlich die Wahrheit zu sagen. Es tut ihm alles wahnsinnig leid, und er würde es gerne ungeschehen machen“. Dem Täter drohen nun 15 Jahre Haft; sogar anschließende Sicherheitsverwahrung ist möglich.

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  • Portal:Recht in Nordrhein-Westfalen
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Polens Premierminister will der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking fernbleiben

Thursday, March 27th, 2008

Polens Premierminister will der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking fernbleiben

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Veröffentlicht: 19:15, 27. Mär. 2008 (CET)
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Donald Tusk mit dem US-Präsidenten George W. Bush

Warschau (Polen), 27.03.2008 – Der polnische Premierminister Donald Tusk will nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking teilnehmen. Gegenüber der polnischen Zeitung „Dziennik“ sagte Tusk, dass er die Anwesenheit von Politikern bei der Eröffnung als „unpassend“ empfinde. Damit ist er der erste europäische Regierungschef, der sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Laut ORF hat Tusk seinen Schritt mit dem Vorgehen Chinas in Tibet begründet.

Das polnische Außenministerium will die anderen EU-Staaten außerdem zu einer entschiedeneren Haltung gegenüber China bei diesem Thema bewegen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy schloss am Mittwoch ebenfalls ein Fernbleiben nicht aus. Boykott-Aufrufe aus Polen gibt es auch gegen die Hauptsponsoren der Spiele, unter anderem Coca Cola und Adidas.

Polen verzichtet in der Tibet-Frage offenbar auf diplomatische Rücksichtnahmen. So hat Bogdan Borusewicz, der Vorsitzende der zweiten Kammer des Parlaments, den Dalai Lama nach Polen eingeladen.

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Nicolas Sarkozys Staatsbesuch im Vereinigten Königreich

Thursday, March 27th, 2008

Nicolas Sarkozys Staatsbesuch im Vereinigten Königreich

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Veröffentlicht: 18:26, 27. Mär. 2008 (CET)
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Sarkozy (Archiv)

London (Vereinigtes Königreich), 27.03.2008 – Am gestrigen Mittwochvormittag begann der zweitägige Staatsbesuch des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland mit einem Empfang bei Königin Elisabeth II. Am Nachmittag hielt Sarkozy dann eine Rede vor dem Britischen Ober- und Unterhaus.

Eine besondere Bedeutung maß Sarkozy dem Treffen bereits vor dessen Beginn zu. So bezeichnete er es als eine Möglichkeit, „ein neues Kapitel“ in den zwischenstaatlichen Beziehungen der beiden Länder aufzuschlagen. Zudem hob Sarkozy dem „Figaro“ zufolge in einem Interview mit der BBC die Wichtigkeit Englands besonders hervor. Er sagte, Europa brauche die Engländer und fügte hinzu: „Wer kann glauben, man könne das Europa der Zukunft ohne die Engländer aufbauen? Wer kann glauben, dass Großbritannien alleine leben könnte und den Rest von Europa, das nur 30 Kilometer von der Insel entfernt ist, ignoriert?“

Die Annäherung zwischen Sarkozy und Großbritanniens Premierminister Gordon Brown erfolgt dabei unter dem Gesichtspunkt, dass unter deren jeweiligen Vorgängern, Jacques Chirac und Tony Blair, die Beziehungen der beiden Länder eine Talsohle durchschritten hatten. Zwar strebten auch Chirac und Blair zunächst eine Annäherung an, das Verhältnis litt jedoch später unter der Uneinigkeit der beiden über den Irakkrieg: Blair hatte diesen unterstützt, Chirac nicht.

In einer Analyse des BBC wird die Entwicklung jedoch auch als französische Reaktion auf verschlechterte Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland gesehen. So vertrage sich Sarkozy nicht sehr gut mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beobachter hatten das Verhältnis von Chirac und Merkel als entspannter betrachtet. Sarkozy bestritt diese Überlegungen jedoch indirekt, indem er sagte, eine stärkere britisch-französische Zusammenarbeit würde eine „Achse Berlin-Paris“ nicht ersetzen, sondern vervollständigen.

Die neue Annäherung könnte sich auch auf die Afghanistan-Politik der beiden Länder auswirken, die ein wichtiges Gesprächsthema zwischen Sarkozy und Brown werden soll. So betonte Sarkozy bereits im Vorfeld des Treffens, sein Land habe nicht die Absicht, Truppen aus Afghanistan abzuziehen, auch eine Aufstockung sei nicht ausgeschlossen. Allerdings zeigte er sich auch offen für eine neue Strategie, die darin bestehen solle, mehr Vertrauen in die Afghanen selber zu setzen.

Ein weiteres Thema des Treffens soll die Kernenergie sein.

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Karlsruhe will NPD-Schulungszentrum verhindern

Thursday, March 27th, 2008

Karlsruhe will NPD-Schulungszentrum verhindern

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Veröffentlicht: 22:33, 27. Mär. 2008 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 27.03.2008 – Die Stadt Karlsruhe will verhindern, dass eine Immobilie im Stadtteil Durlach an die rechtsradikale NPD vermietet wird. In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, die Stadt werde „mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen, dass das Gebäude in der Badener Straße 34 an die NPD vermietet wird“ .

In einem Schreiben an die Stadt hatte der Anwalt der neuen Eigentümer des Gebäudes bekannt gegeben, dass sich zwei Mietinteressenten bei ihm gemeldet hätten: zum einen die ehemalige Eigentümerin, die das Gebäude bis November letzten Jahres illegalerweise als Bordell genutzt hatte, und zum anderen die NPD, die das Gebäude laut dem Anwaltsschreiben als Wohn- und Gästehaus für Parteimitglieder nutzen wolle, gleichzeitig aber eine weitere Nutzung als Parteibüro oder „Nationales Zentrum“ prüfe. Unter anderem könnte die NPD dort dann „geschichtliche Ausstellungen, kleinere kulturelle Veranstaltungen und Kaderschulungen“ veranstalten. Auf seiner Website erklärt der Karlsruher Kreisverband der Partei, dass das Gebäude als Wahlkampfstützpunkt für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr dienen solle.

Oberbürgermeister Heinz Fenrich erteilte beiden Interessenten eine Absage. „Wir sind fest entschlossen, weder die NPD als Nutzerin im besagten Gebäude zu dulden noch sonstigen baurechtswidrigen Nutzungen, etwa als Bordell, tatenlos zuzusehen“, sagte Fenrich der Pressemitteilung zufolge. Der SPD-Kreisverband Karlsruhe Stadt und die SPD-Gemeinderatsfraktion sprachen sich am 20. März in einer gemeinsamen Pressemitteilung entschieden gegen ein NPD-Schulungszentrum in Karlsruhe aus. „In der Residenz des Rechts gibt es keinen Platz für Rechtsextreme. Wir unterstützen alle Bemühungen der Stadtverwaltung und des Oberbürgermeisters, das geplante NPD- Zentrum zu verhindern“, heißt es in der Pressemitteilung, in der auch auf die Stadt Delmenhorst hingewiesen wird, wo der Kauf eines ehemaligen Hotels durch die NPD rechtlich nicht zu verhindern war, die Bürger aber etwa ein Drittel der Kaufsumme von drei Millionen Euro durch private Spenden aufgebracht haben und das Gebäude schließlich von der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft gekauft wurde.

Bereits im Jahr 2003 hatte die rechtsextreme „Karlsruher Kameradschaft“ angekündigt, in Karlsruhe ein „nationales Zentrum“ errichten zu wollen. Das Vorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt. In letzter Zeit gab es Gerüchte, wonach sich die NPD für eine Immobilie in der Karlsruher Innenstadt interessiere. Im Gespräch war ein ehemaliges Hotel.

Am 23. März fand in Karlsruhe ein kleine Demonstration gegen die Pläne der NPD, sich in der Stadt fester zu etablieren, statt. In einem zu diesem Anlass verteilten Flugblatt wird darauf aufmerksam gemacht, dass die NPD seit Mitte 2006 versuche, im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Strukturen aufzubauen, um im bürgerlichen Anstrich rechtsextreme Positionen in die Gesellschaft zu transportieren. An die Stadt wurde appelliert, das Problem nicht länger totzuschweigen, da nur so der Aufbau von Strukturen der NPD zu verhindern sei.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Rechtsextremismus

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Adam-Air-Absturz war Pilotenfehler

Thursday, March 27th, 2008

Adam-Air-Absturz war Pilotenfehler

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Veröffentlicht: 13:39, 27. Mär. 2008 (CET)
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Adam-Air-Flug 574 stürzte ins Meer.

Jakarta (Indonesien), 27.03.2008 – Der Absturz einer Boeing 737 der indonesischen Billigfluggesellschaft Adam Air am 1. Januar 2007 war in erster Linie ein Pilotenfehler. Das ergaben die Ermittlungen fast 15 Monate nach dem Unglück.

Wie die indonesische Flugsicherheitsaufsicht feststellte, haben die Piloten zwar ein Problem mit dem Navigationssystem gemeldet, jedoch den Ernst der Lage verkannt. Der Autopilot hatte sich dann abgeschaltet, ohne dass die Piloten aufgrund der Kontrollleuchten und Displayanzeigen die manuelle Steuerung der Maschine übernahmen.

Die Piloten der Fluggesellschaft sind dem Bericht zufolge nicht auf die Selbstabschaltung des Autopiloten trainiert gewesen.

Bei dem Absturz der Maschine aus rund 11.000 Metern Höhe vor der Küste von Sulawesi waren alle 102 Personen an Bord getötet worden. Es dauerte mehrere Tage, bis Bruchstücke der Maschine und Gepäckstücke gefunden wurden. Das Wrack des Flugzeugs liegt in etwa 2.000 Metern Wassertiefe, aus der die beiden Flugschreiber erst nach mehreren Monaten geborgen werden konnten.

Im Jahr 2007 hatten sich noch weitere Zwischenfälle mit indonesischen Verkehrsflugzeugen ereignet. Bei der Bruchlandung einer Boeing 737 der Garuda beispielsweise wurden 21 Insassen getötet. Die Europäische Union hatte daraufhin alle indonesischen Fluggesellschaften aus dem europäischen Luftraum verbannt.

Die indonesischen Behörden haben für Adam Air ein dreimonatiges Flugverbot erlassen, nachdem eine Boeing 737-400 in diesem Monat mit 175 Insassen an Bord bei schlechtem Wetter von der Landebahn gerutscht war.

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Airbus: Verhandlungen über Verkauf der Standorte Varel, Nordenham und Augsburg gescheitert

Thursday, March 27th, 2008

Airbus: Verhandlungen über Verkauf der Standorte Varel, Nordenham und Augsburg gescheitert

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Veröffentlicht: 17:46, 27. Mär. 2008 (CET)
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Paris (Frankreich), 27.03.2008 – Die Verhandlungen über den Verkauf der beiden norddeutschen Airbusstandorte in Varel und Nordenham sowie des Standorts Augsburg in Bayern sind gescheitert. Im Rahmen der Sanierungsstrategie von Airbus („Power8“) plant die Firma den Verkauf von insgesamt sechs Werken in Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Von den Sparmaßnahmen sind 9.400 Beschäftigte betroffen. Diese Fakten gab heute der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS bekannt. Noch am Freitag letzter Woche war das Scheitern der Verhandlungen dementiert worden. Weiter hieß es in der vorigen Woche, die Verhandlungen würden durch die Schwäche des Dollars und die unruhige Situation auf den Finanzmärkten belastet.

Als aussichtsreicher Kandidat für die Übernahme der deutschen Standorte war bisher ein Konsortium aus MT Aerospace und OHB Technology gehandelt worden. Die OHB Technology ist in den Geschäftsfeldern Raumfahrtsysteme, Raumtransport und Satellitenbetrieb tätig. MT Aerospace, eine Tochter der Bremer OHB-Gruppe, ist nach eigener Aussage ein „etablierter Zulieferer für die Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie“. Zu seiner Produktpalette gehören Raketenteile, Treibstofftanks und Radioteleskope. OHB Technology hat 1.200 Beschäftigte und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 219 Millionen Euro (plus 34 Prozent), MT Aerospace hat 570 Mitarbeiter (Umsatzziel für 2007: 110 Millionen Euro). Wie Airbuschef Tom Enders heute sagte, konnte das von Airbus gesteckte Ziel mit diesen Partnern nicht erreicht werden: „Wir haben immer gesagt, dass wir nur an ökonomisch und industriell gesunden Lösungen interessiert sind. Wir wollen die Zukunft dieser Standorte mit starken Partnern sicherstellen, die die Technologie- und Entwicklungskosten sowie Kapitalinvestitionen teilen und in der Lage sind einen großen Produktionsoutput zu konkurrenzfähigen Kosten zu liefern. Mit OHB gelangten wir einfach nicht an diesen Punkt.“ (übersetzt aus dem Englischen) Enders sagte weiter, der Konzern halte an seinem Ziel fest, die Voraussetzungen für die Erfüllung des Zeitplans für die Auslieferung des A350 zu schaffen.

Die Arbeitsplätze der Airbus-Mitarbeiter in Hamburg scheinen bis auf Weiteres gesichert zu sein. Gestern war bekannt geworden, dass die A320-Endmontage nun auch am Hamburger Standort beginnen soll. Gegenüber Financial Times Deutschland sagte eine Sprecherin des Unternehmens, im laufenden Jahr sollen in Hamburg zehn A320-Modelle gefertigt werden. Die Flugzeuge der Kleinserie von Airbus waren bisher ausschließlich in Toulouse gefertigt worden. Die Planungen sehen für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg der Zahl der in Hamburg endmontierten A320-Modelle vor. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts ist geplant, auch das Nachfolgemodell des A320 in Hamburg montieren zu lassen.

Im Zusammenhang mit der Vergabe eines lukrativen Rüstungsauftrages durch das US-Verteidigungsministerium an EADS befürchten die Gewerkschaften einen Abbau von Arbeitsplätzen in Europa. Sie lehnen das Sanierungsprogramm „Power8“ ab, weil damit Arbeitsplätze bedroht würden. Bis 2010 sollen durch das Sparprogramm 10.000 Stellen bei Airbus abgebaut werden.

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