Zunehmende Proteste gegen Kerosinregen

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Das beschauliche Örtchen Maikammer wird Ort der Demonstration

Maikammer (Deutschland), 02.09.2018 – Nachdem in jüngerer Vergangenheit wiederholt und in der Menge zunehmend Kerosin von Flugzeugen über der Pfalz abgelassen wurde, wird der dortige Protest immer lauter. Für Sonntag, den 2. September 2018, wurde im pfälzischen Örtchen Maikammer eine Demonstration angekündigt.

Die Demonstraion wurde von der Initiative Pro Pfälzerwald angekündigt und soll mit run 100 Teilnehmern an der dortigen Totenkopfhütte stattfinden. Die politischen Parteien unterstützen diese Initiative; der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Martin Haller wird vor Ort erwartet. Christian Baldauf, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, zeigte vollstes Verständnis für die Verunsicherung und Sorge der Bürger.Erst eine Woche zuvor hatte die Initiative Pro Pfälzerei über 70.000 Stimmen im Rahmen einer Petition gegen die Kerosinabwürfe gesammelt. Sie verweist darauf, dass allein über dem UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald in den vergangenen drei Jahren einige hundert Tonnen des giftigen Flugzeugstreibstoffs niedergingen.

Auch die Landesregierung will gegen die Kerosinabwürfe vorgehen. Mit einer Bundesratsinitiative soll mehr Transparanz erreicht und die Entwicklung von Alternativen vorangetrieben werden. Die Regierung verweist auch auf den Koalitionsvertrag, wonach binnen 24 Stunden eine Information über jeden Treibstoffablass veröffentlicht werden soll. Insoweit sei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in der Pflicht. Landesmweltministerin Ulrike Höfken und Landeswirtschaftsminister Volker Wissing sollen mit dem Bundesverkehrsministerium ein Gutachten erarbeiten, um die vom Kerison ausgehenden Gefahren für Menschen und Tierezu klären.

Daneben hat auch der Kreistag des Landkreises Kaiserslautern in einer Resolution an Landes- und Bundesregierung eine zeitnahe Information über Kerosinabwürfe gefordert. Er forderte zugleich neue wissenschaftliche Untersuchungen zu möglichen Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Die Stadt Kaiserslautern will sich demnächst ebenfalls mit einer solchen Resolution befassen. Vorbild war wohl eine Resolution des Bezirksverbandes Pfalz aus der vorangegangenen Woche.

Hintergrund der Kerosinabwürfe ist ein Notverfahren im Luftverkehr. Zeigen sich kurz nach dem Start an Flugzeugen technische Probleme, müssen diese umkehren. In vollgetanktem Zustand überschreiten sie aber das zulässige Landegewicht, weshalb sie aus Sicherheitsgründen Treibstoff ablassen müssen. Hierzu weist ihnen die W:Flugsicherung im hessischen Langen bei Frankfurt a. M. einen Luftraum über wenig besiedeltem Gebiet zu. Davon sind überproportional oft Pfalz, Hunsrück und das Saarland betroffen.

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Quellen[Bearbeiten]

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