Japan: Koizumi verärgert China und Südkorea mit Schreinbesuch

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Artikelstatus: Fertig 21:26, 20. Okt. 2005 (CEST)
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Der Yasukuni-Schrein in Tōkyō

Junichirō Koizumi

Tōkyō (Japan), 17.10.2005 – Japans Ministerpräsident Junichirō Koizumi hat heute den umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tōkyō besucht. Der shintōistische Schrein gilt im Ausland als Symbol des japanischen Imperialismus und Militarismus. Dort werden alle japanischen Kriegstoten verehrt, darunter auch Kriegsverbrecher.

China und Südkorea reagierten scharf auf diese „Provokation“, wie der chinesische Botschafter Wang Yi den Besuch bezeichnete. Südkoreas Außenminister Ban Ki Moon äußerte gegenüber dem japanischen Botschafter seine „tiefe Ablehnung“. Experten befürchten, der Konflikt könnte auch wirtschaftliche Folgen haben. 13 Prozent der japanischen Exporte (212 Milliarden US-Dollar) gehen nach China.

Mit dem Besuch stellt sich Koizumi gegen ein Gerichtsurteil des Hohen Gerichtshofs von Ōsaka. Das Gericht hatte im September die traditionellen Besuche des Regierungsschefs als Verstoß gegen die Trennung von Staat und Religion eingestuft. Allerdings hielt er sich bei diesem Besuch etwas zurück. Er erschien nicht in traditioneller japanischer Kleidung und betrat den Schrein auch nicht. Er betete nur einen Moment davor.

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Quellen