Rekordwetter hält auch im Frühling an

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Artikelstatus: Fertig 12:18, 1. Jun. 2007 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 01.06.2007 – Nach dem Herbst 2006 und dem Winter 2006/07 hat auch der Frühling einen neuen Temperaturrekord aufgestellt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde deutschlandweit im Schnitt der Monate März, April und Mai eine Temperatur von 10,6 Grad Celsius gemessen, 2,9 Grad mehr als im langjährigen Mittel. Noch nie seit Beginn der Messungen 1901 wurde ein so hoher Wert erreicht. Der bisherige Spitzenreiter war der Frühling 2000 mit durchschnittlich 10,0 Grad Celsius. Insbesondere der April war deutlich zu warm. So wurde in Jena 33,0 Grad Celsius gemessen. Aber auch März und Mai verzeichneten überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Der Mai erreichte im Schnitt 14,1 Grad Celsius und damit 2 Grad mehr als üblich. Damit waren alle Monate seit September 2006 zu warm.

Der Frühling 2007 war aber nicht nur der wärmste, sondern auch der sonnigste Frühling seit 1901. Es wurden 665 Sonnenstunden gemessen, normal sind 459 Stunden. In allen drei Monaten wurde überdurchschnittlich viel Sonnenschein registriert, der April erreichte einen Monatsrekord. Damit wurde der Frühling 1953 als bisheriger Spitzenreiter abgelöst.

Was die Niederschlagsmenge angeht, erreichte der Frühling 2007 insgesamt durchschnittliche Werte. Das wurde aber nur dadurch erreicht, dass auf den trockensten April seit Beginn der Messungen der nasseste Mai folgte. Nachdem im April im Schnitt nur vier Liter pro Quadratmeter fielen und es in einigen Orten gänzlich trocken blieb, erreichte der Mai 126 Liter. Dabei wurde an einigen Orten knapp das Vierfache der für den Mai üblichen Regenmenge registriert.

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Quellen