NS-Opfer am Stuttgarter Flughafen bestattet

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Artikelstatus: Fertig 21:28, 19. Dez. 2005 (CET)
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Filderstadt (Deutschland), 17.12.2005 – In Filderstadt wurden 34 NS-Opfer auf dem Grabfeld eines US-Luftwaffenstützpunkt im baden-württembergischen Filderstadt (Landkreis Esslingen) bestattet. Dabei handelt es sich um die sterblichen Überreste von KZ-Insassen, die bei Bauarbeiten am Flughafen zufällig gefunden wurden. Auf dem Gelände des Flughafens befand sich früher ein Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Die Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg Barbara Traub berichtete, das in diesem KZ in nur wenigen Monaten eine Vielzahl jüdischer Opfer ermordet wurden.

Unter den 300 Trauergästen befanden sich auch Überlebende des Holocaust. Am Grab sprachen sie Gebete, die Toten wurden in einfachen Kiefernholzsärgen bestattet. Diese wurden mit der gleichen Erde zugedeckt, in der sie auch gefunden wurde. Günther Oettinger, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, versprach, die Geschichte des KZ historisch aufarbeiten zu lassen und einen Gedenkstein für die 119 Opfer zu errichten.

Quellen