Wikipedia: Oklahoma City

Oklahoma City
Spitzname: OKC
Oklahoma City
Oklahoma City
Lage in Oklahoma
Oklahoma City auf der Karte von Oklahoma
'''Oklahoma City'''
Oklahoma City
Basisdaten
Gründung: 1835
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Oklahoma
County: Oklahoma, Cleveland, Canadian, Pottawatomie
Koordinaten: 35° 28′ N, 97° 31′ W7Koordinaten: 35° 28′ N, 97° 31′ W
Zeitzone: Central Standard Time (UTC−6)
Einwohner:
- Metropolregion:
541.500 (Stand: 2000)
1.266.445
Bevölkerungsdichte: 344,4 Einwohner je km²
Höhe: 396 m
Fläche: 1.608,8 km²
davon 1.572,1 km² Land
Postleitzahlen: 48901-48980
Vorwahl: +1 405
FIPS: 40-55000
GNIS-ID: 1102140
Webpräsenz: www.okc.gov
Bürgermeister: Mick Cornett
Klimadiagramm von Oklahoma City
Klimadiagramm von Oklahoma City

Oklahoma City ist die Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates Oklahoma und dessen wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Die Stadt ist County Seat des gleichnamigen Oklahoma County.

Sie ist eine der größten Städte der Great Plains. Nach der vom United States Census Bureau durchgeführten Volkszählung vom 1. Juli 2004 ist Oklahoma City mit 528.042 Einwohnern die 29.-größte Stadt der USA.

Von 1954 bis 1956 befand sich mit dem KWTV-Sendemast das höchste Bauwerk der Welt in Oklahoma City.

Die Stadt wurde im April 1995 Schauplatz eines Bombenanschlags auf das Alfred P. Murrah Federal Building, bei dem 168 Menschen ihr Leben verloren. Es war der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Vereinigten Staaten vor den Terroranschlägen am 11. September 2001.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geografie

Oklahoma City liegt im Zentrum des US-Bundesstaates Oklahoma und an dem North Canadian River.

Bearbeiten Bevölkerung

Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2000 lebten in Oklahoma City 506.123 Menschen in 204.434 Haushalten und 129.406 Familien. Das Durchschnittsalter lag bei 34 Jahren. Die Bevölkerungsdichte lag bei 312,9 Einwohmern/km². Die Bevölkerung unterteilte sich in:

  • 60,41 % europäischer Herkunft
  • 18,38 % afroamerikanischer Abstammung
  • 16,15 % Hispanics oder lateinamerikanischer Herkunft
  • 5,28 % andere Gruppen
  • 3,51 % Angehörige der Indianer Nordamerikas
  • 3,48 % asiatischer Herkunft

Bearbeiten Geschichte

Wie der Rest von Oklahoma wurde das Land nach dem erstem Land run (vgl. Oklahoma Land Run) am 22. April 1889 von Angloamerikanern besiedelt. Über 10.000 Siedler gründeten ihr Heim auf dem heutigen Gebiet um Oklahoma City im Indianer-Territorium, das keinem Stamm zugeordnet war. Im Lauf von zehn Jahren verdoppelte sich die Bevölkerung. Bis zur Mitgliedschaft in den Vereinigten Staaten im Jahr 1907 versuchte Oklahoma City, die bisherige Hauptstadt Guthrie als wirtschaftliches Zentrum des neuen Staates zu verdrängen.

Die neue Stadt wuchs beständig, bis am 4. Dezember 1928 in dem Gebiet Öl entdeckt wurde. Überall wurde das „schwarze Gold“ aus der Erde gepumpt. Sogar auf der Rasenfläche des Capitols wurde Öl gefördert. Der Einfluss des Ölgeldes beschleunigte das Wachstum der Stadt. Oklahoma City wurde eine attraktive viktorianische Stadt mit Anschluss an das Bahnnetz und Industrieansiedlungen. Die Bevölkerung wuchs auf 64.000 Einwohner. In einer Petition wurde Oklahoma City als neue Hauptstadt vorgeschlagen und aus der abgehaltenen Wahl ging die Stadt siegreich hervor.

Während viele das große Geld mit Öl machten, hatte die Mehrheit der Amerikaner nicht das Glück, der Great Depression zu entkommen. Bis 1935 entstand Hooverville am Südufer des North Canadian River, benannt nach Herbert C. Hoover, eine Barackensiedlung, gebaut von ländlichen Auswanderern und Arbeitslosen. Der Fluss hatte oft Hochwasser und brachte Krankheiten und Zerstörung für die dort lebenden Menschen. Als Teil des sogenannten New Deal wurden erste Erfahrungen im öffentlichen Wohnungsbau gesammelt und der Wasserspiegel des Flusses durch Maßnahmen des Works Progress Administration und Civilian Conservation Corp gesenkt, was im übrigen später zum Problem für die Stadt wurde, da der Fluss in manchen Jahren kaum Wasser führte.

Bearbeiten Bombenanschlag

Das Murrah Federal Building nach dem Anschlag

Das Murrah Federal Building nach dem Anschlag

Am 19. April 1995 wurde das Alfred P. Murrah Federal Building Ziel des sogenannten Oklahoma City Bombing, bei dem 168 Menschen getötet und über 800 verletzt wurden. Am Morgen des 19. Aprils parkte ein gelber Van an der 5th Street vor dem Gebäude. Beladen mit mehreren Kilogramm Sprengstoff detonierte er um 9:02. Ein Drittel des Gebäudes wurden weggesprengt. Die Rettungsarbeiten begannen sofort und dauerten mehrere Tage an. Auf Grund weiterer Einsturzgefahr mussten sie allerdings mehrere Male unterbrochen werden.

Gleichzeitig begann die Suche nach den Tätern. Nur wenige Stunden nach der Explosion kam man auf die Spur von Timothy McVeigh, da der detonierte Wagen auf ihn zugelassen war. Man fand ihn in einem Gefängnis in Kansas. Er war wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei angehalten worden und wurde wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet. Es wurden zwei Täter festgenommen, darunter Terry Nichols, ein guter Freund McVeighs, die Mitglieder in einer Michigan-Miliz waren.

Als Motive nannten die Täter, dass mit dem Anschlag Vergeltung für die Geschehnisse in Waco und Ruby Ridge geübt werden sollte, die sich beide einige Jahre zuvor ereigneten. Timothy McVeigh wurde von einem Gericht zum Tode verurteilt und am 11. Juni 2001 in Indiana hingerichtet. Terry Nichols wurde im August 2004 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Am 19. April 2000 wurde das Oklahoma City National Memorial eröffnet, das an den Vorfall erinnern soll.

Bearbeiten Verkehr

Der Heartland Flyer der Amtrakbahngesellschaft verbindet Oklahoma City mit dem texanischen Fort Worth. Außerdem befinden sich Anschlüsse zum Interstate-Highway-System mit der Interstate 35, der Interstate 40 und der Interstate 44 in der Stadt. Zudem verläuft die weltberühmte Route 66 durch das Stadtgebiet. In der Nähe befinden sich der Will Rogers World Airport und der kleinere Wiley Post Airport, der momentan umgebaut wird. Die Flughäfen sind nach zwei Personen benannt, die in Alaska bei demselben Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren.

Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt

Kinder beim Spielen in Oklahoma City

Kinder beim Spielen in Oklahoma City

  • Suzy Amis, US-amerikanische Filmschauspielerin; ehemaliges Fotomodell
  • Jerry Azumah, ehemaliger US-amerikanischer Footballspieler
  • Louise Brough, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
  • J. J. Cale, Musiker
  • Lon Chaney jun., Film- und Fernsehschauspieler
  • Don Cherry, Free-Jazz-Musiker
  • Eddie Cochran, US-amerikanischer Rock’n'Roll-Star
  • Kay Francis, Schauspielerin
  • Brandt Jobe, Profigolfer
  • Don Lamond, Jazzbassist
  • Lauren Lane, Theaterwissenschaftlerin
  • Jimmy Rushing, US-amerikanischer Blues- und Jazzsänger
  • Neal Schon, US-amerikanischer Gitarrist (u.a. bei Journey)
  • Ted Shackelford, US-amerikanischer Schauspieler
  • John Smith, ehemaliger Profi-Ringer (Olympiasieger: 1988, 1992)
  • Bob Tway, Profigolfer
  • Ken Wilber, amerikanischer Philosoph und interdisziplinärer Denker
  • Brad Pitt, Schauspieler, studierte zuerst Werbetechnik
  • Mat Hoffman, US-amerikanischer BMX-Profi

Bearbeiten Partnerstädte

  • China Haikou, China
  • Mexiko Puebla, Mexico
  • Taiwan Tainan, Taiwan
  • Taiwan Taipei, Taiwan
  • Israel Jehud, Israel
  • Russland Uljanowsk, Russland
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