Wikipedia: Gladbeck

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gladbeck
Markierung

Deutschlandkarte, Position von Gladbeck hervorgehoben

Koordinaten: 51° 34′ N, 6° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Recklinghausen
Höhe: 52 m ü. NN
Fläche: 35,91 km²
Einwohner: 75.997 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 2116 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 45964–45968 (alt: 4390)
Vorwahlen: 0 20 43
Kfz-Kennzeichen: RE, alt (bis 1974): GLA
Gemeindeschlüssel: 05 5 62 014
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Willy-Brandt-Platz 2
45964 Gladbeck
Webpräsenz:
www.gladbeck.de
Bürgermeister: Ulrich Roland (SPD)

Die Stadt Gladbeck liegt am Nordrand des Ruhrgebiets im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geografie

Gladbeck liegt im Ruhrgebiet. Gladbeck gehört zur sogenannten Emscherzone, die vergleichsweise spät vom Bergbau erfasst wurde. Die Stadt ist Bestandteil der Metropolregion Ruhr.

Im Norden wird der zum Stadtgebiet gehörende Weiler Breiker Höfe von den Nachbarstädten Bottrop, Dorsten und Gelsenkirchen umgeben. Im Süden grenzt die Stadt an Essen.

Gladbeck hat neun Stadtteile: Brauck, Butendorf, Ellinghorst, Gladbeck-Mitte, Gladbeck-Ost, Rentfort, Rosenhügel, Schultendorf und Zweckel.

Bearbeiten Geschichte

Bearbeiten Vorindustrielle Gesellschaft

Frühgeschichtliche Funde zeigen eine Besiedlung schon um 2000 v. Chr. (siehe Museum, unten).

Zuerst erwähnt wird Gladbeck in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden vom 3. Mai 1020 als Gladbeki. Es könnte „Siedlung am glänzenden, glitzernden Bach (glad = hell, glänzend, klar; beck = bach) bedeutet haben. Da ist bei der Auflistung von Besitztümern, später ergänzt durch Notizen im Werdener Liber privilegiorum maior aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, von Gladbeki bzw. Gladebeke die Rede. Spekulationen über völlig andere Namensdeutungen (Waldbach, Gerichtshügel) sind weniger plausibel.

Das Dorf mit den fünf Bauernschaften (siehe unten) gruppierte sich um die St.-Lamberti-Kirche. Es gehörte von 1180 bis 1802 zum Vest Recklinghausen und war so die längste Zeit verbunden mit Kurköln. Nach der Zeit von Napoleon geriet die Gegend 1815 an Preußen.

Bearbeiten Zeit des Kohleabbaus 1873–1971

Ehemalige Berginspektion (1905), jetzt Musikschule

Ehemalige Berginspektion (1905), jetzt Musikschule

Die erste Zeche wurde ab 1873 abgeteuft, ab 1878 Kohle gefördert. Die kleine Dorfgemeinde wuchs zu einer mittelgroßen Industrieansiedlung, die im Juli 1919 die Stadtrechte erhielt (als „jüngste Stadt Neu-Deutschlands“, wie das Lokalblatt schrieb). Sie hatte zwischenzeitlich fünf Schachtanlagen. Die Jahre 1925–1929 hatten etwas von einer kleinen Blütephase an sich, in der trotz aller Schwierigkeiten wichtige Bauvorhaben realisiert werden konnten, zum Beispiel:

  • das Freibad,
  • die Neuanlage des Wasserschlosses Wittringen Schloss Wittringen,
  • der Jovyplatz mit Verwaltungsbauten und
  • das Stadion, die „Vestische Kampfbahn“. (1932 hielt Adolf Hitler dort eine Wahlrede.)

1928 verdrängte der Sexualmord an dem 19-jährigen Gladbecker Abiturienten Helmut Daube den Transatlantikflug des Luftschiffes Graf Zeppelin aus den Schlagzeilen.

Wie alle deutschen Städte wurde Gladbeck nach der Machtergreifung Hitlers 1933 gleichgeschaltet, und zwar unter dem bereits vorher gewählten konservativen Bürgermeister Hackenberg, der sogleich in die NSDAP eintrat. Wie viele deutsche Städte wurde Gladbeck im Krieg stark zerstört, im Innenstadtbereich zu 43 Prozent. Damit zählte es zu den am meisten zerstörten Städten im Ruhrgebiet.

Bis 1960 stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 84.000 und liegt nun bei ungefähr 77.000. Die letzte Zeche Graf Moltke wurde 1971 geschlossen, seit dieser Zeit bemüht sich Gladbeck um den Strukturwandel und kämpft gegen die Arbeitslosigkeit.

Bearbeiten Kommunale Neuordnung und jüngere Geschichte seit 1975

Bei der Kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen (1975) kam die kreisfreie Stadt Gladbeck zusammen mit dem Dorf Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) zur Nachbarstadt Bottrop. Gegner der Neuordnung bemängelten die geringe Siedlungsgeschlossenheit an der Grenze zwischen Gladbeck und Bottrop und führten an, dass Bottrop nur wenig größer war als Gladbeck. Ihr Slogan: „GlaBotKi is nich“.

Bereits im gleichen Jahr gelang es Gladbeck – per Verwaltungsgerichtsbeschluss und „Nikolausurteil“ vom 6. Dezember –, Bottrop zu verlassen. Das Oberverwaltungsgericht Münster, das vom ehemaligen Gladbecker Oberstadtdirektor Rump angerufen worden war, befand, dass Bürgernähe und höhere Verwaltungseffizienz durch die Neuordnung nicht gegeben waren. Dieses aber war die Begründung für die Neuordnung gewesen. Die Vereinigung wurde rückgängig gemacht und die Gemeinderatswahl von 1975 zum („Groß-“)Bottroper Gemeinderat für ungültig erklärt.

Seit dem 1. Juli 1976 gehört Gladbeck dem Kreis Recklinghausen an, obwohl es nur mit einem kleinen Zipfel mit dem Gebiet des Kreises verbunden ist. Wer mit dem PKW von Gladbeck in den Rest des Kreises fahren will, muss ihn vorher verlassen, was Gladbeck zu einer Art Exklave des Kreises macht.

Am 16. August 1988 erlangte Gladbeck traurige Berühmtheit, als zwei Räuber eine Bankfiliale der deutschen Bank in Gladbeck-Rentfort ausraubten und mit mehreren Geiseln tagelang durch Deutschland und die Niederlande fuhren. Bei diesem als Gladbecker Geiseldrama bekannt gewordenen Fall starben drei Menschen.

Bearbeiten Politik

Blick auf das historische Rathaus von der Rentforter Straße aus

Blick auf das historische Rathaus von der Rentforter Straße aus

Gladbeck bildet zusammen mit Bottrop einen Bundestagswahlkreis (126: Bottrop – Recklinghausen III). Der direkt gewählte Abgeordnete heißt Dieter Grasedieck (SPD). Im Landtag von NRW wird Gladbeck von Wolfgang Röken (SPD) vertreten.

Bearbeiten Stadtrat

Der Rat der Stadt besteht aus 44 Ratsfrauen und Ratsherren:

  • SPD 18 Sitze
  • CDU 16 Sitze
  • Grüne 3 Sitze
  • BIG 3 Sitze
  • DKP 2 Sitze
  • FDP 1 Sitz
  • SWG 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

In der Liste[2] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben. Die Ergebnisse für Gladbeck lauteten:

Jahr SPD CDU DKP FDP Grüne BIG
1976 56,9 32,9 5,6 4,7
1979 52,9 33,8 8,7 4,6
1984 55,2 29,6 6,7 6,8
1989 54,2 27,7 8,0 3,1 7,1
1994 44,3 34,8 4,7 9,4 5,1
1999 39,7 46,4 4,3 5,1
2004 40,6 37,1 4,5 3,6 5,9 6,2

Bearbeiten Bürgermeister

Am 21. Juli 1919 wurde dem Amt Gladbeck die Stadtrechte verliehen, seitdem gibt es einen Bürgermeister. Bis 1974/76 war Gladbeck kreisfrei, daher lautete die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Seitdem heißt es Bürgermeister. Seit 1994 handelt es sich um eine hauptamtliche Funktion. Der Bürgermeister ist Vorsitzender des Rates und Chef der Verwaltung.

  • 1885-1917: Heinrich Korte, parteilos, Amtmann
  • 1917-1931: Michael Jovy, parteilos, seit 1919 Bürgermeister
  • 1932-1945: Bernhard Hackenberg, seit 1933 NSDAP
  • 1945-1946: Paul Schulte, von den Briten ernannter kommissarischer Oberbürgermeister
  • 1946 (Juni-Oktober): Wilhelm Olejnik, SPD
  • 1948–1952: Johann Harnischfeger, CDU
  • 1946–1958: Friedrich Lange, SPD
  • 1958–1963: Heinrich Kliem, SPD, gewählt von der CDU und Teilen der SPD
  • 1963-1965: Hans Wuwer, SPD
  • 1965–1971: Günter Kalinowski, SPD
  • 1971–1974: Norbert Aust, SPD
  • 1976: Manfred Braun (Kommissar für die Aufgaben des Rates und des Oberbürgermeisters)
  • 1976–1994: Wolfgang Röken, SPD
  • 1994 (3. November bis 31. Dezember): Maria Seifert, CDU
  • 1994–2004: Eckhard Schwerhoff, CDU[3]
  • seit 2004: Ulrich Roland, SPD

Nach jahrzehntelanger Herrschaft der Sozialdemokraten, zumeist mit absoluter Mehrheit, wurde 1994 der Christdemokrat Eckhard Schwerhoff vom Rat zum (hauptamtlichen) Bürgermeister gewählt; dieses neugestaltete Amt ohne gleichzeitigen Stadtdirektor war durch eine NRW-Wahlreform vorzeitig möglich geworden. Bei den damaligen Wahlen hatten die regierenden Sozialdemokraten mit dem noch ehrenamtlichen Bürgermeister Wolfgang Röken die absolute Mehrheit nur sehr knapp verfehlt. Da der hauptamtliche Bürgermeister kraft Amtes auch eine Stimme im Rat hat, hätte ein sozialdemokratischer Bürgermeister eine Pattsituation im Rat bedeutet. Daher entschlossen sich die Grünen und die damals neue Wählervereinigung „Bürger in Gladbeck“ dazu, zusammen mit der CDU den Verwaltungsangestellten Schwerhoff zu wählen. Schwerhoff war zwar CDU-Mitglied, jedoch nicht aktiv in der Stadtpolitik in Erscheinung getreten.

Bei der Kommunalwahl 1999, als in NRW die Direktwahl der Bürgermeister flächendeckend eingeführt wurde, gelang Schwerhoff die Wiederwahl. In der Stichwahl vom 10. Oktober bei der Kommunalwahl 2004, zu der Schwerhoff nicht mehr angetreten war, wurde Ulrich Roland (SPD) zum Bürgermeister gewählt.

Bearbeiten Wappen

Das Gladbecker Stadtwappen, in Schwarz-Rot-Gold gehalten, hat eine rote Mauerzinne als Zeichen des gerade erworbenen Stadtstatus. Auf der linken Seite (vom Betrachter aus) sieht man ein schwarzes Feld, das die Kohle symbolisiert, darauf Schlägel und Eisen für den Bergbau (sie sollten weiß, also heraldisch „Silber“ sein, erscheinen oft aber gelb). Die schwarzen Haken auf der anderen Seiten sind Wolfsangeln, die dem Wappen der Herren von Brabeck entliehen sind, welche im ausgehenden 14. Jahrhundert Besitzer von Haus Wittringen waren.

Bearbeiten Städtepartnerschaften

  • Alanya (Türkei), seit 1993
  • Enfield (England), seit 1970
  • Fushun (Volksrepublik China), seit 1988
  • Marcq-en-Baroeul (Frankreich), seit 1964
  • Schwechat (Österreich), seit 1966
  • Wodzisław Śląski (ehem. Loslau; Polen), seit 1990

Bearbeiten Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bearbeiten Museum

Wasserschloss Wittringen

Wasserschloss Wittringen

Museum der Stadt Gladbeck

Museum der Stadt Gladbeck

Im Wasserschloss Wittringen ist das Museum der Stadt Gladbeck beheimatet. Hier sind die Sammlungen und die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Gladbecks und Umgebung untergebracht. Die Sammlungen umfassen außerdem naturkundliche Gegenstände aus den Bereichen Geologie, Mineralogie, Paläontologie. Die Dauerausstellung zeichnet die Entwicklung der Region von den naturkundlichen Grundlagen des Bergbaus (Steinkohle, Blei- und Zinkerze) über die Besiedlungsgeschichte und Stadtgeschichte bis zur Gegenwart nach.

  • Der wichtigste Fund ist ein Waldwisent aus dem Gladbecker Stadtteil Brauck, eines der wenigen fast vollständig erhaltenen Skelette in Europa. Das Museum zeigt eine Kopie.
  • Das jungbronzezeitliche Gräberfeld in Ellinghorst mit einer schlüssellochförmigen Grabenanlage, zwei Kreisgräben und 203 Feuerbestattungen.
  • Nennenswert aus der vor- und frühgeschichtlichen Zeit sind ferner ein bronzezeitliches sogenanntes Typusbeil und ein Themenbereich zum Urnenfeld, das in Gladbeck-Ellinghorst gefunden wurde.
  • Die Geld- und Münzsammlung ist in der Dauerausstellung mit römischen Münzen vertreten.
  • Besonders lokaltypisch sind die Räume zur Geschichte der Zechenzeit, die für Gladbeck von 1873 bis 1971 dauerte. Ein nachgebauter Stollen sowie die Einrichtung einer Bergmannswohnung gehören dazu.
  • Mit einem Blockmodell wird die Lagerung der Steinkohle im nördlichen Ruhrgebiet erläutert, die zur Entstehung der Zechen auf Gladbecker Boden führte.
  • Ferner sammelt das Museum moderne Kunst, darunter zur Computerkunst seit 1986. Vertreten sind unter anderem Joseph Beuys und Timm Ulrichs.

Das Museum hat auch ein museumspädagogisches Angebot: alle Themenbereiche der Sammlungen und Dauerausstellung werden für Schulklassen und Gruppen angeboten, beispielsweise zur Ritterzeit, da das Wasserschloss Wittringen ein Rittersitz war.

Bearbeiten Religionsgemeinschaften

Nach Angaben der Stadt Gladbeck gehörten zum Jahresende 2006 von insgesamt 77.436 Einwohnern 53.027 (ca. 68 Prozent) einer der beiden großen christlichen Konfessionen an (30.906 katholisch (ca. vierzig Prozent), 22.121 evangelisch (ca. 28 Prozent)). 24.409 gehören sonstigen Religionsgemeinschaften an oder sind ohne Bekenntnis. Die größte Gruppe unter den sonstigen Religionsgemeinschaften ist der Islam. Wie viele Einwohner dem Islam zuzurechnen sind, ist unbekannt. Ebenso ist eine zahlenmäßige Unterscheidung in die einzelnen konfessionellen Gruppen (wie Schiiten, Sunniten oder Aleviten) wegen fehlender Angaben nicht möglich.

Bedingt durch die Neustrukturierung im Bistum Essen gibt es in Gladbeck seit dem 1. September 2007 nur noch eine Großpfarrei, St. Lamberti. Diese besteht aus den sechs „Gemeinden“

Heilig Kreuz-Kirche Gladbeck-Butendorf

Heilig Kreuz-Kirche Gladbeck-Butendorf

  • Heilig Kreuz, Butendorf
  • Herz Jesu, Zweckel
  • St. Johannes, Ost
  • St. Josef, Alt-Rentfort mit der Filialkirche St. Franziskus, Rentfort-Nord
  • St. Lamberti, Mitte
  • St. Marien, Brauck

Für die so genannten „weiteren Kirchen“ St.Elisabeth, Ellinghorst und Christuskönig, Schultendorf, die zukünftig nicht mehr aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, liegt noch kein Verwendungskonzept vor.

Evangelische Gotteshäuser (nach der Profanierung der Lukas-Kirche in Butendorf am 4. Mai 2008 und der Markus-Kirche am 11. Mai 2008):

  • Christuskirche, Mitte
  • Petruskirche, Brauck
  • Martin-Luther-Kirche, Rentfort
  • Sankt Stephani-Kirche, Zweckel

Neuapostolische Gotteshäuser:

  • Gemeinde Gladbeck-Mitte
  • Gemeinde Gladbeck-Zweckel

Neben der Moschee im Stadtteil Butendorf gibt es in Gladbeck eine Reihe weiterer islamischer Gebetsräume (konkrete Zahlen fehlen), die als solche jedoch nach außen hin nicht unbedingt in Erscheinung treten.

Bearbeiten Bauwerke

Ehem. Postamt an der Postallee, jetzt ein Brauhaus

Ehem. Postamt an der Postallee, jetzt ein Brauhaus

Ehrenmal zur Erinnerung an die Gräueltaten und Toten der zwei Weltkriege

Ehrenmal zur Erinnerung an die Gräueltaten und Toten der zwei Weltkriege

  • Rathaus, vormals Amtshaus (1908–1910), von dem Kölner Architekten Otto Müller-Jena
  • Maschinenhalle der ehem. Zeche Zweckel im Ortsteil Zweckel (1909), herausragendes Industriedenkmal, Maschinenhalle mit zwei Fördergerüsten, heute für gesellschaftliche Ereignisse buchbar, u. A. Ausstellungen, Konzerte, Abitursfeiern
  • kath. Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Butendorf (1912–1914), von Otto Müller-Jena
  • kath. Herz-Jesu-Kirche im Ortsteil Zweckel (1912–1915), von den Architekten Ludwig Becker und Wilhelm Sunder-Plaßmann
  • kath. Christus-König-Kirche im Ortsteil Schultendorf (1927–1928), von dem Gelsenkirchener Architekten Josef Franke
  • Freibad (1927–1928)
  • Stadion Gladbeck (1928), seit 1986 unter Denkmalschutz
  • ehem. Postamt (1928), jetzt Gaststätte, zum Brauereihotel geplant
  • Ehrenmal im Wittringer Wald (1932)
  • kath. Kirche St. Josef im Ortsteil Rentfort (1934–1935), von Josef Franke
  • Bürgerhaus Gladbeck-Ost
  • Hallenbad
  • Stadtbücherei
  • Stadthalle
  • städtische Galerie im Rathauspark, ein Ausstellungsforum für junge und aktuelle Gegenwartskunst. Wegen Neubaus bis März 2009 geschlossen.
  • Türkische Moschee in Gladbeck-Butendorf
  • Volkshochschule

Bearbeiten Theater & Musik

Das Jazzival und einige andere Kulturveranstaltungen (z. B. in der Maschinenhalle Zeche Zweckel im Rahmen der RuhrTriennale) finden in Gladbeck statt.

Bearbeiten Literaturbüro

Das Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V. ist seit 1986 in Gladbeck ansässig und vergibt in jedem Herbst den vom Regionalverband Ruhr gestifteten Literaturpreis Ruhrgebiet. Insgesamt 15.110 € erhalten die Preisträger für poetische Texte, die Bezug nehmen auf die Wirklichkeit und den Kunst-Stoff im Ruhrgebiet.

Bearbeiten Grünanlagen

Im Stadtgebiet werden ca. 600 ha öffentlich nutzbare Erholungsflächen angeboten. Davon sind rd. 180 ha Parks und Spielplätze, rd. 200 ha städtischer Wald und 200 ha rekultivierte mit Wegen erschlossene Halden des Steinkohlebergbaus. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 62 Kinderspielplätze und zahlreiche Spielstationen in der Fußgängerzone in der Innenstadt. Zur Freizeitqualität tragen 34,7 ha Kleingärten und die Stadtgärten Johowstraße und Frochtwinkel/Schulstraße mit 12,5 ha Fläche bei. Zwei Stadtgartenhäuser können für private Feiern angemietet werden.

Bearbeiten Sport

Der VfL Gladbeck spielt seit 2004 in der Handball-Regionalliga West.

Die DJK Germania Gladbeck spielt seit 2007 in der Fußball-Oberliga Westfalen.

Die Volleyball Damen des Turnverein Gladbeck spielen seit 2004 in der Regionalliga.

Die Wasserball Herren-Mannschaft des SV Gladbeck 13 spielt seit 2004 auf Landesebene.

Bearbeiten regelmäßige Veranstaltungen

Am ersten Samstag im September wird das Appeltatenfest (Apfeltaschen) gefeiert.

Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur

Bearbeiten Unternehmen

  • Beusekom Metallwaren GmbH , Herstellung von Pokalen, Ehrenpreisen und Geschenkartikeln in der Stadtmitte
  • Deutsche Rockwool Mineralwoll-GmbH, Glaswolleherstellung in Ellinghorst, 298 Mitarbeiter im Werk und 300 in der Verwaltung (2006)
  • Döllken, Kunststoffverarbeitung in Ellinghorst
  • GAT, gegründet 1983, stellte 2007 Diesel-Rußpartikelfilter her die nicht normgerecht waren. Ab 2008 werden nach ganz anderer Technik korrekte Schalldämpfer produziert. GAT hat 165 Mitarbeiter an der Haldenstr. Eine Zweigstelle befindet sich in Eisenach.
  • Hertie GmbH, Sitz der Hertizentrale
  • Innovationszentrum Wiesenbusch Gladbeck
  • INEOS Phenol, chemischer Betrieb in Zweckel
  • Nalco Deutschland GmbH, chemischer Betrieb
  • Pilkington, Glasherstellung in Ellinghorst
  • RBH Logistics GmbH, mit 929 Beschäftigten (2007) größter privater Arbeitgeber in Gladbeck
  • RS Rittel, Maschinenteile, hat 30 Mitarbeiter

Bearbeiten Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Stand 31. Dezember 2002

Gewerbe Beschäftigte
absolut relativ
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 71 0,5 %
Produzierendes Gewerbe 6.010 37,9 %
Handel 2.738 17,3 %
Gastgewerbe 271 1,7 %
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 750 4,7 %
Kredit- und Versicherungsgewerbe 389 2,5 %
Dienstleistungen für Unternehmen 1.426 9,0 %
Öffentliche Verwaltung u. ä. 840 5,3 %
Öffentliche und private Dienstleistungen (ohne öffentliche Verwaltung) 3.345 21,1 %
Gesamt 15.480 100,0 %

Bearbeiten Flächennutzung

Stand: 31. Dezember 2003, Angaben in Hektar

Flächennutzung Fläche
in Hektar relativ
bebaute Fläche 1.322,84 36,8 %
Landwirtschaftliche Fläche 998,31 27,8 %
Betriebsfläche 156,88 4,4 %
Erholungsfläche 202,58 5,6 %
Verkehrsfläche 473,87 13,2 %
Waldfläche 316,55 8,8 %
Wasserfläche 69,89 1,9 %
Sonstige Nutzung 49,53 1,4 %
Gesamt 3.590,45 99,9 %

Bearbeiten Verkehr

Bearbeiten Straßenverkehr

Gladbeck ist über die nachfolgend aufgeführten Autobahnen und Anschlussstellen an das Fernstraßennetz angebunden.

  • A 2 (E 34): Oberhausen–Dortmund–Hannover–Berlin (Anschlussstelle 5 Essen/Gladbeck, Anschlussstelle 4 Gladbeck-Ellinghorst)
  • A 31: Bottrop–Gronau–Emden (Anschlussstelle 41 Gladbeck)
  • A 52: Marl-Nord–Gelsenkirchen–Gladbeck (Anschlussstelle 42 Gelsenkirchen Buer-West/Gladbeck)
  • B 224: Raesfeld–Erle–Dorsten–Gladbeck–Essen–Velbert–Wuppertal–Solingen; Anschlussstelle Gladbeck-Zentrum, Anschlussstelle Gladbeck Schloss Wittringen, Autobahn-Anschlussstelle Gladbeck A 2, Anschlussstelle Gladbeck-Kösheide

Der Stadtteil Mitte wird über die Europabrücke mit Rentfort und Schultendorf verbunden.

Bearbeiten Bahn

Gladbecker Westbahnhof

Gladbecker Westbahnhof

Gladbeck besitzt drei Bahnhöfe, der zentral gelegene

  • Westbahnhof sowie der
  • Ostbahnhof und der
  • Zweckeler Bahnhof

Nächster Fernbahnhof mit ICE- und IC/EC-Verkehr ist Essen Hbf. Die Gladbecker Bahnhöfe werden von den Linien

  • RE 14 „Der Borkener“ Essen–Bottrop–Borken
  • RB 43 „Emschertalbahn“ Dortmund–Herne–Gelsenkirchen–Dorsten
  • RB 44 „Der Dorstener“ Oberhausen–Bottrop–Dorsten und der
  • S-Bahn-Linie 9 Wuppertal–Essen–Bottrop–Gladbeck–Haltern am See angefahren.

Sie liegt an der Hamm-Osterfelder Bahn, der Niederländisch-Westfälische Eisenbahn und der Eisenbahnstrecke Dorsten – Wanne-Eickel Hauptbahnhof nebst Verbindungslinie zwischen diesen beiden Strecken von Gladbeck-Zweckel nach Gladbeck West, außerdem ist hier der Zechenbahnbetrieb der Ruhrkohle AG beheimatet.

Bearbeiten Busverkehr und Tarif

Die Busverbindungen innerhalb Gladbecks und in die Nachbarstädte gehören zum Netz der Vestischen Straßenbahnen. Gladbeck ist über den Kreis Recklinghausen dem VRR-Tarifgebiet angeschlossen. Seit Mitte 2005 gilt für Verbindungen außerhalb des VRR-Tarifgebiet und innerhalb von NRW der NRW-Tarif.

Bearbeiten Medien

Die örtliche Tageszeitung ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ); bis zu ihrer Schließung Ende März 2006 war es auch die Ruhr Nachrichten (RN). Der Stadtspiegel Gladbeck ist ein kostenloses Anzeigenblatt.

Das Lokalradio Radio Emscher Lippe berichtet über alle Neuigkeiten aus den Nachbarstädten Bottrop und Gelsenkirchen sowie natürlich aus Gladbeck.

Bearbeiten Bildung

In Gladbeck gibt es u. A. eine städtische Musikschule und eine Volkshochschule. Die Fachhochschule Gelsenkirchen in Gelsenkirchen-Buer liegt in unmittelbarer Nähe.

Ratsgymnasium, ältestes Gymnasium in Gladbeck, nähe Stadtmitte

Ratsgymnasium, ältestes Gymnasium in Gladbeck, nähe Stadtmitte

Weiter gibt es:

  • 15 Grundschulen
  • 4 Hauptschulen (Elsa-Braendström-Schule, Hauptschule Butendorf, Erich-Fried-Schule, Willy-Brandt-Schule)
  • 1 Gesamtschule (Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule ehemals Gesamtschule Rentfort-Nord)
  • 3 Realschulen (Werner-von-Siemens-Realschule, Anne-Frank-Realschule, Erich Kästner-Realschule)
  • 3 Gymnasien (Heisenberg-Gymnasium, Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium)
  • 2 Berufskollegs (davon ein privates in Trägerschaft eines caritasangehörigen Vereins), jeweils mit beruflichem Gymnasium
  • 1 Freie Waldorfschule
  • 2 Förderschulen für Lernbehinderte
  • 1 Förderschule für Geistigbehinderte

Im Schulzentrum Brauck sind als Ganztagseinrichtung eine Haupt- und eine Realschule untergebracht.

Die Grundschulen in Gladbeck werden ausnahmslos zu offenen Ganztagsgrundschulen ausgebaut.

Bearbeiten Persönlichkeiten

Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Heinrich Riesener (* 4. Juli 1734; † 6. Januar 1806 in Paris), Möbelkünstler am französischen Hof im 18. Jahrhundert, dem ein Gymnasium, ein Brunnen vor dem Rathaus und eine Straße gewidmet sind. Die Möbelstücke, die vor allem für den Französischen Königshof vor der Revolution 1789 geschaffen wurden, sind heute u. a. in großen Museen der Welt zu sehen: Jean Paul Getty-Museum, Los Angeles, Waddesdon Manor, London, Schloss Versailles in Paris
  • Helmuth Albrecht (* 26. November 1885; † 28. August 1953 in Kreßbronn), Politiker (DVP), MdR
  • Hans Wiltberger (* 1887; † 1970), Komponist
  • Franz auf’m Kamp SVD (* 1888; † 13. August 1963), Missionar, Rektor des Missionshauses St.Johann der Steyler Missionare in Blönried, Lehrer und Erzieher, Exerzitienmeister, Dichter und Dramatiker
  • Benno Gellenbeck (* 13. Oktober 1910; † 6. September 1974 in Hamburg), Film- und Theaterschauspieler
  • Hermann Nattkämper (* 4. Oktober 1911; † 2. April 2005 in Gladbeck), Fußballspieler, 1934 und 1935 mit Schalke 04 Deutscher Meister
  • Harald Deilmann (* 30. August 1920; † 1. Januar 2008 in Münster), Architekt (Aalto-Theater Essen, Fernsehturm Düsseldorf, Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, Windhorst-Tower Saigon)
  • Johann „Hans“ Wuwer (* 23. Juli 1922), Politiker (SPD), MdB, Vorstandsmitglied der Thyssen Energie GmbH
  • Helmut Janz (* 11. April 1934; 8. November 2000 in Neu-Ulm), Leichtathlet und Olympiateilnehmer 1960, Europarekordler über 400 m Hürden
  • Gerhard Prokop (* 15. Mai 1939; †), Torwart bei SV Zweckel, Sportfreude Gladbeck und Alemannia Aachen; 1 A-Länderspiel
  • Rudolf Kowalski (* 8. September 1948), Schauspieler
  • Claudia Lux (* 24. März 1950), Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
  • Armin Rohde (* 4. April 1955), Schauspieler
  • Norbert Ballhaus (* 15. Dezember 1955), Politiker (SPD), seit 2004 Bürgermeister der Stadt Moers
  • Heiko Waßer (* 3. Oktober 1957), Sportjournalist und Formel 1-Kommentator
  • Timm Zumbrägel (*1978), Deutscher Rapper unter dem Pseudonym Snaga

Bearbeiten In Gladbeck lebten oder leben folgende Personen, die jedoch andernorts geboren sind

  • Ernst Schiffmann (* 24. Dezember 1883 in Gößnitz; † 11. Januar 1952 in Gladbeck), Turnvater.
  • Matthias Jacobs(1885-1935), Politiker (SPD), MdL
  • Ibrahim Bekirović (* 22. Juli 1961 in Skopje; † 18. November 2000 in Sankt Pankraz), genannt Ibo, Sänger.

Bearbeiten Sonstiges

Bearbeiten Kinder- und Jugend-Universität

Gladbeck erhielt im Herbst 2006 eine Kinder-Universität. Angeboten werden verschiedene Kurse, wie Computerkurse, Mathematik, Sprachkurse und viele andere. Das Projekt startete am 8. September 2006.

Bearbeiten Siehe auch

  • Gladbecker Geiseldrama

Bearbeiten Literatur

  • Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag, 2004

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1976 bis 2004
  3. Siehe bis 2004: Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag, 2004, S. 122.

Bearbeiten Weblinks

  • Commons

     Commons: Gladbeck – Bilder, Videos und Audiodateien

  • Website der Stadt Gladbeck
  • Infos und Bilder aus Gladbeck
  • Bürgernetz Gladbeck mit Vereinsverzeichnis
  • Website der Gladbecker Jugendförderung
  • Website des Gladbecker Jugendrates
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