Wikipedia: Winnenden

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Winnenden
Markierung

Deutschlandkarte, Position der Stadt Winnenden hervorgehoben

48.8763888888899.3977777777778292Koordinaten: 48° 53′ N, 9° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 292 m ü. NN
Fläche: 28,1 km²
Einwohner: 27.652 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 986 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71349–71364
Vorwahl: 07195
Kfz-Kennzeichen: WN
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 085
Stadtgliederung: Kernstadt und 8 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Torstraße 10
71364 Winnenden
Webpräsenz:
www.winnenden.de
Oberbürgermeister: Bernhard Fritz

Blick von der Zipfelbachtalbrücke der B 14n nach Winnenden

Winnenden ist eine Stadt ca. 20 km nordöstlich von Stuttgart in Baden-Württemberg. Sie ist die fünftgrößte Stadt des Rems-Murr-Kreises und ein Unterzentrum im Mittelbereich Waiblingen/Fellbach der Region Stuttgart. Seit 1. Januar 1973 ist Winnenden Große Kreisstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Winnenden liegt am westlichen Rande des Schwäbischen Waldes in 270 bis 504 Meter Höhe. Die Altstadt liegt auf einem Hügel zwischen dem Buchenbach und dem Zipfelbach.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Winnenden. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Backnang, Allmersbach im Tal, Berglen, Remshalden, Korb, Schwaikheim und Leutenbach

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Winnendens besteht aus der Kernstadt, dem 1964 entstandenen Wohnbezirk Schelmenholz (kein eigenständiger Stadtteil), der im Jahr 2000 4.441 Einwohner zählte, und den Stadtteilen Baach, Birkmannsweiler, Breuningsweiler, Bürg, Hanweiler, Hertmannsweiler und Höfen, die erst im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliedert wurden. Zu den einzelnen Stadtteilen gehören noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen, wie Langeweiden, Pfeilhof in Baach, Buchenbachhof, Burkhardshof und Neumühle in Birkmannsweiler, Sonnenberg in Breuningsweiler, Schulerhof in Bürg, Degenhof in Hertmannsweiler und Ruitzenmühle in Höfen. In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehört beispielsweise die Hungerbergsiedlung.

Raumplanung

Winnenden bildet ein Unterzentrum im Mittelbereich Waiblingen/Fellbach der Region Stuttgart, in der die Landeshauptstadt Stuttgart als Oberzentrum ausgewiesen ist.

Geschichte

Historische Abbildung des Marktes der Stadt

Der Ort Winnenden ist vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden. Im Jahr 1181 wird Gottfried von Schauenburg-Winnenden als Zeuge in einer Urkunde Kaiser Friedrich I. erwähnt, der hier seine Burg hatte. Um 1200 kommt die Burg, die um diese Zeit Windin genannt wird, zur Herrschaft Heinrichs von Neuffen. 1277 wird sie auf Konrad von Weinsberg übertragen. Am 10. Oktober 1325 werden Burg und Stadt Winnenden an Württemberg verkauft. Aus der Herrschaft Winnenden entsteht in württembergischer Zeit das Amt Winnenden, das später zum Oberamt erhoben wird. Das Stadtschloss (die Deutschordenskommende Winnenden, die seit 1291 erwähnt und auch Schloss Winnenthal genannt wird) kommt erst 1665 zu Württemberg.

Im Bauernkrieg steht Winnenden zunächst unter dem Einfluss des Armen Konrad, muss sich aber 1519 dem Schwäbischen Städtebund ergeben. Eine pestähnliche Seuche kostet im Jahr 1616 ungefähr die Hälfte der Bevölkerung das Leben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1638 und 1643, geplündert. Kaiserliche, französische und schwedische Truppen besetzen zeitweise Winnenden.

Ansichtskarte Winnenden 1898

Schloss Winnental

1665 erwirbt Herzog Eberhard III. von Württemberg die Deutschordenskommende Winnenden als herzogliches Kammerschreibereigut. Aus dessen Gebiet entsteht das Stabsamt Winnenthal. 1693 setzen französische Truppen Winnenden in Brand. Sämtliche Gebäude innerhalb des Stadtmauerrings brennen ab.

1808 werden das Oberamt Winnenden und das Stabsamt Winnenthal aufgelöst und seine Gemeinden, darunter alle heutigen Stadtteile Winnendens, dem Oberamt Waiblingen zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Waiblingen hervorgeht.

Mit der Fertigstellung der Murrtalbahn Stuttgart–Backnang im Jahr 1876 erhält Winnenden Anschluss an das württembergische Eisenbahnnetz.

Eingemeindungen

Im Rahmen der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre wurden mehrere Nachbargemeinden eingegliedert. Dadurch erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung und die Einwohnerzahl überschritt die 20.000-Einwohnergrenze. Daher stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss.

Baach (Winnenden)

Baach wurde 1357 erstmals erwähnt und gehörte größtenteils der Deutschordens-Komturei Winnenden. Mit dieser kam der Ort an 1665 an Württemberg und gehörte dann zum Amt bzw. Oberamt Winnenden.

Birkmannsweiler

Birkmannsweiler wurde 1304 als Berkamswiler erstmals erwähnt und gehörte zur Herrschaft Winnenden. Der Ort kam vermutlich 1325 an Württemberg (Amt Winnenden), doch hatte der Deutschorden auch hier Besitz. Im Jahr 1545 umfasste der Ort bereits 42 Haushalte.

Breuningsweiler

Breuningsweiler wurde 1293 als Bruningswiler erstmals erwähnt, als das Kloster Lorch das Vogtrecht über seine Güter Württemberg überließ. 1443 waren auch die Schenken von Winnenden sowie die Deutschordenskomturei begütert. Um 1545 waren hier bereits 19 Haushalte ansässig. Ab 1665 gehörte der ganze Ort zu Württemberg (Amt Winnenden).

Siehe Hauptartikel: Breuningsweiler

Bürg

Bürg wurde 1210 als castrum Winidum erstmals erwähnt. 1525 hieß es die Bürg, 1624 Altwinnenden. Die Burg war Sitz der Herren von Winnenden, bevor diese an Württemberg gelangte. Der Ort gehörte zunächst mit den Wohnplätzen Schulerhof und Stöckenhof zur Gemeinde Baach. 1815 wurde Bürg eine eigene Gemeinde innerhalb des Oberamts Waiblingen. Der Wohnplatz Stöckenhof wurde am 1. Januar 1972 in die Nachbargemeinde Öschelbronn umgegliedert, die ihrerseits am 1. April 1972 Teil der neu gebildeten Gemeinde Buchenberg (ab 27. Dezember 1972 Berglen) wurde.

Hanweiler

Hanweiler wurde 1426 als Heinwiler erstmals erwähnt. 1477 wurde „im Trombach genannt Hanweiler“ erwähnt. Der Wald Trombach wurde bereits 1288 von den Herren von Neuffen an die neu gegründete Deutschordenskomturei geschenkt. Hanweiler gehörte somit zur Deutschordenskomturei und gelangte mit dieser an Württemberg. Es gehörte zunächst zur Kammerschreiberei, 1753 zur Landschaft und war dem Stabsamt Winnenthal zugeordnet.

Hertmannsweiler

Hertmannsweiler wurde 1444 als Hertmannswiller erstmals erwähnt. Der Ort gehörte bereits zu Württemberg und war dem äußeren Gericht des Amtes Winnenden zugeordnet. Im Jahr 1545 umfasste der Ort 73 Haushalte.

Höfen

Höfen wurde 1524 als zun Höfen erstmals erwähnt. 1559 wurde zwischen Ober und Unter Heffa unterschieden. Die „zwei Höfe bei Winnenden“ gehörten wohl bei Gründung der Deutschordenskomturei zu dessen Besitz. 1665 kam der Ort an Württemberg und wurde dem Stabsamt Winnenthal zugeordnet.

Zeitpunkt der Eingliederung in die Stadt Winnenden
  • 1. Januar 1971: Höfen
  • 1. Dezember 1971: Baach, Bürg (u. a. mit Stöckenhof), Hertmannsweiler
  • 1. Januar 1972: Breuningsweiler, Hanweiler sowie Umgliederung des Wohnplatzes Stöckenhof in die Nachbargemeinde Öschelbronn (heute Berglen)
  • 1. Januar 1974: Birkmannsweiler

Religionen

Winnenden gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. 1537 wurde wie in ganz Württemberg ab 1534 die Reformation eingeführt. Danach war Winnenden eine rein protestantische Stadt. Sie gehört zum Dekanat bzw. Kirchenbezirk Waiblingen. Zur heutigen Stadtkirchengemeinde Winnenden gehören die beiden Predigstellen, die Stadtkirche St. Bernward und die Schlosskirche St. Jakobus. Zur Pfarrei Winnenden gehörten zunächst auch die Gemeindeglieder aus den Stadtteilen als Filialgemeinden, wo ebenfalls die Reformation eingeführt wurde. Später wurden teilweise eigene Pfarreien gegründet. So entstand 1837 die Pfarrei Hertmannsweiler, zu der seit 1911 auch die Gemeindeglieder aus Bürg gehören. 1964 wurde in Bürg eine eigene Kirche (Auferstehungskirche) erbaut. 1840 entstand die Pfarrei Birkmannsweiler, zu der seit 1911 auch Baach und Höfen gehören. Breuningsweiler wurde 1922 eine eigene Pfarrei, die auch die Gemeindeglieder des Nachbarortes Buoch (Gemeinde Remshalden) betreut. In jüngster Zeit wurden die Kirchengemeinden Schelmenholz-Hanweiler und Paul-Schneider-Haus von der Kirchengemeinde Winnenden abgetrennt. Predigstellen der Kirchengemeinde Schelmenholz-Hanweiler sind die 1962 erbaut Kirche Hanweiler und das Christophorushaus in Schelmenholz.

Im 20. Jahrhundert gewannen Katholizismus und Islam durch Zuzüge an Bedeutung. 1946 entstand die erste katholische Seelsorgeeinheit in Winnenden und 1958 wurde die Pfarrei gegründet. Die eigene Kirche St. Karl Borromäus wurde 1961 gebaut. Die Pfarrei betreut unter anderem auch die Katholiken der Stadtteile Baach, Birkmannsweiler, Breuningsweiler, Bürg, Hanweiler, Hertmannsweiler, Höfen und Schelmenholz. In Schelmenholz wurde 1971 das Maximilian-Kolbe-Haus als weiteres Gemeindezentrum erbaut. Ferner gibt es im Ortsteil Oppelsbohm der Gemeinde Berglen noch das Gemeindezentrum St. Maria, das ebenfalls zur Kirchengemeinde Winnenden gehört.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Winnenden auch einige Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche mit Gemeinden in Winnenden und Birkmannsweiler, die Gemeinde Gottes e. V. und die Volksmission entschiedener Christen e. V. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Winnenden vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1803 2.442
1823 2.776
1843 3.239
1855 3.000
1861 3.037
1. Dezember 1871 3.168
1. Dezember 1880 ¹ 3.617
1. Dezember 1890 ¹ 3.530
1. Dezember 1900 ¹ 3.730
1. Dezember 1910 ¹ 4.414
16. Juni 1925 ¹ 4.723
16. Juni 1933 ¹ 5.134
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 5.783
1946 8.021
13. September 1950 ¹ 8.917
6. Juni 1961 ¹ 11.685
27. Mai 1970 ¹ 14.243
31. Dezember 1975 22.261
31. Dezember 1980 22.334
27. Mai 1987 ¹ 22.044
31. Dezember 1990 23.995
31. Dezember 1995 26.144
31. Dezember 2000 27.269
31. Dezember 2005 27.758

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Im Gemeinderat sind nach der Kommunalwahl 2004 folgende Parteien vertreten: CDU (10 Sitze), Freie Wählervereinigung (8), SPD (5), Alternative und Grüne Liste (3)

Das bisher am längsten amtierende Gemeinderatsmitglied war Walter Schmirler mit insgesamt 38 Jahren. Er gehörte zur Fraktion der CDU. Auch durch den Einsatz für Heimatvertriebene aus dem Sudetenland erhielt er viele Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz.

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt stand der Magistrat bestehend aus dem Amtsbürgermeister, dem Bürgermeister, dem Amtsschreiber, elf Gerichtsverwandten und sechs Ratsverwandten. Die Aufsicht über die Stadt übte der Vogt aus. Ab 1613 gab es eine eigenständigen Obervogt, zuvor einen gemeinsamen Obervogt mit Waiblingen.

Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1973 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Oberbürgermeister
  • –1978: Hermann Schwab
  • 1978–1994: Karl-Heinrich Lebherz
  • 1994–heute: Bernhard Fritz

Wappen

Das Wappen der Stadt Winnenden zeigt in Silber einen von zwei grünen Windenranken umgebenen goldenen Schild, darin drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb. Wappen und Flagge wurde der Stadt Winnenden vom Innenministerium Baden-Württemberg am 23. Januar 1961 verliehen. Die Hirschstangen symbolisieren die frühere Zugehörigkeit der Stadt zum Herzogtum Württemberg.

Städtepartnerschaften

Winnenden unterhält seit 1969 eine Partnerschaft mit der Kleinstadt Albertville in den französischen Alpen. Die jüngste Partnerstadt von Winnenden ist das spanische Santo Domingo de la Calzada, mit dem 1993 der Partnerschaftsvertrag besiegelt wurde.

Feuerwehrmuseum Winnenden

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen/Ausstellungen

  • Große Modelleisenbahnanlage der PMW e. V. – Daimlerstraße 12. Von Mitte November bis Mitte Januar an jedem Sonn- und Feiertag (außer 24. u. 25.12.) geöffnet von 10:00 bis 12:30 und 14:00 bis 16:30 Uhr.
  • Feuerwehrmuseum Winnenden – direkt am Bahnhof
  • Heimatmuseum Winnenden – im Schwaikheimer Torturm
  • Heimatstube im Stadtteil Winnenden-Hertmannsweiler
  • Nikolaus-Lenau-Ausstellung im Schloss-Café

Bauwerke

  • Sehenswerter historischer Altstadtkern mit Fachwerkhäusern und repräsentativen Bürgerhäusern aus der Barockzeit sowie dem Schwaikheimer Torturm, dem Wahrzeichen der Stadt.
  • Das Winnender Markthaus wurde im Herbst 2006 eröffnet. In ihm befindet sich neben verschiedenen Geschäften auch die Winnender Stadtbücherei. Das Markthaus soll die Innenstadt (Marktstraße) attraktiver machen.
  • Schloss Winnental war das Residenzschloss der Herren von Württemberg-Winnental.
  • Die Schlosskirche ist eine dreischiffige Säulenbasilika, die als Kirche des Deutschritterordens im 14. Jahrhundert nach mehreren Vorgängerkirchen am selben Ort erbaut wurde. Im Chor steht der im Jahre 1520 errichtete Jacobus-Hochaltar, der das Leben und Wirken des Apostels Jakobus darstellt. Die Schlosskirche war lange Zeit die eigentliche Pfarrkirche der Stadt.
  • Stadtkirche St. Bernward, die heutige Pfarrkirche der Kirchengemeinde wurde als Kapelle im frühgotischen Stil erbaut und nach der Reformation umgebaut. Der Turm erhielt beim Wiederaufbau 1693 eine Kuppel mit glockenförmig abgedeckter Laterne.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

  • Die evangelische Pfarrkirche Birkmannsweiler ist die ehemalige Ulrichskapelle, die im 19. Jahrhundert umgebaut wurde. Die Holzkanzel stammt von 1520/30.
  • Die evangelische Kirche Breuningsweiler wurde 1922/23 erbaut.
  • In Bürg gibt es erst seit 1964 eine Kirche (Auferstehungskirche), doch ist auch hier 1355 eine Kapelle St. Veit bezeugt.
  • Hanweiler hat seit 1962 eine evangelische Kirche.
  • Die Kirche Hertmannsweiler wurde 1733 anstelle einer Vorgängerkirche erbaut und 1876 erneuert.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mai: Winnender Wonnetag (seit 2004)
  • Juli: City-Treff Winnenden, DLRG 24h-Schwimmen
  • August: Winnender Weintage, Breuningsweiler Hocketse
  • Oktober: Winnender Herbstmarkt,
  • Oktober/November: Winnender Kinder- und Jugendbuchtage seit 1984 im Festsaal des Zentrums für Psychiatrie
  • November/Dezember (1. Adventwochenende): Weihnachtsmarkt Winnenden

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Winnenden liegt an der B 14 (Stuttgart–Schwäbisch Hall) zwischen Waiblingen und Backnang. Die alte B 14 führt durch das Stadtzentrum hindurch, während die autobahnähnliche, neue Bundesstraße 14 an der Anschlussstelle Winnenden-Mitte endet. Diese wird jedoch seit 2006 im weiteren Verlauf in Richtung Backnang ausgebaut.

Bahnhof

Winnenden liegt an der Bahnstrecke Stuttgart–Crailsheim, der Murrbahn. Hier verkehrt auch die Linie S 3 (Backnang–Stuttgart–Flughafen) der S-Bahn Stuttgart. Vom Bahnhof Winnenden erreicht man in ca. 25 Minuten Stuttgart. Innerstädtisch wird ein Netz von Buslinien betrieben, die aber auch zu angrenzenden Gemeinden verkehren. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Ansässige Unternehmen

Überregionale Bedeutung haben der Reinigungsgerätehersteller Kärcher, A&M Electric Tools mit den Elektrowerkzeug-Marken AEG und Milwaukee sowie der mittelständische Sportgerätehersteller Gotthilf Benz Turngerätefabrik GmbH+Co KG.

Medien

Über das lokale Tagesgeschehen in Winnenden berichtet die Tageszeitung Winnender Zeitung des Zeitungsverlags Waiblingen.

Bildung

Winnenden hat je zwei Gymnasien (Lessing- und Georg-Büchner-Gymnasium), zwei Realschulen (Albertville- und Geschwister-Scholl-Realschule), eine Förderschule (Haselsteinschule), eine Hauptschule (Robert-Boehringer-Schule) in der Kernstadt, eine Grund- und Hauptschule im Stadtteil Höfen, drei Grundschulen in der Kernstadt (Stöckachschule, Kastenschule und Hungerbergschule) und je eine weitere Grundschule in den Stadtteilen Birkmannsweiler, Breuningsweiler, Hertmannsweiler und Schelmenholz.

Die private Bodenwaldschule für Erziehungshilfe sowie die Beruflichen Schulen für Hör- und Sprachgeschädigte am Berufsbildungswerk, beide in Trägerschaft der Paulinenpflege Winnenden, runden das Schulangebot in Winnenden ab. Die 1823 gegründete Paulinenpflege ist eine evangelische Institution der Jugend- und Behindertenhilfe. Sie unterstützt Schulen und Betreuungseinrichtungen für behinderte Erwachsene.

Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie

Am 1. März 1834 wurde im Schloss Winnenthal eine Nervenheilanstalt eingerichtet. Dr. Albert Zeller wurde mit der Leitung der Heil- und Pflegeanstalt beauftragt. Zeller prägte mit seiner Arbeit in Winnenthal die Entwicklung der Psychiatrie in Deutschland. Der Dichter Nikolaus Lenau war hier in Behandlung und auch der Arzt und Physiker Robert Maier. Im Jahre 1940 wurden 396 Patienten durch die Nationalsozialisten infolge der sogenannten Euthanasieaktion nach Grafeneck verlegt und dort ermordet. 1971 wurde aus der ehemaligen Heilanstalt das moderne Psychiatrische Landeskrankenhaus (PLK). Im Jahre 1996 änderte sich die Rechtsform des Krankenhauses in eine Anstalt des öffentlichen Rechts und das PLK wurde in Zentrum für Psychiatrie (ZfP) umbenannt. Heute ist das Zentrum für Psychiatrie ein modernes Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie mit ca. 400 Betten und einer zeitgemäßen Ausstattung.

Neues Kreiskrankenhaus

Am 14.Juli 2008 hat der Kreistag des Rems-Murr Kreises beschlossen, in Winnenden das neue zentrale Kreiskrankenhaus zu errichten. Im Gegenzug werden die Krankenhäuser in Backnang und Waiblingen nach Fertigstellung des neuen Krankenhauskomplexes geschlossen.[2]. Die Baukosten sollen ca. 280 Millionen Euro betragen, das Krankenhaus wird an das Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie angrenzen.[3] Mit den Vorarbeiten soll bereits im Oktober 2008 begonnen werden, im Juni 2009 beginnen die eigentlichen Bauarbeiten. Die Eröffnung ist für Februar 2013 geplant.

Freizeit- und Sportanlagen

Das „Wunnebad“ bietet als Hallen- und Freibad u. a. 2.000 m² Wasserfläche, eine Rutsche mit Zeitmessung, einen Strömungskanal und eine sehr schöne Saunalandschaft. Im Winter werden die drei Beachvolleyballfelder mit einer Eisbahn überbaut. Im Stadtteil Höfen gibt es ein Mineralfreibad, das nur im Sommer geöffnet hat, im Stadtteil Bürg ein weiteres, ehrenamtlich betriebenes Freibad.

Sport

Größter Sportverein ist die Sportvereinigung Winnenden (SV Winnenden 1848 e.V.) mit 2800 Mitgliedern und 15 Abteilungen. Die Abteilung Leichtathletik ist Teil der bei den bei Baden-Württembergischen und Deutschen Meisterschaften oft erfolgreichen Startergemeinschaft LG Rems-Murr.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Winnenden hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • Dr. Christian Wunderlich (1806–1871)
  • Dr. Albert Zeller (1804–1877)
  • Maria Huzel (1856–1946)
  • Ernst Spingler (1878–1963)
  • Albert Gänßle (1891–1970)
  • Dr. Robert Boehringer (1884–1974)
  • Dr. Adolf Schmidgall (1900–1985)
  • Hermann Schwab, Oberbürgermeister a. D. (1917–2000)
  • Karl-Heinrich Lebherz, Oberbürgermeister a. D.

Söhne und Töchter der Stadt

Die Liste enthält Personen, die in Winnenden geboren sind. Ob die Stadt zu ihrem späteren Wirkungskreis gehört, ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • 1550–1603: Ägidius Hunnius der Ältere, lutherischer Theologe
  • 1552–1610: Polykarp Leyser der Ältere, lutherischer Theologe
  • 1687–1752: Johann Albrecht Bengel, lutherischer Theologe, Vertreter des Pietismus
  • 1697–1757: Johann Adam Groß d. Ä., Architekt und Landesbaumeister
  • 1785–1858: Christoph Gottlob Müller, Vertreter des Methodismus
  • 1827–1895: Johann Gottlieb Christaller, Missionar und Sprachforscher
  • 1839–1920: Julius Kornbeck, Maler
  • 1884–1974: Robert Boehringer, Industrieller (Chemische Industrie) und Lyriker
  • 1951: Hans Heinz, Politiker, Landtagsabgeordneter (CDU)
  • 1960–1969: Björn Steiger, Namensgeber der Björn-Steiger-Stiftung

Literatur

  • Geographisches, Statistisch-Topographisches Lexikon von Schwaben, Bd. 2, Ulm 1801, Sp. 1143–1145
  • Beschreibung des Oberamts Waiblingen, Stuttgart-Tübingen, 1850, S. 202–219
  • Winnenden in Sage und Geschichte, von G. Börner, 1923, Neuausgabe Verlag W. Halder, Winnenden 1999
  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus “Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
  • Winnenden – gestern und heute: Lebenswege zwischen Steinzeit, Kindheit und Ewigkeit. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Winnenden, Bd. 8. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2001. ISBN 978-3-89735-178-3. 240 S. mit 170 Abb.
  • Unser Schelmenholz. Geschichte und Geschichten. Winnender Veröffentlichungen, Bd. 1. Hrsg. von der Stadt Winnenden und der Evangelischen Kirchengemeinde Schelmenholz-Hanweiler. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2003. ISBN 978-3-89735-239-1
  • 700 Jahre Birkmannsweiler. Winnender Veröffentlichungen, Bd.2. Hrsg. von der Stadt Winnenden und der Kultur- und Heimatvereinigung Birkmannsweiler e. V. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004. ISBN 978-3-89735-275-9.
  • Schauer, Eberhard: Herrschaftsverhältnisse in Winnenden von ca. 1000 bis 1325. In: Heimatkundliche Blätter (= Sonderveröffentlichung der Winnender Zeitung), I, 1, 21. Mai 1981.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Kreistag beschließt Krankenhausneubau in Winnenden
  3. Website zum Klinkneubau

Weblinks

Commons Commons: Winnenden – Bilder, Videos und Audiodateien
  • Website der Stadt Winnenden
This text comes from Wikipedia. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikipedia.

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment