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May 5, 2008

Wikipedia: n-tv

Filed under: — admin @ 12:27 pm
Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit & DVB-T (nur Berlin)
Länder: Deutschland
Eigentümer: RTL Group
Geschäftsführer: Hans Demmel
Sendebeginn: 30. November 1992
Programmtyp: Spartenprogramm (Information)
Liste der Fernsehsender
altes Logo bis Juli 2003

altes Logo bis Juli 2003

n-tv ist ein zur RTL Group gehörender Nachrichtensender. Am 30. November 1992 startete n-tv in Berlin als erster deutscher TV-Nachrichtensender.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erster Geschäftsführer von n-tv war Karl-Ulrich Kuhlo, der Gründer des Unternehmens; der erste Chefredakteur war bis September 1994 der langjährige ARD-Korrespondent Peter Staisch. Bereits im Dezember 1994 stieg der US-Nachrichtenkanal CNN bei n-tv ein. Der Sender aus Atlanta hielt zunächst 27,5 Prozent an n-tv, später 50 Prozent.

Am 10. Februar 1997 wurde Helmut Brandstätter neuer Geschäftsführer und Programm-Chefredakteur von n-tv. Im Jahre 1999 wechselte Karl-Ulrich Kuhlo an die Spitze des Aufsichtsrates. Ken Jautz wurde neuer Geschäftsführer. Im Mai startete die Internetseite n-tv.de, die heute bis zu 110 Millionen Seitenaufrufe monatlich hat.

Am 13. August 2002 übernahm die RTL Group 50 Prozent der Anteile von n-tv. Der Sender wird seitdem auch von der IP Deutschland vermarktet.

Karl-Ulrich Kuhlo verkaufte 2003 seinen 0,75-Prozent-Anteil und übergab seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender an Ken Jautz (CNN). Johannes Züll übernahm im März die Geschäftsführung von n-tv. Zwei Monate später startet der Sender mit neuem Programmschema und Design.

Der Sender zog im Jahr 2004 mit dem größten Teil der Redaktion nach Köln um. Dort wurde ein neues digitales Sendezentrum in Betrieb genommen. Die Politik- und Talkredaktion blieb in der Hauptstadt. Offizieller Sitz des Senders ist nach wie vor Berlin, da die Sendelizenz von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg erteilt wurde.

2006 übernahm die RTL Group die Anteile des bisherigen Partners CNN. Nach einer Abmahnung durch das Bundeskartellamt am 6. Februar 2006 wurde die Übernahme am 12. April 2006 schließlich doch genehmigt. Die Behörde erkannte an, dass es sich bei der Übernahme um eine „Sanierungsfusion“ handle. Bereits seit Jahren ist die wirtschaftliche Lage des Senders schwierig. Nach der Gründung hatte der Sender nur einmal, zu Zeiten des Börsenbooms im Jahr 2000, ein positives Jahresergebnis erzielt. Seitdem wurden ein massiver Stellenabbau betrieben und drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt. Dem von Anfang 2003 bis August 2007 amtierenden Geschäftsführer Johannes Züll ist eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen bisher nicht gelungen. 2006 wuchs n-tv im Werbemarkt fast zweistellig.

Nachfolger in der Funktion des Geschäftsführers ist seit September 2007 Hans Demmel.

Geschäftsführung und Chefredaktion

  • Geschäftsführung: Hans Demmel
  • Chefredakteur: Volker Wasmuth
  • Chefredakteur: Markus Föderl

Programm

Die drei Hauptprogrammsäulen von n-tv sind Nachrichten, Wirtschaft und Talk. Zu jeder vollen Stunde zeigt n-tv ausführliche Nachrichten. Eine besondere Stärke des Senders sind dessen hoher Live-Anteil und der Einsatz von Eilmeldungen (breaking news). Darüber hinaus sind Dokumentationen, Wissens- und Reportagemagazine, Sportsendungen und Lifestylemagazine Bestandteil des Programms. Zudem sind aktuelle Nachrichten, sowie Wirtschafts- und Börseninformationen in einem zweiteiligen Laufband zu sehen.

Moderatoren

Manfred Bleskin – Moderator bei n-tv

Manfred Bleskin – Moderator bei n-tv

Carola Ferstl – Moderatorin der Reihe n-tv Service

Carola Ferstl – Moderatorin der Reihe n-tv Service


Nachrichten

  • Rommy Arndt
  • Manfred Bleskin
  • Gesa Eberl
  • Andreas Franik, Der Mittag
  • Jennifer Knäble
  • Annett Möller
  • David Oertling
  • Petra Schwarzenberg, Der Mittag
  • Christoph Teuner (Chefmoderator), Der Tag
  • Michel Weber
  • Ulrich von der Osten

Wirtschaft

  • Sabrina Bauer (Frankfurter Börse)
  • Raimund Brichta
  • Martin Brückner
  • Katja Dofel (Frankfurter Börse)
  • Annette Eimermacher
  • Carola Ferstl
  • Andreas Franik
  • Astrid Fronja
  • Beate Hoffbauer
  • Isabelle Körner
  • Jens Korte
  • Frank Meyer
  • Friedhelm Tilgen
  • Corinna Wohlfeil

Talk

  • Heiner Bremer
  • Leo Busch
  • Christoph Keese
  • Lothar Späth

Sport

  • Oliver Gressieker
  • Britta Hofmann
  • Jessica Kastrop
  • Arndt Klingenburg
  • Timo Latsch
  • Rolf Niebuhr
  • Andreas Spellig

Wetter

  • Björn Alexander
  • Christina Ringer
  • Constance Zeun

Formate

n-tv – Interview zur Bundestagswahl 2002 mit Friedrich Merz (Mitte)

n-tv – Interview zur Bundestagswahl 2002 mit Friedrich Merz (Mitte)

Nachrichten

  • n-tv Nachrichten
  • Der Morgen bei n-tv
  • Der Mittag bei n-tv
  • Der Tag bei n-tv
  • Der Abend bei n-tv
  • Die Nacht bei n-tv
  • Thema des Tages

Wirtschaft

  • Märkte am Morgen
  • Telebörse
  • Handelsblatt Ticker
  • n-tv Ratgeber-Reihe
  • Märkte & Macher – Das n-tv Mittelstandsmagazin
  • n-tv Börsenrückblick
  • n-tv Chartanalyse

Talk bei n-tv

  • Das Duell bei n-tv (Moderation: Heiner Bremer)
  • busch@n-tv (Moderation: Leo Busch)
  • Späth am Abend (Moderation: Lothar Späth)
  • n-tv Forum (Moderation: Christoph Keese)

Magazine und Reportagen bei n-tv

  • 5Th Avenue- Das Lifestylemagazin (Moderation: Christina Ringer)
  • Klassik Mobil (Moderation: Jochen Frericks)
  • n-tv Auslandsreport (Moderation: David Oertling)
  • Focus Report Gesundheit
  • n-tv Deluxe (Moderation: Tamara Gräfin von Nayhauß)
  • n-tv Doku
  • n-tv Forsa (Moderation: Michel Weber, Christoph Teuner)
  • n-tv Gesundheit (Moderation: Florian Fischer-Fabian)
  • n-tv Motor (Moderation: Klaus Niedzwiedz)
  • n-tv SPEED
  • n-tv Sport (Moderation: Jessica Kastrop, Oliver Gressieker, Timo Latsch, Rolf Niebuhr)
  • Take Off- Das Abenteuermagazin
  • n-tv Wallstreet (Moderation: Jens Korte)
  • n-tv Wissen
  • n-tv Reportagen
  • National Geographic
  • Welt der Wunder (Moderation: Hendrik Hey)
  • Spiegel TV Zeitreise
  • Spiegel TV Magazin

Seit Januar 2007 bietet n-tv als erster Sender in Kontinentaleuropa ein interaktives Programm im Rahmen des Windows Vista Media Center an. Dort können verpasste Sendungen und einzelne Beiträge, sowie Hintergrund-Informationen zum Programm abgerufen werden. Zudem sind Zuschauer-Abstimmungen möglich. Das Angebot wird abgerundet durch die Möglichkeit, das Erscheinungsbild des Senders den eigenen Vorlieben anzupassen.

Quoten

Im Gesamtjahr 2006 erreichte n-tv in Deutschland einen Marktanteil von 0,6 Prozent in der Zielgruppe der Erwachsenen ab 14 Jahren. Der Sender erreichte im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,2 Millionen Zuschauer am Tag.

Der Nachrichtensender bietet seine Inhalte auf zahlreichen Plattformen an. Neben dem Online-Portal n-tv.de bietet auch der n-tv-Teletext umfassende Informationen aus den Bereichen Nachrichten, Wirtschaft und Börse. Die Nachrichten, einzelne Wirtschaftsformate und das Wetter sind auch als Podcasts abrufbar.

Die Vermarktung von n-tv erfolgt durch IP Deutschland.

Empfang

Das Programm von n-tv kann man folgendermaßen empfangen:

  • DVB-T (Digitales Antennenfernsehen) (nur im Raum Berlin)
  • Analoges Kabelnetz
  • DVB-C (Digitales Kabelnetz)
  • Analoges Satellitenfernsehen (Astra 19.2° Ost 11.641 MHz horizontal)
  • DVB-S (Digitales Satellitenfernsehen Astra 19.2° Ost 12.188 MHz horizontal, Symbolrate: 27.500)
  • Livestream (ohne Sport und Laufband)

n-tv.de

n-tv.de ist der Internetauftritt des Kölner Nachrichtensenders. Die Seite ist seit Mai 1999 online. Seitdem wird auch das Programm von n-tv als Livestream angeboten. 2001 wurde die Seite mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Mit rund 14 Millionen Besuchern und 110 Millionen einzelnen Seitenaufrufen im Monat ist n-tv.de nach Spiegel Online das größte deutsche Nachrichtenportal.

Die Artikel werden zum Großteil auf Basis von Material der Nachrichtenagenturen dpa, AP, Reuters und sid von einer 25-köpfigen Redaktion verfasst, die auch den n-tv-Teletext betreut. Kommentare werden allerdings sehr häufig von den Redakteuren des Senders verfasst. Neben Politik, Sport und Gesellschaft liegt ein Schwerpunkt der Berichterstattung auf Wirtschaftsnachrichten. Dazu gehört unter anderem ein umfangreiches Börsenportal.

Bis Ende 2003 wurden die Inhalte von der n-tv-Redaktion Neue Medien erstellt. Mit dem Umzug des Senders von Berlin nach Köln wurde die Online-Redaktion ausgegliedert und in die eigenständige Nachrichtenmanufaktur GmbH überführt.

Das komplette Archiv von n-tv.de ist kostenlos nutzbar. An der n-tv.de-Community beteiligen sich inzwischen über 100.000 Leserinnen und Leser.

Kritik

n-tv stand bereits in der Kritik, weil bestimmte Sendeformate offenbar als Plattform für unkritisch positive, wenn nicht sogar werbende Beiträge, zu gesundheitsbezogenen Entscheidungen genutzt würden. Das Sendeformat „Gesund & Schön“ präsentierte beispielsweise regelmäßig das Angebot an plastisch-chirurgischen und zahn-ästhetischen Behandlungen der Musenhof-Kliniken in Deidesheim.[1]

Nach einer Studie des Kölner Instituts für empirische Medienforschung räumte der Sender den Nachrichten im Jahr 2007 nur noch 34,7% (1997: 63,3 %) der Sendezeit ein. Magazine kommen demnach auf einen Anteil von 19 % (1997: 7,4 %), Dokumentationen, Reportagen und andere Berichte nehmen 24,8 % (6,1 %) der Sendezeit in Anspruch. Der Politikanteil fiel deutlich von 47 % im Jahr 1997 auf 28 % im Jahr 2007. Die Studie untersuchte vergleichsweise eine Sendewoche im Jahr 1997 und 2007. [2]

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