Wikipedia: Disneyland Resort Paris

Disneyland Resort Paris
Ort: Marne-la-Vallée
Eröffnet: 12. April 1992
Besucher pro Jahr: 14,5 Millionen (2007)
Fläche: 1.943 Hektar
Baukosten:
Zur Eröffnung
3,9 Milliarden Dollar
Baukosten:
Bis heute
3,6 Milliarden Dollar
Personal: 12.200 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Disneyland Resort Paris (bis 1995 Euro Disney Resort) ist ein 1.943 Hektar großer Freizeitkomplex in der Planstadt Marne-la-Vallée, 32 km östlich von Paris/Frankreich.

Das Resort wurde am 12. April 1992 nach vierjähriger Bauzeit eröffnet und umfasst heute unter anderem die zwei Themenparks Disneyland Park (1992) und Walt Disney Studios Park (2002), den Unterhaltungsbereich Disney Village, die Golfanlage Golf Disneyland, mehrere Hotels sowie Wohn- und Geschäftsviertel.

Die Walt Disney Company (WDC) ist mit fast 40 % am Kapital des Disneyland Resort Paris beteiligt, dessen Entwicklung und Ausbau Aufgabe der Euro Disney SCA ist. Diese besitzt ihrerseits die Euro Disney SA und 82 % der Euro Disney Associés SNC. Letztere verwalten und bewirtschaften die Domäne.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Freizeit- und Sporteinrichtungen

Eingangstor Disneyland Park in Paris

Eingangstor Disneyland Park in Paris

Bearbeiten Disneyland Park

Der offiziell Disneyland Park (DLP), unter Fans bisweilen auch nicht ganz richtig Disneyland Paris, genannte Themenpark ist der älteste Teil und das Kernstück des Resorts. Nach dem Vorbild des Magic Kingdoms aus den amerikanischen Disneyland-Parks entworfen, unterteilt er sich in fünf Themenbereiche, die sich um das Dornröschen-Schloss gruppieren, das dem Park als Wahrzeichen dient. Die verschiedenen Bereiche sind:

Phantom Manor im Frontierland

Phantom Manor im Frontierland

Indiana-Jones-Tempel im Adventureland

Indiana-Jones-Tempel im Adventureland

Bearbeiten Adventureland

Im Adventureland begeben sich die Besucher auf die Pfade von bekannten Abenteurern wie zum Beispiel Indiana Jones oder können die Märchenstadt Agrabah erkunden. Ein Abenteuerspielplatz im Piratenstil nach Fluch der Karibik ist für Kinder ebenfalls vorhanden.

Attraktionen dieses Bereichs sind unter anderen der „Indiana Jones and the Temple of Peril“ (Indiana Jones und der Tempel der Gefahr), die „Adventure Isle“ (Abenteuerinsel), das Baumhaus der „Swiss Family Robinson“ und „Pirates of the Caribbean“ (Piraten der Karibik). Die letztgenannte Attraktion bildete die Grundlage für die Filmreihe Fluch der Karibik.

Bearbeiten Frontierland

Big Thunder Mountain

Big Thunder Mountain

Dieser Bereich mit dem „Big Thunder Mountain“ und dem Geisterhaus „Phantom Manor“ ist einer typischen Wild-West-Kulisse nachempfunden. Daneben befinden sich im Frontierland weitere Attraktionen wie die „Rustler Roundup Shootin’ Gallery“ Schießbude. Bekannte Disney-Figuren tauchen auf im „Pocahontas Indian Village“ (Spielplatz für Kinder), bei „Tarzan – The Show“ und im „Mickeys Winter Wonderland“ (Show). Außerdem befindet sich hier eine Familienachterbahn.

Bis 2006 war die Achterbahn Big Thunder Mountain die meistbesuchte Achterbahn in Frankreich, somit auch in Disneyland.

Oldtimer in der Main Street USA

Oldtimer in der Main Street USA

Bearbeiten Main Street USA

Die Main Street USA (Hauptstraße in den USA) beginnt nach dem Eingangsbereich des Parks und hat vorwiegend Restaurants und Geschäfte. Sie führt, ähnlich den anderen Disney- Parks, zum sog. “Hub” vor dem Schloss, von dem aus die Besucher Zugang zu allen verschiedenen Themenbereichen des Parks haben. Der Baustil der Gebäude versetzt die Besucher in die USA zur Zeit der Jahrhundertwende. Die Architektur ist dabei stark an Marceline, Missouri, wo Walt Disney aufwuchs. Von hier ist es auch möglich per Dampflok rund um den Disneypark zu fahren, um einen Gesamtüberblick zu bekommen. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, sich bei einem Friseur im Stil der Jahrhundertwende zum zwanzigsten Jahrhundert frisieren oder rasieren zu lassen. Attraktionen auf der Hauptstraße sind vor allem die „Disneyland Railroad – Main Street Station“ (Bahnhof der Disneyland-Dampflok), die „Main Street Vehicles“ (Oldtimer, die Gäste transportieren), „Discovery Arcade“ und „Liberty Arcade“ (Flanier- und Entdeckungsmeilen). Außerdem finden auf der Hauptstraße die „Disney Parade“ (die offizielle Disneyparade), „FANTILLUSION!“ (eine nächtliche Lichterparade) und „Wishes“ (eine gekürzte Kopie des teuersten, aber berühmtesten Feuerwerk der Welt, über dem Dornröschenschloss) statt.

Bearbeiten Discoveryland

Space Mountain: Mission 2

Space Mountain: Mission 2

Im Discoveryland (Land der Entdeckungen, engl. Entsprechung Tomorrowland) erlebt der Besucher unter anderem die fiktive Zukunft des Jules Verne. Seit seiner Eröffnung 1992 wurde dieser Themenbereich bewusst in eine Zukunft aus der Sicht des 19. Jahrhunderts gebaut – weg von klassischen Star-Wars- und Science-Fiction-Motiven – eine Zukunft der klassischen Visionäre. Mittelpunkt dieses Themenbereiches bildet der „Space Mountain“ (eine Indoor- Achterbahn), welcher Anfang 2005 nach einer Umbauphase in „Mission 2“ wiedereröffnet wurde.

Modell der Nautilus

Modell der Nautilus

Ebenfalls gibt es seit 2005 eine neue Show im sogenannten ‘Videopolis’ gegenüber dem „Space Mountain“. Die Show „The Legend of the Lion King“ (Die Legende des Königs der Löwen) ist genauso aufgebaut wie ein Musical und dauert etwa 30 Minuten.

Weitere Attraktionen im Discoveryland sind der „Buzz Lightyear Laser Blast“ (ein interaktiver Darkride), der das 360° Kino Visionarium ersetzt. „Star Tours“ (Flug-Simulator), „Orbitron“ (Karussell mit Raketen) sowie „Autopia“ (eine Art Kartbahn mit Benzinfahrzeugen) erweitern das Programm. Weitere Angebote sind „Honey I shrunk the audience“ – Liebling, ich habe das Publikum geschrumpft (3D-Effekt-Kino), und König der Löwen Show (im Videopolis).

Szene im Disneyland Park

Szene im Disneyland Park

Alice's Curious Labyrinth

Alice’s Curious Labyrinth

Bearbeiten Fantasyland

Der Themenbereich Fantasyland (Fantasieland) ist besonders auf jüngere Besucher ausgerichtet. Die Attraktionen sind rund um bekannte, von Disney adaptierte Märchen gestaltet. Besonders bekannt ist das „Sleeping Beauty Castle“, das Dornröschen-Schloss im Zentrum des Parks mit einigen Einkaufsmöglichkeiten. Darin befindet sich auch „La Galerie de la Belle au Bois Dormant“, eine begehbare Galerie, in der sich Glasfenster und Wandteppiche zum Dornröschen-Märchen befinden. Unter dem Schloss befindet sich die begehbare Drachenhöhle „La Taniere du Dragon“.

Weitere Attraktionen sind auch „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“, das die Geschichte von Schneewittchen erzählt und Elemente einer Geisterbahn enthält. „Peter Pan’s Flight“ – Peter Pans Flug ist eine Gondelbahn, mit der man über die Dächer von London hinweg ins Nimmerland fliegt. Hier befindet sich auch das „Alice’s Curious Labyrinth“, das im Schloss der Herzkönigin endet. „Pinocchios Reise“ erzählt die Geschichte von Pinocchio und bei der Bootsfahrt in „Le Pays de Contes de Fées“ (Das Märchenland) werden Märchen wie Schneewittchen, Peter und der Wolf und Aladdin dargestellt.

„It’s a small world“ ist eine Bootsfahrt mit singenden Kindern verschiedener Nationen. Dies ist eine Attraktion, welche ursprünglich für eine Weltausstellung konzipiert wurde und jedes Land bzw. jede Region der Erde darstellt: Europa, Regenwald, Afrika, Alaska, etc. Die Park-Dampfloks legen auf ihrer Parkrundfahrt an der „Fantasyland Station Disney Railroad“ einen Zwischenstop ein. Außerdem befindet sich im Fantasyland das „Le Théatre du Chateau“ (Theater für Inszenierungen und Shows) und „Fantasy Festival Stage“.

Bearbeiten Walt Disney Studios Park

Rock ’n’ Roller Coaster

Rock ’n’ Roller Coaster

Disney Studios

Disney Studios

Armadillo Modell aus dem Film

Armadillo Modell aus dem Film “Armageddon”

Weiterhin gibt es seit 2002 die „Walt Disney Studios“, die direkt an den ursprünglichen Park und das Disney Village angrenzen. In diesem Park sollen die Besucher hinter die Kulissen von Filmen schauen können. Zum Beispiel mit der sogenannten „Studio Tram Tour“, eine Hinter-den-Kulissen-Tour mit Special-Effects-Präsentation welche auch in Florida vorhanden ist. Ebenfalls legt Disney viel Wert auf Shows und Paraden. In der Show „Cinémagique“ gibt es viele kleine Ausschnitte, verbunden mit einer Liebesgeschichte, zu sehen.

Des weiteren gibt es die Stunt Show „Moteurs… Action!“ in der mit Fahrzeugen, Explosionen und allerlei „Action“ Stunt-Effekte gezeigt werden.

Die Rockband Aerosmith wurde ebenfalls im Park verewigt, indem eine Achterbahn namens „Rock ’n’ Roller Coaster“ integriert wurde, welche in weniger als drei Sekunden von 0 auf 92 km/h beschleunigt und die Fahrt mit einem von Aerosmith komponierten Rock-Soundtrack unterlegt. Seit 2006 ist sie die meistbesuchte Attraktion im ganzen Disney Resort Paris und löste damit Big Thunder Mountain von Platz Eins ab.

Weitere Attraktionen in diesem Abschnitt sind das „Art Of Disney Animation“, die Kulisse von „Singing In The Rain“, Armageddon (Effekt-Simulator mit Preshow) und das Disney Studio 1.

Im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten des Resorts wurden die Attraktionen im Walt Disney Studio Park 2007 und 2008 um vier Neue ergänzt. Im Juni 2007 eröffneten der Spinning Coaster Crush’s Coaster der auf Findet Nemo basiert und eine teetassenähnliche Attraktion zum Film Cars. Ab dem 22. Dezember 2007 kam mit dem „Tower of Terror“ eine weitere Großattraktion hinzu. Voraussichtlich im März 2008 soll dann im Gebäudekomplex des Disney Channels “Stitch Live” (“Stitch Encounter” im Disneyland in Hong Kong) eröffnen.

Bearbeiten Vergnügungszentrum Disney Village

Das Disney Village mit einer Fläche der Größe von 20 Fussballfeldern und zahlreichen Attraktionen, wie Shops, Restaurants, einer Diskothek, Geschäften und Kinokomplex wird als eine komplette „Stadt“ vorgestellt, die auch noch nach Parkschluss geöffnet ist. Angrenzend befindet sich zudem ein Bowling- und Videospiel-Center, sowie ein eigenes Besucher-Parkhaus, um auch den „Nicht-Parkbesucher“ des Umlandes als Besucher gewinnen zu können. In den drei vorhandenen Disney Shops sind im wesentlichen alle auch im Park zu erwerbenden Merchandise-Artikel hier zu finden.

Im Disney Village befindet sich auch die Halle für Buffalo Bill’s Wild West Dinner Show, eine Darbietung im Western Stil mit Pferden, Akrobatik und Stunts, wobei dem Besucher ein Dinner serviert wird und er als eines von vier Teams einen Wettkämpfer anfeuert.

Bearbeiten Golf Disneyland

Nur wenige Autominuten von den Disney Parks entfernt, mitten im landschaftlich schönsten Teil des Disneyland Resort Paris ist der zwischen Wasserfällen, Felsen, Bächen und Bäumen gelegene 27-Loch-Golfplatz. Der Parcours ist sowohl auf die Bedürfnisse von Anfängern als auch von Profis zugeschnitten.

Direkt nebenan befindet sich das Radisson SAS Golfhotel mit vier Sternen.

Bearbeiten Touristische Einrichtungen und Infrastruktur

Bearbeiten Hotels und sonstige Beherbergungseinrichtungen

  • Sechs Disney Hotels: Disneyland Hotel (4 Sterne), Disney’s Hotel New York (4 Sterne), Disney’s Newport Bay Club (3 Sterne), Disney’s Sequoia Lodge (3 Sterne), Disney’s Hotel Cheyenne (2 Sterne), Disney’s Hotel Santa Fe (2 Sterne)
  • Vier von Disney Resort Paris „empfohlene“ Hotels: Vienna International Dream Castle Hotel, Holiday Inn, Explorers My Travel Hotel, Kyriad Hotel
  • Zwei mit Disney Resort Paris „zusammengeschlossene“ Hotels: Hotel Elysées Val d’Europe und Hotel Radisson SAS
  • Pierre & Vacances: eine mit Disney Resort Paris „zusammengeschlossene“ Appartement-Residenz
  • Disney’s Davy Crockett Ranch: Blockhütten mit Küche und Schlafzimmer sowie einemSchwimmbad

Bearbeiten Verkehrsinfrastruktur – Verkehrsanbindung

Disneyland Resort Paris (Frankreich)

DMS

Disneyland Resort Paris
Disneyland Resort Paris
Disneyland Resort Paris auf der Karte Frankreichs.

Mit dem Bahnhof Marne la Vallée-Chessy verfügt der Vergnügnungspark über einen direkten Anschluss sowohl an die Pariser “S-Bahn” RER als auch an das TGV-Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz.

Über die RER-Linie RER A ist es aus dem Zentrum von Paris (Stationen Charles-de-Gaulle-Etoile, Auber, Châtelet-Les-Halles, Gare de Lyon oder Nation) in etwa einer halben Stunde zu erreichen (Endstation Paris Disneyland).

Das Resort ist mit einer eigenen Abfahrt an die französische Autobahn A4 angeschlossen.

Pendelbusse verkehren alle 10 bis 20 Minuten zwischen dem RER-Bahnhof, den Themenparks und den Disney-Hotels sowie den sogenannten angeschlossenen Hotels (siehe oben). Wohnt man auf der „Davy Crocket Ranch“, dann ist ein Auto erforderlich, da keine Busverbindung besteht.

Bearbeiten Verstädterungs-Programme

Bearbeiten Geschäftsviertel Val d’Europe

  • Einkaufszentrum Val d’Europe
  • Bürohäuser des Parc International d’Entreprises Arlington Val d’Europe
  • La Vallée Outlet Shopping Village, Quartier du Parc, Val d’Europe

Bearbeiten Ferien- und Wohngebiete

  • Quartier du Parc
  • Quartier du Golf
  • Quartier Val de France

Bearbeiten Wartezeiten

Aufgrund der stetig steigenden Besucherzahlen und der Größe des Parks ist es kaum möglich, alle Attraktionen an einem Tag zu sehen bzw. zu absolvieren, da Wartezeiten von zwei Stunden und mehr für eine Fahrt nicht ungewöhnlich sind. Während der Nebensaison (z. B. im Winter) sind jedoch auch Wartezeiten von wenigen Minuten möglich (vor allem an Werktagen). An den beliebtesten Attraktionen wurde Fastpass eingeführt. Diese begrenzt erhältlichen Sonderkarten enthalten ein Zeitfenster, innerhalb dessen Besucher über eine Extra- Warteschlange die Attraktion betreten können. Dadurch können die Wartezeiten deutlich verringert werden. In vielen vergleichbaren Parks gibt es ein ähnliches System, das jedoch, anders als im Disneyland Park, meist kostenpflichtig ist.

Bearbeiten Besucherzahlen

Quellenangaben
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Das Disney Resort Paris ist das meistbesuchte Touristenziel Europas.

Die Besucherzahlen blieben in den Anfangsjahren nahezu konstant bei etwa 10 Millionen Besuchern. Ende der 1990er Jahre stieg sie auf rund 11 Millionen, 2001 besuchten 12,3 Millionen Menschen den Park. 2002 folgte ein Einbruch der Besucherzahlen auf 9,2 Millionen, in den folgenden Jahren erholte sie sich und lag 2006 bei 12,8 Millionen. Im Geschäftsjahr 2007 verbesserten sich die Zahlen erneut und stiegen auf 14,5 Millionen.

Durchschnittlich kommen etwa 36 % in den Walt Disney Studios Park, 53 % in den Disneyland Park und 11 % in das Disney Village.

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